Kommentar
17:00 Uhr, 03.07.2026

Die wildesten Krypto-Celebrity-Stories

Promis und Krypto, das ging schon oft schief. Und dann wurde es teuer. Für die Anleger und auch für die Promis selbst. Kraken setzt mit Lukas Podolski nun auf einen anderen Ansatz.

Promis können mit ihrer Reichweite einiges an Aufmerksamkeit erzeugen. Während das bei Parfüms und Sneakern kein Problem ist, sieht diese Form von Marketing bei Finanzprodukten ganz anders aus. Denn Promis leihen einer Marke nicht nur ihr Gesicht, sondern auch ihr Vertrauen. In der Geschichte des Krypto-Marktes führte das zu einigen bösen Überraschungen und legendären Pleiten.

Der Urvater aller Krypto-Influencer-Scams

Bevor Hollywood den Krypto-Markt entdeckte, gab es Carlos Matos. Bei einer Bitconnect-Veranstaltung brüllte der Investor 2017 sein legendäres “BitConneeeect” in den Saal. Der Auftritt wurde zum Meme und Matos zur unfreiwilligen Ikone eines der größten Krypto-Skandale.

Mit schrillen Krypto-Promis und einem riesigen Influencer-Netzwerk versprach Bitconnect damals hohe Renditen durch eine angebliche Trading-Software. Laut US-Justiz steckte dahinter ein weltweites Schneeballsystem, das rund 2,4 Milliarden US-Dollar eingesammelt hat. Bitconnect zeigte, wie Euphorie und laute Versprechen kritische Fragen verdrängen können.

“Hey Hey Heeey“: Carlos Matos bei seinem umstrittenen Bitconnect-Auftritt I Screenshot: YouTube

Superstars, Super-Bowl und Superpleite

Später hob FTX das Celebrity-Marketing auf das nächste Level. Tom Brady, Stephen Curry, Gisele Bündchen und weitere hochkarätige Stars warben für die Krypto-Börse. Larry David trat sogar in einem Super-Bowl-Spot auf. In einer epochalen Produktion auf Hollywood-Niveau trat er als ewiger Skeptiker auf, der eine große Erfindung nach der anderen verpasst. Wer FTX ignoriert, so die Botschaft, verpasst die Zukunft.

Wenige Monate später kollabierte die Börse. Kundengelder waren in Milliardenhöhe missbraucht worden und Gründer Sam Bankman-Fried wurde zu 25 Jahren Haft verurteilt.

Gegen mehrere Werbepartner folgten Zivilklagen. Ein Beleg dafür, dass die Prominenten von dem Betrug wussten, wurde aber nicht erbracht. Der Imageschaden blieb dennoch.

Tom Brady in einem brandgefährlichen Spot für FTX zum Unabhängigkeitstag I Screenshot: Youtube

Kim Kardashian und der Millionen-Post

Kim Kardashian benötigte keinen Super-Bowl-Spot. Eine Instagram-Story reichte 2021 völlig aus, um den Token EthereumMax einem Millionenpublikum vorzustellen. Für den Beitrag erhielt sie laut US-Börsenaufsicht 250.000 US-Dollar. Die Vergütung wurde allerdings nicht in der vorgeschriebenen Form offengelegt.

Kardashian einigte sich mit der SEC auf eine Strafzahlung von 1,26 Millionen US-Dollar, ohne ein Fehlverhalten einzugestehen. Zudem verpflichtete sie sich, drei Jahre lang keine als Wertpapiere eingestuften Krypto-Assets zu bewerben. Der Fall wurde zum Lehrstück für Influencer-Marketing. Ein Hinweis wie etwa “No Financial Advice” ersetzt keine transparente Kennzeichnung bezahlter Werbung.

Kim Kardashians verhängnisvolle Instagram-Story I Der Original-Screenshot wurde gelöscht

Wenn der Promi selbst zum Coin wird

Während des “Memecoin-Supercycles” wurde der Star dann selbst zum Ticker. Caitlyn Jenner veröffentlichte $JENNER, Iggy Azalea $MOTHER, Andrew Tate $DADDY und Jason Derulo $JASON. Rund um mehrere dieser Projekte tauchte der Promoter Sahil Arora auf, dem Jenner und Derulo später Täuschung vorwarfen.

Bei $JASON folgte auf einen schnellen Kurssprung ein Absturz von fast 90 Prozent. Auch bei $DADDY sorgten auffällige Wallet-Strukturen für Kritik, weil einzelne Adressen schon vor der öffentlichen Werbung große Mengen gekauft hatten.

Besonders heftig traf es $HAWK rund um Haliey Welch. Der Token erreichte kurz nach dem Launch fast 500 Millionen US-Dollar Marktkapitalisierung und verlor binnen 20 Minuten mehr als 90 Prozent. Es folgten Rug-Pull-Vorwürfe und eine Klage gegen mehrere Beteiligte. Welch selbst wurde darin jedoch nicht als Beklagte geführt.

So sah es bei vielen Celebrity-Coins aus, hier der HAWK-Token I Screenshot: Meteora

Warum Kraken mit Podolski in einer anderen Liga spielt

Bitconnect, FTX, EMAX und Celebrity-Coins sind sehr unterschiedliche Fälle. Nicht überall lag Betrug vor. Nicht jeder prominente Beteiligte wusste, was hinter den Kulissen geschah. Doch eines haben sie gemeinsam: Der Star sollte das Publikum blenden und ihnen die eigene Prüfung abnehmen.

Kraken wählt mit Lukas Podolski einen anderen Ansatz. Der Weltmeister bewirbt keinen eigenen Token und erklärt nicht, welcher Coin als Nächstes explodieren könnte. Er wird auch nicht als Finanzexperte inszeniert. Podolski soll Krypto für Interessierte verständlicher machen, denen das Thema bislang zu kompliziert war. Unter dem Claim “Krypto in Einfach” zeigt ihn die Kampagne bodenständig beim Kaffee am Kölner Büdchen, in seiner Straßenkicker-Base und beim Public Viewing.

Vertrauen muss die Plattform dahinter allerdings selbst verdienen. Kraken ist seit 2011 am Markt und operiert in der Europäischen Union unter einer MiCA-Lizenz. Nach eigenen Angaben nutzen mehr als zehn Millionen Kunden in über 190 Ländern die Plattform. Das Angebot reicht vom einfachen Kauf von Kryptowährungen bis zur Handelsoberfläche Kraken Pro.

Statt Scam mit Kraken zur WM

Im Gegensatz zu zweifelhaften Promotions steht bei Kraken kein schneller Kursgewinn im Mittelpunkt. Stattdessen verbindet die regulierte Krypto-Börse ihre Podolski-Kampagne mit einer Aktion für Fußballfans. Passend zur aktuellen FIFA Weltmeisterschaft verlost Kraken eine Reise zum Finale der Weltmeisterschaft. Der Preis umfasst zwei Tickets der Kategorie 2, sowie Economy-Flüge und eine Unterkunft. Für die Teilnahme einfach mit dem Code FWC26 bei Kraken registrieren und Konto verifizieren. Eine Einzahlung, ein Kauf oder ein Trade ist nicht erforderlich.

Die Aktion endet am 9. Juli 2026 um 13:59 Uhr UTC.

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Weitere Informationen findest du auch im Brandhub von Kraken.

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