DOLLAR GENERAL: EPS-Guidance um 60 Cent nach oben korrigiert
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Dollar General übertrifft im zweiten Quartal sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn deutlich die Markterwartung und hebt die Jahresprognose bereits zum zweiten Mal in Folge an. Die Aktie notiert in einer ersten Reaktion rund 9,3 % höher.
Auf einen Blick
- Der Umsatz steigt im zweiten Quartal um 5,2 % auf 11,3 Mrd. USD und übertrifft den Analystenkonsens von 11,20 Mrd. USD.
- Das verwässerte EPS springt von 1,86 USD auf 2,48 USD und liegt damit über der durchschnittlichen Schätzung von 2,01 USD.
- Ein Zollrückerstattungseffekt trägt rund 0,25 USD zum EPS und etwa 66 Basispunkte zur operativen Marge bei.
- Dollar General hebt die EPS-Prognose für Geschäftsjahr 2026 von 7,20 bis 7,45 USD auf 7,80 bis 8,00 USD an.
- Die Aktie notiert in einer ersten Reaktion rund 9,3 % höher.
Der Discount-Einzelhändler, dessen Läden vor allem im Süden, Südwesten, Mittleren Westen und Osten der USA günstige Alltagswaren anbieten, meldet für das zweite Quartal einen Nettoumsatz von 11,3 Mrd. USD. Das entspricht einem Plus von 5,2 % gegenüber dem Vorjahresquartal und liegt über der durchschnittlichen Analystenschätzung von 11,20 Mrd. USD. Das verwässerte EPS steigt von 1,86 USD auf 2,48 USD und übertrifft damit den Konsens von 2,01 USD deutlich, der Nettogewinn wächst um 33,8 % auf 550,3 Mio. USD.
Das operative Ergebnis legt um 29,2 % auf 769,2 Mio. USD zu, die operative Marge klettert von 5,55 % auf 6,81 %. Ein Teil dieses Sprungs ist jedoch Sondereffekten geschuldet: Das Unternehmen beziffert den Effekt aus Zollrückerstattungen, nach entsprechenden Reinvestitionen, auf rund 66 Basispunkte bei der operativen Marge und auf etwa 0,25 USD beim verwässerten EPS. Ohne diesen Einmaleffekt wäre der Gewinnsprung spürbar moderater ausgefallen. Die zugrunde liegende Entwicklung bei Bruttomarge und Kostenstruktur bleibt dennoch solide: Die Bruttomarge steigt von 31,34 % auf 32,60 %, während die Vertriebs- und Verwaltungskosten mit 25,79 % der Erlöse gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert bleiben.
Kennzahlen des Quartals im Überblick: Ergebnis, Umsatz und Umsatzverteilung von DOLLAR GENERAL CORP. (Quelle: Unternehmensangaben)
Der Traffic trägt, nicht nur der Bon
Die vergleichbaren Umsätze wachsen im Quartal um 3,5 %, getrieben von einem Plus von 2,0 % bei der Kundenfrequenz und 1,5 % beim durchschnittlichen Bonwert. Nach Unternehmensangaben ist es bereits das fünfte Quartal in Folge mit wachsendem Kundenverkehr und das sechste Quartal mit positivem vergleichbarem Umsatzwachstum in allen vier Warengruppen, wobei Consumables mit 9,3 Mrd. USD weiterhin den größten Anteil am Umsatz stellt. Diese Breite der Entwicklung, quer durch Lebensmittel, Saisonware, Haushaltswaren und Bekleidung, spricht für eine Erholung, die nicht allein auf einem Sondereffekt beruht, sondern operativ getragen wird.
CEO Todd Vasos betont, die Ergebnisse hätten die eigenen Erwartungen übertroffen, selbst noch bevor der Vorteil aus den Zollrückerstattungen eingerechnet werde. Diese Aussage stützt die Lesart, dass das Quartal auch ohne den Sondereffekt operativ überzeugt hätte, auch wenn das exakte Ausmaß ohne den Steuerrückfluss offen bleibt.
Umsatz und Ergebnis je Aktie im Quartalsverlauf inkl. Analystenschätzungen. (Quelle: Unternehmensangaben)
Ausblick
Dollar General hebt die Prognose für das Geschäftsjahr 2026 zum zweiten Mal in Folge an, nachdem bereits im Juni eine Anhebung erfolgt war. Das Unternehmen erwartet nun ein Nettoumsatzwachstum von 4,0 % bis 4,3 % gegenüber zuvor 3,7 % bis 4,2 % sowie ein Wachstum der vergleichbaren Umsätze von 2,5 % bis 2,9 % statt bisher 2,2 % bis 2,7 %. Beim verwässerten EPS lautet die neue Spanne 7,80 bis 8,00 USD, deutlich über der bisherigen Prognose von 7,20 bis 7,45 USD. Die implizite Wachstumsrate des Nettoumsatzes bewegt sich damit weiterhin im Rahmen des in den vergangenen Quartalen gezeigten Tempos von rund 3 bis 6 %; eine Beschleunigung über das laufende Niveau hinaus signalisiert die Prognose nicht.
Wichtig für die Einordnung: Auch die EPS-Guidance enthält weiterhin den bereits realisierten Zollrückerstattungseffekt von rund 0,25 USD aus dem zweiten Quartal, für die zweite Jahreshälfte erwartet das Unternehmen dagegen keinen wesentlichen Effekt mehr aus dieser Quelle. Die Anhebung der Jahresprognose stützt sich damit überwiegend auf das bereits gelaufene erste Halbjahr und ein als robust eingeschätztes zweites Halbjahr, nicht auf eine neue Erwartungshaltung an weitere Sondereffekte. Zusätzlich plant der Konzern Aktienrückkäufe von bis zu 700 Mio. USD im laufenden Jahr und hält an Investitionen von 1,4 bis 1,5 Mrd. USD sowie rund 460 neuen Filialen in den USA und Mexiko fest.
Tagesschlusskurse der DOLLAR GENERAL CORP-Aktie über ein Jahr. (Quelle: stock3)
Kennzahlen im Überblick
| Kennzahl | 2025 | 2027e | 2028e |
|---|---|---|---|
| Umsatz | 42,72 Mrd. USD | 44,42 Mrd. USD | 46,29 Mrd. USD |
| EPS | 6,85 USD | 7,40 USD | 8,04 USD |
*e = erwartet (Analystenkonsens, bei US-Unternehmen auf Non-GAAP-Basis); Ist-Jahr 2025 wie berichtet (GAAP)
Fazit: Umsatz und Gewinn liegen deutlich über den Erwartungen, und die zum zweiten Mal in Folge angehobene Jahresprognose bestätigt die operative Erholung der vergangenen Quartale. Ein spürbarer Teil des Margen- und EPS-Sprungs stammt allerdings aus dem Zollrückerstattungseffekt, der sich im zweiten Halbjahr nach eigener Aussage nicht wiederholen dürfte, während die zugrunde liegende Wachstumsrate bei Umsatz und Same-Store-Sales solide, aber nicht beschleunigt bleibt. Auf Basis der Gewinnschätzungen sinkt das KGV von 17,4 (trailing) auf rund 16,6 für 2027e und 15,3 für 2028e, was angesichts des erwarteten EPS-Wachstums von 9 % im Jahr 2028 eine gewisse Substanz hinter der Bewertung andeutet. Die breite Erholung von Kundenfrequenz und Warengruppen liefert der Aktie einen soliden Unterbau, auch wenn der Beitrag der Zollrückerstattungen die Ergebnisqualität dieses Quartals schmälert.
Dieser Beitrag ist unter Einsatz Künstlicher Intelligenz entstanden.
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