Kommentar

Drei Tradingideen für die Jahresendrally

Die Jahresendrallye ist in vollem Gange und scheint länger zu dauern als erwartet. Drei Aktien, die es sich lohnt, im Auge zu behalten.

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Die Aktien- und Anleihenmärkte haben in letzter Zeit von gesunkenen Inflationsraten und Spekulationen über zukünftige Zinssenkungen profitiert. Es wird nun darüber diskutiert, wann die ersten Leitzinssenkungen im Jahr 2024 erfolgen könnten. Welche Unternehmen haben 2024´3 noch Potential?

Tradingidee 1: Kontron-Aktie

Nach Börsenschluss am Mittwochabend gab Kontron bekannt, dass eine Aktienplatzierung bevorsteht. Die Privatbank Hauck & Aufhäuser bietet einem Anteilseigner die Möglichkeit, bis zu eine Million Aktien in einem beschleunigten Verfahren zu verkaufen. Am Donnerstagmorgen wurde bekannt gegeben, dass die Platzierung zu einem Preis von 21 Euro pro Aktie erfolgt ist.

In den letzten Wochen und Monaten konnte Kontron kontinuierlich positive Entwicklungen verzeichnen, was zu einem starken Aufwärtsmomentum geführt hat. Am 3. November wurde zudem die Nettoergebnis-Prognose für das Jahr 2023 von über 66 Millionen Euro auf über 72 Millionen Euro angehoben. Als Reaktion darauf haben Jefferies, Warburg Research und Hauck Aufhäuser ihre Kursziele nach oben korrigiert.

Gemäß der charttechnischen Analyse war die Marke von 22 Euro am Donnerstag eine Widerstandsmarke. Wenn jedoch der Gesamtmarkt weiterhin stark bleibt, ist es wahrscheinlich, dass das Hoch bei 22,6 Euro in naher Zukunft erneut erreicht wird.

Wenn man am Donnerstag nicht in die Kontron-Aktie investiert hat, kann abwarten, ob die Marke von 22 Euro nachhaltig überwunden wird. Sobald dies geschieht, könnte man diese Marke als Absicherung verwenden und beispielsweise einen Stop-Loss setzen, um potenzielle Verluste zu begrenzen.

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Tradingidee 2: Friedrich-Vorwerk-Aktie

Es ist ratsam, Friedrich Vorwerk im Auge zu behalten. Obwohl einige Aktien eine Korrekturbewegung durchlaufen, werden gleichzeitig Titel aufgegriffen, die bereits ihre Verschnaufpause hinter sich haben. Solche Rotationsbewegungen sind typisch für bullische Marktphasen und sollten positiv bewertet werden.

Der hohe Auftragseingang, das bestätigte EBITDA-Margenziel von 8-11% sowie die Hoffnung von CFO Hameister auf ein erhebliches Auftragsvolumen in den kommenden Jahren haben dazu geführt, dass die Friedrich-Vorwerk-Aktie nach dem Q3-Bericht zuletzt an Fahrt gewonnen hat.

Um weiteres Momentum zu generieren, muss die Aktie ein neues Tageshoch über 13,10 Euro erreichen und den Abwärtstrend durchbrechen. In diesem Fall könnte Schwung aufkommen - daher sollte sie auf der Watchlist stehen!

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Tradingidee 3: Vonovia-Aktie

Im Immobiliensektor gibt es derzeit eine vielversprechende Situation, die möglicherweise zu einer neuen Entwicklung in der Branche führen könnte. Diese Entwicklung wurde durch die Hoffnung auf Zinssenkungen im Ausland verstärkt.

Am 3. November hat das Immobilienunternehmen Vonovia seine Prognose für das Gesamtjahr konkretisiert. Der operative Gewinn FFO wird voraussichtlich bei rund 1,85 Mrd. Euro liegen, was auf geringere Investitionen und das Marktumfeld zurückzuführen ist. Das gesamte EBITDA soll nun am unteren Ende der Spanne von 2,6 bis 2,85 Mrd. Euro liegen. Im Zeitraum von Januar bis September gab es einen Rückgang des FFO von 1,58 auf 1,45 Mrd. Euro aufgrund von Verlusten durch Portfolio-Bewertungsverluste. Im dritten Quartal allein erzielte Vonovia nach Steuern und Dritten einen Gewinn von etwa 405 Mio. Euro im Vergleich zu 329 Mio. Euro im Vorjahr. Für das Jahr 2024 wird ein moderater Rückgang des FFO erwartet, bedingt durch höhere Steuern und Zinsen, während das bereinigte EBITDA und die Mieterlöse voraussichtlich auf dem Niveau des Vorjahres bleiben werden.

Die Vonovia-Aktie hat positiv auf diese Zahlen reagiert und sich in den folgenden Tagen stabilisiert. Im wöchentlichen Chart liegt der nächste Widerstand bei etwa 27,5 Euro. Um einen günstigen Einstiegspunkt zu finden, würde ich auf einen möglichen Rücksetzer in den kommenden Tagen warten.

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