Edelmetall-Crash: Wie tief werden Gold, Silber & Co. 2026 noch fallen?
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Gold hatte 2025 eine Schwelle überschritten, die lange als kaum erreichbar galt. Der Preis kletterte im letzten Jahr auf neue Allzeithochs und notierte zwischenzeitlich über 5500 USD. Doch nicht nur Gold rückte in den Fokus: Silber, Platin und Palladium legten noch kräftiger zu – getragen von geopolitischer Unsicherheit, anhaltenden Zentralbankkäufen und der Suche vieler Anleger nach realen Werten. Aus diesen vermeintlich sicheren Assetklassen sind zu Beginn des neuen Jahres aber zu einem großen Teil auch Spekulationsblasen geworden. Es ist also an der Zeit zu schauen, wie tief der Crash bei Silber, Gold und anderen Edelmetallen noch gehen kann.
Am Freitag, den 30. Januar kam es allerdings zum Flash-Crash. Gold verlor zeitweise weit über 10 % an Wert und Silber sorgte mit einem historischen Einbruch von zeitweise über 35 % für zahlreiche Margin-Calls und sogar vereinzelte Insolvenzen.
Wie geht es nun weiter mit den Edelmetallen? Die ersten Kurse der neuen Handelswoche deuten auf weitere Liquidationen hin. Wir blicken in diesem Artikel auf die aktuelle Situation und suchen nach charttechnischen Unterstützungszonen.
Die wichtigsten Edelmetalle
- Gold stand 2025 im Zentrum der Edelmetall-Rallye. Als globales Reserve- und Vertrauensmetall profitierte es vorrangig von den anhaltend hohen Käufen der Zentralbanken. Im Jahr 2026 ging die Rallye zunächst weiter, ehe es zu einem massiven Einbruch kam. Vom Hoch bei knapp 5600 USD hat der Goldpreis zum aktuellen Zeitpunkt (02. Januar, 07:45 MEZ) über 21 % an Wert verloren – ein historischer Einbruch. Für langfristig orientierte Anleger könnten sich damit bald Chancen ergeben, denn die zu Grunde liegenden Treiber der Edelmetallpreise bleiben intakt, sobald das spekulative Kapital aus dem Sektor gespült wurde.
Charttechnisch ist Gold mittlerweile in spannenden Regionen angekommen. Das Edelmetall kämpft mit der 50-Tagelinie und steht kurz vor der Unterstützung bei 4383 USD. Die Unterstützung bis 4534 hatte zuletzt nicht gehalten. Weitere Rücksetzer in Richtung der nächsten Unterstützung oder gar bis in die psychologisch wichtige 4000 USD-Marke könnten zum Einstieg genutzt werden. Bedenkt hierbei aber bitte Positionsgröße und den Verzicht auf Hebelprodukte.
- Silber spielte 2025 seine Doppelrolle eindrucksvoll aus – und übertraf Gold deutlich. Einerseits wurde es als Investment-Alternative stärker nachgefragt, andererseits sorgte die hohe Industrienachfrage, vorwiegend aus dem Solarsektor, für zusätzlichen Rückenwind. Nach einem Kursplus von 112 % im Jahr 2025 beschleunigte sich diese Entwicklung im Jahr 2026 weiter. Seit Jahresbeginn 2025 lag Silber zwischenzeitlich über 300 % im Plus. Nach dem Silber-Crash am vergangenen Freitag und den weiteren Abgaben am heutigen Handelstag notiert das Edelmetall mittlerweile aber über 40 % unter dem Hoch innerhalb von nur zwei Handelstagen.
Die 50-Tagelinie scheint hier aktuell nicht zu halten, die Tiefs von Freitag wurden am heutigen Handelstag bereits unterschritten. Charttechnisch ist der Bereich um 70 USD von einiger Relevanz. Sollte Silber noch tiefer fallen, ist auch ein Rücklauf bis auf 60 USD oder tiefer denkbar. Mit langfristigen Positionen oder Käufen sollte man hier zunächst eine deutlichere Verlangsamung im Handelsvolumen abwarten.
- Platin gehörte 2025 zu den Überraschungen unter den Edelmetallen. Nach Jahren relativer Schwäche rückte es wieder stärker in den Fokus. Neben seiner Rolle in der Autoindustrie gewinnt Platin zunehmend an Bedeutung im Zusammenhang mit Wasserstoff-Technologien und Elektrolyseuren. Entsprechend stark fiel die Erholung aus: Platin legte seit Jahresbeginn 2025 in USD rund 97 % zu. Die kleineren Edelmetalle reagieren hier ähnlich wie im Krypto Sektor immer stärker als die Leitwährung (Gold). Platin hat mittlerweile auch 35 % vom Hoch verloren.
Platin hatte bereits Anfang Januar eine Korrektur erfahren. Dieses Niveau bei 1885 USD wird aktuell getestet. Fällt der Edelmetallsektor weiter, dann droht auch ein Rücklauf bis in den Preisbereich zwischen 1600 und 1730 USD.
- Palladium ist eines der volatilsten Edelmetalle. Als klassisches Übergangsmetall wird es hauptsächlich dort eingesetzt, wo sich Technologien im Wandel befinden – insbesondere in der Autoindustrie, etwa bei Abgassystemen, die zunehmend durch andere Materialien oder Antriebskonzepte ersetzt werden. Entsprechend reagiert Palladium besonders sensibel auf Substitutionseffekte und Branchenverschiebungen. Trotz dieser Unsicherheiten konnte auch Palladium 2025 deutlich zulegen – rund 72 % Plus. Die sonstige Volatilität kam dem Edelmetall im aktuellen Abverkauf scheinbar zu Gute. Hier stehen nur Kursverluste von aktuell rund 15 % zu Buche.
Bei Paladium wäre ein Rücksetzer in Richtung 1760 bis etwa 1692 charttechnisch interessant. Bei 1500 USD liegt ebenfalls viel Volumen. Darunter beginnt die nächste wirkliche Zone erst bei 1374 USD.
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Warum liefen Edelmetalle 2025 so stark?
Der Anstieg von Gold auf neue Allzeithochs war kein Zufall, sondern das Ergebnis eines makroökonomischen „Perfect Storms“. Drei Faktoren haben die Kurse massiv angetrieben:
- Zinssenkungsfantasie: Die Märkte preisen sinkende US-Leitzinsen ein. Da die Inflation jedoch unerwartet hoch bleibt, fallen die Realzinsen. Das macht zinslose Assets wie Gold und Silber im Vergleich zu Anleihen hochattraktiv.
- Zentralbanken auf Shoppingtour: Der wichtigste Treiber. Länder wie China, Indien und die Türkei tauschen US-Dollar in Gold, um sich gegen Sanktionen abzusichern (De-Dollarization).
- Geopolitische Dauerkrisen: Ukraine, Nahost, Taiwan – in einer Welt voller Konflikte bleibt Gold der ultimative „Safe Haven“ ohne Gegenparteirisiko.
Gold-Reserven ausgewählter Länder
Die USA bleiben mit über 8.100 Tonnen unangefochtener Spitzenreiter, gefolgt von Deutschland (~3.350 t) als stabilisierendem Anker. Die eigentliche Dynamik kommt jedoch aus China: Peking baut seine Bestände seit Jahren aggressiv aus, um die Abhängigkeit vom US-Dollar zu verringern. Auch Russland und Indien kaufen massiv zu, um ihre Währungen in unsicheren Zeiten geopolitisch abzusichern.
Wie groß sollte der Edelmetall Anteil bei dir sein?
An Gold und Silber scheiden sich die Geister. Kritiker betonen zu Recht: Sie haben keinen intrinsischen Wert im klassischen Sinne, sie erwirtschaften keine Gewinne, zahlen keine Dividenden und werfen keine Zinsen ab. Ein Barren bleibt ein Barren, er „arbeitet“ nicht.
Doch genau das macht sie zur ultimativen Versicherung gegen Geldentwertung und Systemrisiken. Wer dieses Vertrauen in die Schutzfunktion teilt, fährt mit einer Beimischung von 2 bis 10 % des Gesamtvermögens am besten.
So könnte eine sinnvolle Aufteilung innerhalb dieses „Sicherheits-Bausteins“ aussehen:
- ca. 70 % Gold Das unangefochtene Fundament. Gold schwankt weniger als die anderen Metalle und bietet die höchste Sicherheit als Währungsersatz.
- ca. 20 % Silber Als Beimischung für mehr Dynamik. Silber schwankt stärker, bietet aber in Aufschwungphasen oft höhere Renditechancen.
- Bei Bedarf: andere Edelmetalle (Platin/Palladium) Wer sich auskennt, kann einen kleinen Teil in Weißmetalle stecken. Das ist jedoch reine Spekulation auf die Industriemärkte und für den reinen Sicherheitsgedanken kein Muss.
So investierst du in Edelmetalle
Wer vom sich beim aktuellen Rücksetzer bei den Edelmetallen positionieren möchte, muss sich entscheiden: Willst du das Metall wirklich physisch besitzen oder nur an der Preisentwicklung partizipieren? Grundsätzlich unterscheidet man zwischen dem direkten physischen Kauf, der maximale Sicherheit bietet, und indirekten „Papier“-Lösungen, die bequem über das Depot handelbar sind. Je nach persönlichem Sicherheitsbedürfnis und Lagerungsmöglichkeit eignet sich eine andere Strategie.
1. Physisch (Münzen/Barren)
Die sicherste Variante ohne Gegenparteirisiko: Wenn Banken schließen oder Börsen crashen, hast du dein Vermögen immer noch in der Hand.
- Was kaufen? Für Anleger eignen sich klassische Anlagemünzen („Bullion Coins“) am besten, da sie weltweit akzeptiert werden und der Aufpreis zum reinen Materialwert gering ist. Die Evergreens sind der südafrikanische Krügerrand, der kanadische Maple Leaf oder der Wiener Philharmoniker. Bei größeren Summen sind Barren meist günstiger im Einkauf.
- Die Lagerung: Das ist die Achillesferse. Ein Heimtresor bietet schnellen Zugriff, birgt aber Einbruchsrisiken (Hausratversicherung prüfen!). Bankschließfächer sind sicherer, kosten aber jährliche Gebühren und sind im Falle einer Bankenschließung eventuell kurzfristig nicht zugänglich.
2. Digital (ETCs)
Wer keine Lust auf Logistik und Tresore hat, kauft „Papiergold“ über die Börse. Da in der EU Rohstoff-ETFs auf einzelne Werte nicht erlaubt sind, nutzt man hier sogenannte ETCs (Exchange Traded Commodities).
- Vorteile: Sie sind extrem liquide, günstig im Kauf/Verkauf und meist sparplanfähig.
- Die deutschen Sonderwege: Besonders beliebt sind hierzulande Xetra-Gold (Deutsche Börse) und Euwax Gold II (Börse Stuttgart). Beide sind mit physischem Gold hinterlegt und verbriefen dem Anleger das Recht auf Auslieferung. Der große Pluspunkt: Durch dieses Auslieferungsrecht werden Kursgewinne steuerlich nach einem Jahr Haltedauer meist wie physisches Gold behandelt, sind also steuerfrei.
- Das Risiko: Rechtlich gesehen sind ETCs unbefristete Schuldverschreibungen. Das bedeutet, es gibt ein theoretisches Emittentenrisiko. Sollte der Herausgeber pleitegehen, ist das investierte Geld im schlimmsten Fall Teil der Insolvenzmasse (anders als beim Sondervermögen in Aktien-ETFs), auch wenn die physische Hinterlegung dieses Risiko in der Praxis minimieren soll.
3. Aktien: Minen- und Royalty-Unternehmen
In Ergänzung zu physischem Edelmetall und ETC-Investments können Aktien von Edelmetall-Förderern und Royalty/Fonds-Modellen eine interessante Risikoprämie liefern. Bei der Auswahl von liquiden, etablierten Titeln stehen drei Namen besonders im Fokus.
Newmont ist der weltweit größte Goldproduzent mit umfangreichen Projekten in Nord- und Südamerika sowie Afrika. Das Unternehmen bietet einen direkten Hebel auf steigende Gold- und Silberpreise und profitiert überproportional von Rallyephasen am Spotmarkt.
Die Aktie hat die Korrektur im Edelmetallsektor natürlich voll mitgenommen und steuert auf eine Unterstützung bei etwa 102,80 USD zu, hier verläuft auch die 50-Tagelinie. Die Aktie könnte im Falle einer Stabilisierung im Edelmetallsektor interessant werden.
Barrick Gold ist einer der größten Gold- und Kupferproduzenten der Welt mit Minen in mehreren Regionen. Die Aktie liegt seit Jahresbeginn rund 145 % im Plus.
Barrick Mining konnte am vergangenen Freitag die 50-Tagelinie noch halten, crashte vorbörslich aber weiter und handelt nun knapp über einer kleineren Unterstützungszone im Bereich der 34 USD-Marke.
Chancen & Risiken 2026: Rallye-Fortsetzung oder weitere Margin-Calls?
Können die Edelmetalle sich von dem Schock zu Jahresbeginn erholen – oder droht nach der historischen Rallye weiteres Rückschlagpotential? Die Antwort hängt von mehreren Faktoren ab, die das kommende Jahr zu einem echten Entscheidungsjahr machen.
Warum 2026 ein Entscheidungsjahr wird
Die Fed hat mit ihrer Zinssenkung am 10. Dezember 2025 ein Signal gesetzt – aber ein vorsichtiges. Der Leitzins liegt nun bei 3,50 bis 3,75 %, und die Notenbank signalisiert für 2026 nur noch eine weitere Zinssenkung. Mit der Nominierung von Kevin Warsh als neuem Notenbankchef der USA könnten sich die Rahmenbedingungen von Grund auf ändern. Es wird davon abhängen, wie die FED ihr Geldpolitik zukünftig ausrichtet. Dies kann die Preise von Edelmetallen weiter anfachen aber auch belasten.
Gleichzeitig bleibt das geopolitische Umfeld angespannt. Der World Gold Council identifiziert in seinem aktuellen Outlook (Dezember 2025) drei wesentliche Treiber für die nächsten zwölf Monate: erstens, ob die Konjunktur in den USA stärker abkühlt als erwartet; zweitens, wie sich geopolitische Risiken entwickeln; und drittens, ob Zentralbanken ihre Käufe fortsetzen. Alle drei Faktoren sprechen eher für als gegen Edelmetalle – aber die Unsicherheit bleibt hoch.
Was die Analysten für 2026 erwarten
Die großen Investmentbanken und Research-Häuser haben ihre Prognosen für 2026 vorgelegt. Ein Überblick:
Gold:
- Goldman Sachs sieht Gold bei 4.900 USD je Unze bis Ende 2026. In einer Investorenumfrage unter mehr als 900 institutionellen Kunden erwarten 36 % sogar einen Anstieg auf über 5.000 USD.
- Der Edelmetall-Spezialist Heraeus rechnet mit einer Konsolidierung und gibt eine breite Spanne von 3.750 bis 5.000 USD je Unze an. Begründung: Nach dem starken Anstieg sei eine Phase der Konsolidierung wahrscheinlich, bevor die Rallye weitergehen könne.
- Der World Gold Council arbeitet mit Szenarien: Im Basisszenario bewegt sich Gold seitwärts. Bei einer Konjunkturschwäche sind 5 bis 15 % Aufwärtspotenzial drin, bei einer globalen Krise sogar 15 bis 30 %.
Silber:
- BNP Paribas ist besonders bullisch und sieht Silber bei 100 USD je Unze bis Ende 2026 – das wäre ein Anstieg von rund 60 % gegenüber dem aktuellen Niveau.
- Heraeus prognostiziert eine volatile Entwicklung mit einer Spanne von 43 bis 62 USD. Nach dem Allzeithoch von über 64 USD im Dezember 2025 sei eine Konsolidierung wahrscheinlich, bevor der nächste Aufwärtsschub komme.
- Bank of America sieht Silber in der Spitze bis etwa 65 USD pro Unze – bei gleichzeitig erhöhter Korrekturgefahr nach dem Lauf.
Platin & Palladium:
- Für Platin gibt Heraeus eine Spanne von 1.300 bis 1.800 USD je Unze an. Der aktuelle Preis von rund 1.745 USD liegt bereits im oberen Bereich dieser Prognose. Das Angebotsdefizit dürfte sich 2026 verringern, aber der Markt bleibt unterversorgt.
- Bei Palladium ist die Lage differenzierter: Heraeus sieht eine Spanne von 950 bis 1.500 USD. Der aktuelle Preis von rund 1.513 USD liegt damit leicht über der oberen Grenze der Prognose. Die Analysten warnen vor einem wachsenden Überschuss durch rückläufige Automobilnachfrage, da Elektrofahrzeuge keine Katalysatoren benötigen.
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Wissenswert: Zentralbanken bleiben auf Käuferseite
Laut World Gold Council haben Zentralbanken 2025 erneut zwischen 750 und 900 Tonnen Gold gekauft – deutlich über dem Vor-Corona-Durchschnitt. Besonders aktiv: China, Indien und die Türkei. Die jährliche Umfrage zeigt die stärkste Kaufabsicht seit Beginn der Erhebung 2019. Für 2026 wird erwartet, dass diese Käufe anhalten – ein Rückenwind für den Goldpreis.
Chancen 2026
Das Setup für Edelmetalle bleibt übergeordnet intakt. Solange Realzinsen und Dollartrend nicht klar gegen Edelmetalle laufen, bleibt Gold das strategische Sicherheitsasset – und die Zentralbanknachfrage wirkt wie ein „Floor“, der Rücksetzer oft schneller beendet als viele erwarten.
- Gold als Stabilitätsanker: Der Markt reagiert extrem sensibel auf jede neue Zinssenkungs- oder Unsicherheitswelle. Der aktuelle Rücksetzer bei Gold könnte eine Chance darstellen.
- Silber mit Spekulationscharakter: Silber handelte auf Rekordniveaus und hatte Gold deutlich outperformt. Die aktuelle Spekulationsblase bei Gold mit zahlreichen Margin-Calls bietet Risiken und Chancen gleichermaßen.
- Platin vor struktureller Enge: Der World Platinum Investment Council (WPIC) erwartet für 2025 ein großes Defizit von 692.000 Unzen. Genau solche Engpässe sind der Nährboden, auf dem 2026 auch Platin weiter zulegen könnte, wenn sich die Lage am Gesamtmarkt stablisiert.
- Minenaktien als Hebel: Während der Goldpreis 2025 um rund 60 % stieg, legten Titel wie Barrick Gold und Newmont um 130 bis 145 % zu. Bei sich stabilisierenden Edelmetallpreisen bieten Minenaktien überproportionale Gewinnchancen.
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Risiken 2026
Nach dem historischen Crash im Sektor sind auch weitere Margin-Calls und Stop-Wellen nicht ausgeschlossen. Die Steigungswinkel waren und sind weiter hoch:
- Margin-Calls: Sollten weiteren Banken oder Hedgefonds in Schieflage geraten, könnte das noch mehr Druck auf den Sektor auslösen. Weitere Kursverluste sind durchaus denkbar.
- Zinswende bleibt aus: Die Fed signalisiert nur noch eine Zinssenkung für 2026. Sollte die Inflation hartnäckig bleiben und die Notenbank ihren Lockerungskurs stoppen – oder gar umkehren –, würde das den Opportunitätskosten-Nachteil von Gold wieder erhöhen.
- Rezession trifft Industriemetalle: Während Gold in einer Rezession typischerweise profitiert, könnten Platin und Palladium unter Druck geraten. Beide sind stark von der Automobil- und Industrienachfrage abhängig.
- Unternehmensrisiken bei Minen: Steigende Produktionskosten, politische Instabilität in Förderländern und operative Probleme können Minenaktien belasten – selbst wenn der Goldpreis steigt.
Fazit
Nach der Ausnahmerallye 2025 und dem Crash am Freitag bleibt die Lage unübersichtlich. Es ist unklar, wann sich der Sektor beruhigt. Weitere Panikverkäufe in Richtung der charttechnisch relevanten Zonen könnten langfristige Chancen mit sich bringen – bei gleichzeitig erhöhtem Risiko. Nehmt daher Abstand von Hebelprodukten und achtet auf die Positionsgrößen.
Offenlegung wegen möglicher Interessenkonflikte
Die Autoren sind im besprochenen Wertpapier bzw. Basiswert zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Analyse investiert (Silber).
Transparenzhinweis. Der Artikel dient nur Informationszwecken und stellt keinen Aufruf zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren dar. Die im Artikel vorgestellten Derivate werden durch die Redaktion ausgesucht. Wir arbeiten aber mit ausgewählten Emittenten zusammen, die mit der Goldesel Trading & Investing GmbH in einer Geschäftsbeziehung stehen. Bitte beachten Sie: Der Handel mit Derivaten ist mit einem erheblichen Risiko verbunden und kann unter Umständen zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen.
