Analyse
13:00 Uhr, 12.10.2026

Die Refinanzerungswelle bei gewerblichen Immobilienkrediten rollt an

Die Stimmung unter deutschen Immobilienfinanzierern hat sich dramatisch verschlechtert. In den kommenden zwei Jahren müssen zahlreiche Kredite refinanziert werden. Zugleich steigen die Finanzierungskosten und immer mehr Darlehen geraten in Schwierigkeiten. Besonders kritisch ist die Lage bei Büroimmobilien.

Eigentlich sind die Banken die großen Gewinner des höheren Zinsumfelds. In der langen Phase der Ultraniedrigzinsen war es schwierig, auskömmliche Renditen zu erwirtschaften, die Zinsmarge erholte sich aber mit der Zinswende deutlich, Banking machte wieder Spaß. Entsprechend stiegen auch die Aktien der Finanzinstitute massiv im Kurs. Aber die Schattenseiten der höheren Zinsen speziell am Immobilienmarkt treten jetzt vermehrt in den Sorgen-Fokus.

Die Hoffnung auf eine baldige Erholung schwindet jedenfalls unter den Banken. In einer aktuellen Umfrage der Beratungsgesellschaft EY-Parthenon rechnen nur noch 2 % der befragten Immobilienfinanzierer mit steigenden Immobilienpreisen. Vor einem halben Jahr waren es noch 30 %.

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