Euro legt gegenüber dem US-Dollar weiter zu
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Der Euro hat am Donnerstag seine jüngsten Gewinne zum US-Dollar ausgebaut und notierte am Vormittag bei 1,1469 Dollar. Ausschlaggebend sind weiter schwächere Inflationssignale aus den USA: Die Juni-Teuerung fiel stärker als erwartet, und auch der Anstieg der Produzentenpreise verlangsamte sich, belastet durch rückläufige Energiepreise.
Gleichzeitig bleibt das Risiko höherer Energiepreise wegen der Eskalation im US‑iranischen Konflikt bestehen. Steigende Energiekosten könnten die Inflation wieder anfachen und die Erwartungen weiterer US-Zinserhöhungen stützen – damit dürfte die Dollar-Schwäche vorerst begrenzt bleiben.
Nach Ansicht von Marktbeobachtern könnte die Resilienz des Dollar enden, wenn der Energiepreisschock überschaubar bleibt oder eine dauerhafte Einigung zwischen den USA und dem Iran gelingt. Alternativ könnte eine Neubewertung der erwarteten Fed-Reaktion auf Inflation die Lage verändern. Der neue Fed-Vorsitzende Kevin Warsh trat zuletzt falkenhafter auf, also mit einer Tendenz zu straffer Geldpolitik. Beides könnte die Wetten auf künftige Zinsschritte dämpfen und den Dollar schwächen.
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