Droht der EZB eine Wiederholung des Fehlers von 2011?
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Die Debatte kommt zu einem sensiblen Zeitpunkt. Nach dem jüngsten Anstieg der Energiepreise und einer erneuten Beschleunigung der Inflation verdichten sich die Hinweise, dass die Währungshüter ihre Geldpolitik straffen könnten. Gleichzeitig zeigen zahlreiche Konjunkturindikatoren eine spürbare Abschwächung der europäischen Wirtschaft.
Die Inflation im Euroraum liegt inzwischen bei 3,2 % und damit deutlich über dem Zielwert der EZB von 2 %. Verantwortlich dafür sind vor allem gestiegene Energiepreise infolge der geopolitischen Spannungen im Nahen Osten. Auch die Inflationserwartungen von Unternehmen und Verbrauchern haben zuletzt angezogen. Mehrere Vertreter der Europäischen Zentralbank signalisierten daher, dass sie die Gefahr einer dauerhaften Verfestigung höherer Preissteigerungen ernst nehmen.
