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19:05 Uhr, 05.09.2026

Die Woche in Zahlen: Steigende Ölpreise belasten die europäischen Börsen

Brent verteuert sich um 9,3 % auf 96,28 USD und drückt DAX sowie EuroStoxx 50 nach unten: Die US-Indizes zeigen sich davon unbeeindruckt.

Der Ölpreis gab in dieser Woche den Takt vor: Brent verteuerte sich um 9,3 % auf 96,28 USD und rückte damit in Sichtweite der 100-Dollar-Marke. In Europa kostete das Kurse — der DAX gab 1,9 % auf 26.061 Punkte nach, der EuroStoxx 50 1,3 %. Die amerikanischen Indizes hielten dagegen ihr Niveau, der Nasdaq 100 schloss 0,4 % höher, der S&P 500 kam auf 0,1 %.

Wochenbilanz – Die Woche in Zahlen

Wochenbilanz

Was die Woche prägte

Bestimmend war in dieser Woche, was von außen auf die Bewertungen drückte: die Eskalation am Golf und die Frage, ob die Notenbanken die Zinsen doch nach oben anheben werden. Aus den Unternehmen selbst kamen dagegen überwiegend gute Nachrichten.

Was die Woche prägte – Die Woche in Zahlen

Was die Woche prägte

Chart der Woche: Sandisk +17,2 %

Mit einem Plus von 17,2 % stellte Sandisk in dieser Woche jede Indexbewegung in den Schatten. Der Verlauf verteilte sich dabei nicht auf einen einzelnen Sprung: Das Wochentief lag gleich am ersten Handelstag, das Hoch am letzten, dazwischen legte der Kurs in Etappen zu. Der Wert stand damit nicht allein — auch Dell gewann nach angehobenem Jahresausblick 14,9 %, sodass die Hardware-Seite des Technologiesektors die Woche über gesucht blieb.

Chart der Woche: Sandisk +17,2 % – Die Woche in Zahlen

Chart der Woche: Sandisk +17,2 %

Sektoren im Blick

Nur die Energie schloss diesseits und jenseits des Atlantiks im Plus, in den USA mit 2,2 %, in Europa mit 1,8 % — die direkte Übersetzung des Ölpreisanstiegs ins Sektortableau. Darunter liefen die Vorzeichen auseinander: Technologie und Versorger legten in den USA leicht zu, in Europa verloren sie jeweils rund 2 %. Die europäische Industrie fiel mit einem Abschlag von 3,1 % ans Ende der Skala und spannte die Bandbreite des Kontinents auf 4,9 Prozentpunkte auf. In den USA traf es am härtesten den zyklischen Konsum mit 2,0 % Minus.

Sektoren im Blick – Die Woche in Zahlen

Sektoren im Blick

Aktien im Fokus: Deutschland

Die Rüstungswerte, seit Monaten die Stütze des deutschen Marktes, gaben in dieser Woche geschlossen nach: Rheinmetall verlor 10,4 %, auch Renk und Hensoldt gerieten deutlich unter Druck — ein wesentlicher Teil der Schwäche des europäischen Industriesektors. Noch etwas deutlicher fiel Nemetschek mit 10,7 % zurück. Auf der anderen Seite honorierten Anleger konkrete Unternehmensnachrichten: Volkswagen gewann 5,0 %, nachdem der Aufsichtsrat dem Sparpaket einstimmig zugestimmt hatte, Fuchs kam nach übertroffenen Quartalszahlen und einer Hochstufung auf 6,7 %. Solche Fälle blieben die Ausnahme — im MDAX beendeten 39 von 50 Werten die Woche im Minus. Puma verlor ebenfalls, belastet von den schwachen Zahlen des Wettbewerbers Lululemon.

Aktien im Fokus: Deutschland – Die Woche in Zahlen

Aktien im Fokus: Deutschland

Aktien im Fokus: USA

Dieselbe Meldung schlug in den USA ungleich härter ein: Lululemon büßte 16,7 % ein, nachdem Umsatz und Ergebnis je Aktie sowohl unter dem Vorjahr als auch unter dem Konsens lagen. Noch tiefer rutschten Fair Isaac mit 19,2 %, wo VantageScore das Monopol im Scoring-Geschäft angreift, und Edison International mit 19,1 % unter dem Eindruck der Waldbrand-Haftungsrisiken. Dass Ciena trotz starker Quartalszahlen 15,2 % verlor, zeigt, wie wenig Geduld der Markt in dieser Woche mit bereits eingepreisten Erfolgen hatte. Die schmale Indexbilanz täuscht ohnehin: Im S&P 500 standen 294 Verlierern nur 209 Gewinner gegenüber.

Aktien im Fokus: USA – Die Woche in Zahlen

Aktien im Fokus: USA

Makro-Überraschungen der Woche

Die deutlichste Abweichung vom Konsens lieferte der US-Arbeitsmarkt: Die privaten Beschäftigtenzahlen für August fielen am Freitag weit besser aus als erwartet — zwei Tage nachdem die ADP-Erhebung noch unter den Prognosen geblieben war. In Kanada ging die Beschäftigung im August deutlich zurück, während Ökonomen einen Zuwachs veranschlagt hatten. Die Schweiz meldete gleich zwei Überraschungen nach oben: Die Jahresinflation lag im August bei 0,8 % statt der erwarteten 0,5 %, die Wirtschaft wuchs im zweiten Quartal um 2,3 % gegenüber prognostizierten 1,7 %.

Makro-Überraschungen der Woche – Die Woche in Zahlen

Makro-Überraschungen der Woche

Dieser Beitrag ist unter Einsatz Künstlicher Intelligenz entstanden.