Donald Trump am Pokertisch – Tag der „Befreiung“ und der Entscheidung
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Heute setzt Donald Trump alles auf eine Karte. Natürlich kann es sein, dass sich der US-Präsident am Ende durchsetzt und bessere Deals auf alles verhandeln wird, aber realistisch ist es nicht. Trump gegen die ganze Welt bedeutet eben im Zweifel eben auch die ganze Welt gegen Trump. Es sollte nicht als gesetzt angesehen werden, dass die Länder der Erde so mit sich reden lassen. Die Stabilisierung im DAX wird zumindest von der Hoffnung getragen, dass Trump am Ende zu Zugeständnissen bereit sein wird.
Der US-Präsident mag zwar ein starkes Wahlergebnis zu Hause eingefahren haben, aber die USA stehen mit einem Fuß in der Rezession. Zwar mag Trump so tun, als könne man eine Rezession beliebig starten und auch wieder stoppen. Das muss aber nicht gutgehen, zumal die „Bidenomics“ unter Inkaufnahme enormer Neuverschuldung eine amerikanische Sonderstellung erzeugten. Sie verlängerten 2023 und 2024 das Wirtschaftswachstum der USA, obwohl die gesamte Welt bereits einen Abschwung erlebte.
Die Anleihemärkte in den USA warnen bereits seit Juli 2022 vor einer Rezession, doch bislang konnte sie vermieden werden. Beginnt sie einmal, können sich Entwicklungen verselbstständigen, die man nicht mehr so einfach einfangen kann. Will man sie einfangen, wird das meist teuer. Der Scherbenhaufen, den Trump zusammenkehren muss, wenn die anderen Länder seinen Bluff durchschauen, wird riesig sein.
Das gilt auch für den Frontalkurs in der Zollpolitik, der selbst enge Partner der USA vor den Kopf stößt. Selbst alte Rivalen arbeiten jetzt zusammen, wie man am Zusammenrücken Chinas, Japans und Südkoreas sehen kann. Dabei geht es ausgerechnet um den Handel mit Halbleitern und Chips, von dessen Zugang die USA China eigentlich abschneiden wollen. Die Zollpolitik des US-Präsidenten hat also Ergebnisse, die dem gewünschten diametral entgegenstehen.
Am Ende könnte mit herbeieilenden Notenbanken ein Mechanismus greifen, der immer bei großen wirtschaftlichen Katastrophen gegriffen hat. Die Fed hat ihren Verkauf von Staatsanleihen fast gestoppt. Diese wurden während des wirtschaftlichen Notfalls der Pandemie gekauft und sollten nun wieder abgestoßen werden. Dazu wird es wohl nicht kommen. Schon jetzt haben sich die Märkte auf drei Leitzinssenkungen der Fed noch in diesem Jahr eingeschossen. Eine vierte könnte 2026 folgen. Die noch vor fünf oder sechs Monaten angedachte Normalisierung der Geldpolitik ist abgesagt. Die US-Notenbank steht bereit, die wirtschaftlichen Folgen der Zollpolitik einzufangen. Notfalls auch wieder mit dem Kauf von noch mehr Staatsanleihen.
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