Analyse

DIAMONDBACK ENERGY – Übernahme sorgt für Kurssprung

Das Motto „big is beautiful“ ist bei den US-Ölkonzernen derzeit das Gebot der Stunde. So wurde heute bekannt, dass Diamondback Energy den Konkurrenten Endeavor Energy übernehmen wird.

Erwähnte Instrumente

  • Diamondback Energy Inc. - WKN: A1J6Y4 - ISIN: US25278X1090 - Kurs: 162,575 $ (Nasdaq)

Die an der NASDAQ notierte Diamondback Energy möchte das nicht börsennotierte Unternehmen Endeavor Energy Resources für insgesamt rund 26 Mrd. USD übernehmen. Der Großteil der Übernahme soll durch die Ausgabe von 117,3 Mio. Diamondback-Aktien, was derzeit ca. 18 Mrd. USD entspricht, gestemmt werden. Die Barkomponente beläuft sich somit auf ca. 8 Mrd. USD.

Nach Abschluss der Transaktion, die für das vierte Quartal 2024 erwartet wird, halten die Diamondback-Aktionäre künftig etwa 60,5 % an dem fusionierten Unternehmen. Die restlichen 39,5 % entfallen auf die Endeavor-Inhaber. Bei einem derzeitigen Enterprise Value von ca. 36,2 Mrd. USD für Diamondback ergibt sich ein Gesamtwert für das neue Unternehmen von rund 62,2 Mrd. USD.

Begehrtes Übernahmeobjekt

Beide Firmen sind im sogenannten Perm-Becken aktiv, welches in den beiden US-Bundesstaaten Texas und New Mexico liegt und Amerikas größtes Ölfeld ist. Bei Endeavor Energy handelt es sich um das größte private Öl- und Gasunternehmen im Perm-Becken. Gerüchten zufolge sollen auch Branchenriesen wie Chevron, Conoco Phillips und Exxon Mobil Interesse an Endeavor gehabt haben. Nach einer ganzen Reihe von Übernahmen werden die Zielfirmen immer rarer und somit begehrter.

Die Konsolidierung in der US-Ölindustrie schreitet also weiter voran. Letztes Jahr hatte Exxon Mobil bereits für rund 60 Mrd. USD Pioneer Resources übernommen, Konkurrent Chevron plant die Hess Corp. für 53 Mrd. USD zu kaufen und Occidental will Crown Rock für 11 Mrd. USD übernehmen. Der Diamondback-Endeavor-Merger reiht sich somit nahtlos in diesen Übernahmereigen ein.

Durch die Fusion verspricht sich Diamondback künftig ein jährliches Einsparpotenzial in Höhe von etwa 550 Mio. USD. Das fusionierte Unternehmen könnte künftig um die 816.000 Barrel Ölequivalent (BOE) fördern. Diamondback kommt aktuell auf rund 463.000 BOE.

Die Geschäftszahlen für das abgelaufene Jahr 2023 veröffentlicht Diamondback am 21. Februar. Analysten rechnen mit einem Umsatz von 8,3 (VJ 9,6) Mrd. USD und einem Gewinn pro Aktie von 18,10 (VJ 24,04) USD pro Aktie.

Fazit: Mit der Endeavor-Übernahme ist Diamondback ein Coup geglückt, hatten augenscheinlich doch auch weitaus größerer Mitbewerber ihre Fühler nach Endeavor ausgestreckt. An der Börse kommt der Deal gut an – die Diamondback-Aktie kann aktuell rund 6 % zulegen. Obgleich sich der Wert in den letzten Jahren vervielfacht hat, ist die Aktie fundamental gesehen günstig bewertet. Gleichwohl gilt es zu beachten, dass das Öl—und Gasgeschäft mitunter hohen Schwankungen unterworfen ist.

Jahr 2023e* 2024e* 2025e*
Umsatz in Mrd. USD 8,29 8,66 8,77
Ergebnis je Aktie in USD 18,10 19,48 19,63
KGV 9 8 8
Dividende je Aktie in USD 8,14 8,76 9,23
Dividendenrendite 5,22 % 5,62 % 5,92 %

*e = erwartet, Berechnungen basieren bei
US-Unternehmen auf Non-GAAP-Daten

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Reinhard Hock
Reinhard Hock
Finanzmarktanalyst

Reinhard Hock ist seit über 25 Jahren an der Börse aktiv. Sein Interesse für die Finanzmärkte wurde während der Ausbildung zum Bankkaufmann geweckt. Später arbeitete er mehrere Jahre an der Börse Stuttgart und war dann jahrelang als freiberuflicher Redakteur mit dem Schwerpunkt Berichterstattung über Hauptversammlungen tätig. Dabei hat er sich ein umfassendes Wissen im Nebenwertebereich aufgebaut. Seit Oktober 2022 ist er bei stock3 für Fundamentalanalysen zuständig.

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