Die Woche in Zahlen: Steigende Ölpreise belasten die europäischen Börsen
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Der Ölpreis gab in dieser Woche den Takt vor: Brent verteuerte sich um 9,3 % auf 96,28 USD und rückte damit in Sichtweite der 100-Dollar-Marke. In Europa kostete das Kurse — der DAX gab 1,9 % auf 26.061 Punkte nach, der EuroStoxx 50 1,3 %. Die amerikanischen Indizes hielten dagegen ihr Niveau, der Nasdaq 100 schloss 0,4 % höher, der S&P 500 kam auf 0,1 %.
Wochenbilanz
Was die Woche prägte
Bestimmend war in dieser Woche, was von außen auf die Bewertungen drückte: die Eskalation am Golf und die Frage, ob die Notenbanken die Zinsen doch nach oben anheben werden. Aus den Unternehmen selbst kamen dagegen überwiegend gute Nachrichten.
Was die Woche prägte
Chart der Woche: Sandisk +17,2 %
Mit einem Plus von 17,2 % stellte Sandisk in dieser Woche jede Indexbewegung in den Schatten. Der Verlauf verteilte sich dabei nicht auf einen einzelnen Sprung: Das Wochentief lag gleich am ersten Handelstag, das Hoch am letzten, dazwischen legte der Kurs in Etappen zu. Der Wert stand damit nicht allein — auch Dell gewann nach angehobenem Jahresausblick 14,9 %, sodass die Hardware-Seite des Technologiesektors die Woche über gesucht blieb.
Chart der Woche: Sandisk +17,2 %
Sektoren im Blick
Nur die Energie schloss diesseits und jenseits des Atlantiks im Plus, in den USA mit 2,2 %, in Europa mit 1,8 % — die direkte Übersetzung des Ölpreisanstiegs ins Sektortableau. Darunter liefen die Vorzeichen auseinander: Technologie und Versorger legten in den USA leicht zu, in Europa verloren sie jeweils rund 2 %. Die europäische Industrie fiel mit einem Abschlag von 3,1 % ans Ende der Skala und spannte die Bandbreite des Kontinents auf 4,9 Prozentpunkte auf. In den USA traf es am härtesten den zyklischen Konsum mit 2,0 % Minus.
Sektoren im Blick
Aktien im Fokus: Deutschland
Die Rüstungswerte, seit Monaten die Stütze des deutschen Marktes, gaben in dieser Woche geschlossen nach: Rheinmetall verlor 10,4 %, auch Renk und Hensoldt gerieten deutlich unter Druck — ein wesentlicher Teil der Schwäche des europäischen Industriesektors. Noch etwas deutlicher fiel Nemetschek mit 10,7 % zurück. Auf der anderen Seite honorierten Anleger konkrete Unternehmensnachrichten: Volkswagen gewann 5,0 %, nachdem der Aufsichtsrat dem Sparpaket einstimmig zugestimmt hatte, Fuchs kam nach übertroffenen Quartalszahlen und einer Hochstufung auf 6,7 %. Solche Fälle blieben die Ausnahme — im MDAX beendeten 39 von 50 Werten die Woche im Minus. Puma verlor ebenfalls, belastet von den schwachen Zahlen des Wettbewerbers Lululemon.
Aktien im Fokus: Deutschland
Aktien im Fokus: USA
Dieselbe Meldung schlug in den USA ungleich härter ein: Lululemon büßte 16,7 % ein, nachdem Umsatz und Ergebnis je Aktie sowohl unter dem Vorjahr als auch unter dem Konsens lagen. Noch tiefer rutschten Fair Isaac mit 19,2 %, wo VantageScore das Monopol im Scoring-Geschäft angreift, und Edison International mit 19,1 % unter dem Eindruck der Waldbrand-Haftungsrisiken. Dass Ciena trotz starker Quartalszahlen 15,2 % verlor, zeigt, wie wenig Geduld der Markt in dieser Woche mit bereits eingepreisten Erfolgen hatte. Die schmale Indexbilanz täuscht ohnehin: Im S&P 500 standen 294 Verlierern nur 209 Gewinner gegenüber.
Aktien im Fokus: USA
Makro-Überraschungen der Woche
Die deutlichste Abweichung vom Konsens lieferte der US-Arbeitsmarkt: Die privaten Beschäftigtenzahlen für August fielen am Freitag weit besser aus als erwartet — zwei Tage nachdem die ADP-Erhebung noch unter den Prognosen geblieben war. In Kanada ging die Beschäftigung im August deutlich zurück, während Ökonomen einen Zuwachs veranschlagt hatten. Die Schweiz meldete gleich zwei Überraschungen nach oben: Die Jahresinflation lag im August bei 0,8 % statt der erwarteten 0,5 %, die Wirtschaft wuchs im zweiten Quartal um 2,3 % gegenüber prognostizierten 1,7 %.
Makro-Überraschungen der Woche
Dieser Beitrag ist unter Einsatz Künstlicher Intelligenz entstanden.







