Analyse

DOCUSIGN - Brandgefährliche Situation für das Chartbild

Auch die Aktie des elektronischen Signaturanbieters kam in den letzten Tagen gehörig unter Druck. Intervenieren jetzt nicht schnellstmöglich die Bullen, droht eine Korrektur, die sich gehörig gewaschen haben könnte.

Erwähnte Instrumente

  • Docusign Inc
    ISIN: US2561631068Kopiert
    Kursstand: 180,160 $ (NASDAQ) - Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung
    VerkaufenKaufen
  • Docusign Inc - WKN: A2JHLZ - ISIN: US2561631068 - Kurs: 180,160 $ (NASDAQ)

Docusign ist ein Unternehmen im E-Siganturbereich. Hierbei stellt DocuSign Anwendungen für die Automatisierung und Digitalisierung eines Vertragsprozesses bereit. Dieses Geschäftsmodell profitiert enorm von der Corona-Krise und damit verbundenen Home-Office-Aktivitäten und der generell zunehmenden Digitalisierung, wie sich leicht am Aktienkurs erkennen lässt. Im September letzten Jahres wurde hier das ATH bei 290,23 USD gefunden, worauf Gewinnmitnahmen einsetzten. Seither verläuft der Aktienkurs relativ unspektakulär. Ausgebildet wurde eine Range zwischen 181,50 und 275,46 - 290,23 USD. Der Support bei 181,50 EUR wurde hierbei oftmals angelaufen, doch leistete stets treue Dienste. Mit den gestrigen Verlusten scheint diese mächtige Unterstützung nun in die Hände der Bären gefallen zu sein.

Problematik einer Rücklaufbewegung

Bricht der Support per Tagesschlusskurs endgültig weg, steht zunächst das technische Sell-Signal. Aufgrund der dynamischen Aufwärtsbewegung im letzten Jahr, sind jedoch weit und breit keine Unterstützungen auszumachen. Der erste erkennbare Support ist bei 118,21 USD auszumachen, danach bei 92,55 USD auszumachen. Dies entspricht einem theoretischen Korrekturpotenzial von fast 50 %, rein aus technischer Perspektive. Ob dieses Potenzial tatsächlich ausgereizt werden würde kann zum jetzigen Zeitpunkt nicht beantwortet werden, doch fest steht: Durch die fehlenden Unterstützungen könnte eine Verkaufswelle schnell an Fahrt aufnehmen. Voraussetzung für dieses bärische Setup ist ein nachhaltiger Bruch (!) des Supports bei 181,50 EUR, möglicherweise durch Verluste in heutigen Handel.

Doch was wenn Käufer zum Gegenschlag ausholen? Kann trotz der akuten Bruchgefahr die Unterstützung verteidigt werden, wird zunächst weiterhin der Range verblieben. Ein Kursziel eines bullischen Konters liegt beim Zwischenhoch bei 236,11 EUR. Bei Kursen über diesem Niveau liegt das nächste Ziel im Widerstandsbereich bei 275,46 - 290,23 USD.

Welches Szenario präferieren?

Durch die Schwäche der letzten Tage und des bisher fehlenden Kaufinteresse an diesem entscheidenden Support liegt tatsächlich eine weitere Korrekturbewegung nahe. Wird der Sell-Trigger ausgelöst, könnte es sich bei der Kursentwicklungen der letzten Monaten um eine Topbildung statt um eine bullische Konsolidurung handeln. Um sich nicht voreilig zu positionieren, sollte die Entwicklung des heutigen Handels bzw. der nächsten Handelstage abgewartet werden. Bleiben Spekulanten auf der Shortseite weiterhin aktiv, könnte mit einer Absicherung am Wochentief der Short-Einstieg versucht werden.

Bilden sich jedoch erkennbare Stabilisierungs- und Umkehrmuster, ergibt sich die Chance eines Turnaorunds.

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Über den Experten

Johannes Büttner
Johannes Büttner

Johannes Büttner begann bereits in Jugendjahren sich für die Börsenwelt zu interessieren. Nachdem er bereits zu Schulzeiten mit ersten Aktien handelte, vertiefte er seither kontinuierlich sein Wissen und wurde selbst zu einem aktiven Trader. Seine Faszination an den internationalen Finanzmärkten schlug sich vor allem in der Vertiefung seines Wissens im Bereich der Charttechnik nieder. Im Herbst 2019 absolvierte er seinen Bachelor in Wirtschaftswissenschaften und nahm sein Masterstudium im Fach Business Administration auf. Sein Handelsschwerpunkt liegt auf Aktien, Indizes, Rohstoffen und Währungen. Im Mittelpunkt seiner Analysen steht die technische Analyse. Hierbei fokussiert er sich auf die klassische Chartanalyse. Die persönliche Handelsstrategie von ihm besteht aus einem Mix aus optimalen CRV-Setups, Antizyklik und dem Turnaround-und Outbreakhandel. Dabei handelt er im kurz-bis mittelfristigen Bereich vorrangig mit Hebelprodukten und Optionsscheinen.

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