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08:11 Uhr, 27.01.2026

Euro bleibt nahe am Jahreshoch

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Der Euro hat seine jüngsten Kursgewinne zum US-Dollar weitgehend gehalten. Zuletzt wurden 1,1874 Dollar für die Gemeinschaftswährung gezahlt, nur etwas weniger als am Vorabend. Zum Wochenstart hatte sich der Euro mit knapp über 1,19 Dollar dem Jahreshoch 2025 genähert.

Die Aufwertung des Euro resultiert aus einer Schwäche des Dollar. Mitte Januar kostete die Gemeinschaftswährung noch weniger als 1,16 Dollar, bevor die Eskalation des Grönland-Konflikts durch US-Präsident Donald Trump den Dollar unter Druck brachte. Trump drohte europäischen Ländern mit Zöllen und schloss ein militärisches Vorgehen nicht aus. In der vergangenen Woche ruderte Trump zurück, was dem Dollar jedoch nicht half.

"Mit Blick auf die unberechenbare Politik dieser US-Regierung besteht die Gefahr, dass aus Sicht des Marktes eine Grenze überschritten wird, an der es kein Zurück mehr gibt - ein Kipppunkt", erklärte Devisenexpertin Thu Lan Nguyen von der Commerzbank. Ein Thema sei auch ein möglicher Verlust der Unabhängigkeit der US-Notenbank Fed. "Die Gefahr besteht darin, dass der Markt ein Szenario einpreist, wonach der Dollar unkontrolliert abwertet."

Die aktuelle Entwicklung mahne zur Vorsicht, so die Commerzbank-Analystin. Trump habe den Konflikt um Grönland mit der Rücknahme der Zollandrohungen deeskaliert, doch der Dollar reagierte nur kurz. Sollte sich die Beziehung zwischen der US-Regierung und westlichen Verbündeten nicht verbessern, könnte die Bewegung eine gefährliche Dynamik annehmen.

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