Analyse
12:00 Uhr, 06.03.2026

Direkte "Profiteure" vom Iran-Krieg: Analyst nennt diese Namen

Für Investoren offenbart eine mögliche militärische Eskalation im Nahen Osten ein moralisches Dilemma: Während Konflikte menschliches Leid verursachen, können sie zugleich neue Nachfrage für bestimmte Bereiche der Rüstungsindustrie auslösen.

Erwähnte Instrumente

  • ISIN: US0080731088Kopiert
    Kursstand: 220,560 $ (Nasdaq) - Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung
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  • ISIN: US50077B2079Kopiert
    Kursstand: 85,539 $ (Nasdaq) - Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung
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  • AeroVironment Inc. - WKN: A0MJX7 - ISIN: US0080731088 - Kurs: 220,560 $ (Nasdaq)
  • Kratos Defense & Security Sol. - WKN: A0YAND - ISIN: US50077B2079 - Kurs: 85,539 $ (Nasdaq)
  • Redwire Corp - WKN: A3D013 - ISIN: US75776W1036 - Kurs: 9,070 $ (NYSE)
  • Karman Holdings Inc. - WKN: A411WA - ISIN: US4859241048 - Kurs: 97,140 $ (NYSE)
  • TransDigm Group Inc. - WKN: A0JEP3 - ISIN: US8936411003 - Kurs: 1.294,960 $ (NYSE)
  • HEICO Corp. - WKN: 889997 - ISIN: US4228061093 - Kurs: 307,360 $ (NYSE)
  • AAR Corp. - WKN: 862821 - ISIN: US0003611052 - Kurs: 110,710 $ (NYSE)

Steigt der Konflikt zwischen den USA und Iran zu einem längeren Krieg mit Bodentruppen aus, könnten mehrere spezialisierte Rüstungsunternehmen deutlich profitieren. Zu diesem Schluss kommt der Analyst Michael Leshock von der KeyBanc. Besonders gefragt wären demnach Systeme, die unmittelbar im Gefecht verbraucht werden oder schnell ersetzt werden müssen. Dazu zählen Drohnen, Kamikaze-Drohnen, Luftabwehrsysteme sowie Wartungs- und Logistikleistungen für militärisches Gerät.

Der Analyst nennt vor allem AeroVironment, Redwire, Kratos Defense und Karman Holdings als potenzielle Gewinner einer militärischen Eskalation. Ihre Produkte seien eng mit aktuellen Einsatzanforderungen verbunden und könnten bei steigender militärischer Aktivität schnell zusätzliche Nachfrage generieren.


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Drohnen im Fokus eines möglichen Bodeneinsatzes

Sollte der Konflikt in eine längere Bodenoperation übergehen, würden zunächst Systeme profitieren, die unmittelbar im Einsatz verbraucht oder stark beansprucht werden. Leshock verweist dabei insbesondere auf Drohnen und sogenannte Kamikaze-Drohnen. Dabei handelt es sich um unbemannte Flugkörper, die über einem Zielgebiet kreisen können und sich beim Angriff selbst zerstören.

AeroVironment gilt hier als besonders direkt exponiert. Das Unternehmen liefert taktische Drohnen sowie Kamikaze-Drohnen, die bereits in mehreren aktuellen Konflikten eingesetzt werden. Laut KeyBanc könnte sich eine Nachfrageentwicklung ergeben, die an die frühen Phasen des Ukraine-Kriegs erinnert, als militärische Drohnensysteme innerhalb kurzer Zeit stark nachgefragt wurden.

Auch Redwire könnte profitieren. Das Unternehmen ist über die Tochter Edge Autonomy in Aufklärungs- und Überwachungsplattformen involviert, darunter die Systeme "Stalker“ und "Penguin“. Mit steigender militärischer Aktivität würde insbesondere der Bedarf an ISR-Fähigkeiten zunehmen, also an Aufklärung, Überwachung und Zielidentifikation.

Kratos Defense wiederum könnte mit Plattformen wie dem Drohnensystem 2Mighty Hornet IV“ zusätzliche Nachfrage sehen. Diese Systeme zählen zu den kleineren unbemannten Fluggeräten, die in modernen Konflikten zunehmend als kostengünstige Ergänzung zu bemannten Systemen eingesetzt werden.

Neben unmittelbar eingesetzten Waffen profitieren in militärischen Konflikten häufig auch Unternehmen, die Wartung, Ersatzteile oder logistische Unterstützung liefern. Je intensiver Flugzeuge und militärische Systeme genutzt werden, desto höher fällt der Bedarf an Instandhaltung und Ersatzteilen aus.

KeyBanc sieht hier potenzielles zusätzliches Geschäft für AAR., HEICO und TransDigm. Alle drei Unternehmen haben eine starke Position im sogenannten Aftermarketgeschäft der Luftfahrt, also bei Wartung, Reparatur und Ersatzteilen. Steigt das Einsatztempo militärischer Plattformen, wächst typischerweise auch der Bedarf an diesen Dienstleistungen.

Zweite Phase: Wiederauffüllen der Waffenlager

Sollte ein Konflikt länger dauern, verschiebt sich laut KeyBanc das Ausgabenmuster der Verteidigungsetats. Nach der ersten Phase intensiver Nutzung beginnt typischerweise eine Phase des Wiederauffüllens militärischer Lagerbestände. In dieser Phase geht es weniger um unmittelbaren Einsatzbedarf, sondern stärker um langfristige Produktionskapazitäten und neue Beschaffungsprogramme.

Hier sieht der Analyst vor allem Karman Holdings und erneut Kratos Defense in einer guten Position. Karman ist an zahlreichen großen Rüstungsprogrammen beteiligt und liefert Komponenten für verschiedene Systeme. Steigen die Beschaffungsvolumina, könnte das Unternehmen über mehrere Programme hinweg profitieren.

Kratos wiederum ist stark in Antriebssystemen wie Feststoffraketenmotoren sowie in Technologien rund um Hyperschallwaffen aktiv. Gerade in Bereichen wie Hyperschall- oder Präzisionsschlagfähigkeiten erwarten Analysten langfristig steigende Verteidigungsausgaben.

Auch AeroVironment könnte über die unmittelbare Nachfrage hinaus profitieren. Der Konzern verfügt laut KeyBanc über Produktionskapazitäten, die sich relativ schnell hochfahren lassen. Gerade bei Systemen mit hohem Verbrauch im Gefecht werde die Fähigkeit zur schnellen Skalierung zunehmend zum entscheidenden Wettbewerbsvorteil.

Fazit: Ob man in solche direkten Kriegsprofiteure investiert bleibt jedem selbst überlassen. In der heutigen Zeit gehört Rüstung wieder zu unserem Alltag. Die vorgestellten Unternehmen haben aber fast alles etwas gemeinsam: Sie sind schon extrem teuer bewertet. Die Börse hat hier also längst vorausgedacht. Daher sind Stoppkurse Pflicht.

Kratos Defense & Security Sol.-Aktie
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1 Kommentar

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  • AnJay
    AnJay

    Heute war ich überrascht, aber Hegseth meinte, dass die USA mittels $10k Waffe gegen die $20k Shaheds vorgeht. Etwas Recherche : Die USA haben Shaheds reverse engineered und vereinfacht und sie werden von einem Startup namens SpektreWorks gebaut. Das System heisst LUCAS (Low-Cost Uncrewed Combat Attack System).
    "

    esponding to a question from The War Zone at a press conference at CENTCOM headquarters in Tampa, Florida, the admiral leading the war against Iran praised the Low-Cost Uncrewed Combat Attack System (LUCAS) kamikaze drone. Based on the Iranian Shahed-136, these weapons were used in combat for the first time just six days ago. They were fired against unspecified Iranian targets in the opening salvos of the Operation Epic Fury joint U.S.-Israeli attack on Iran and repeatedly since.

    The War Zone has advocated for the procurement of this exact class of drone by the American military and today, Adm. Brad Cooper backed up that assessment."

    12:23 Uhr, 06.03.