Kommentar
14:00 Uhr, 16.08.2022

Die Apokalypse wurde abgesagt, meint die Bank of America

Im vergangenen Monat hat die monatliche Umfrage unter Fondsmanagern der Bank of America (BofA) viel Aufmerksamkeit erregt.

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  • S&P 500
    ISIN: US78378X1072Kopiert
    Kursstand: 4.297,14 Pkt (S&P) - Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung
  • S&P 500 - WKN: A0AET0 - ISIN: US78378X1072 - Kurs: 4.297,14 Pkt (S&P)

Kein Wunder, hat sie doch die volle Kapitulation der Anleger gesehen und einen außerordentlichen Pessimismus festgestellt. Mittlerweile ist ein Monat vergangen und mir liegen die Ergebnisse der jüngsten Studie vor. Aufgrund der großen Resonanz auf meinen letzten Beitrag, gibt es an dieser Stelle, die aktuellen Ergebnisse, erneut von mir präsentiert.

Die internationalen Fondsmanager seien weiter bärisch gestimmt, heißt es zunächst. Doch da die Apokalypse ein weiteres Mal verschoben worden ist, zumindest nicht mehr ganz so bärisch wie noch in der Juli-Umfrage. Die Untergewichtung von Aktien betrage netto „nur“ noch 26 Prozent, im Vormonat waren es noch 44 Prozent. Die Cash-Quote verweile mit 5,7 Prozent auf einem absolut hohen Niveau, sei aber auch geringer als die 6,1 Prozent im Juli.

Die Erwartungen, dass es zu einer Rezession kommen wird, sind weiter gestiegen. Die Profis schätzen aber die Gewinnentwicklung der Unternehmen nicht mehr ganz so negativ ein. Hier dürfte die relativ solide Ertragssaison ihren Anteil daran gehabt haben, so meine Vermutung.

Die gute Nachricht: 88 Prozent der Fondsmanager erwarten fallende Inflationsraten. Die US-Notenbank dürfte den Zinserhöhungszyklus beenden, sobald die Inflation bei 4 Prozent oder niedriger liege, so die Meinung der Experten.

Spannend ist auch folgendes: Die Fondsmanager erwarten erstmals seit zwei Jahren, dass Growth-Aktien ihre Value-Pendants wieder outperformen werden. Es finde wieder eine Rotation in Tech-Aktien statt. Auch Commodities und defensive Aktien seien weiter angesagt, aber nicht mehr so hoch gewichtet wie noch im Juli.

Die Eurozone gewichten die Fondsmanager derzeit stark unter. Der US-Aktienmarkt wird hingegen mit rund 10 Prozent netto übergewichtet. Für die Entwicklung der Bonds seien die Fondsmanager sehr bärisch.

Das größte Risiko sehen die Profis in einer länger anhaltenden hohen Inflation, gefolgt von einer globalen Rezession und Zinserhöhungen die über das Ziel hinausschießen. Weiterhin sehen sie Kreditrisiken im chinesischen Immobilienmarkt als problematisch an.

Fazit: Insgesamt zeigt sich eine Aufhellung der Perspektiven. Die Märkte haben diese aber natürlich schon längst nachvollzogen, wie die aktuellen Kurse zeigen.

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