DHL übertrifft Gewinnziel und plant 2026 mit steigendem Ergebnis
- Lesezeichen für Artikel anlegen
- Artikel Url in die Zwischenablage kopieren
- Artikel per Mail weiterleiten
- Artikel auf X teilen
- Artikel auf WhatsApp teilen
- Ausdrucken oder als PDF speichern
Erwähnte Instrumente
- VerkaufenKaufen
- VerkaufenKaufen
DOW JONES--Die Deutsche-Post-Mutter DHL hat ihr Gewinnziel für 2025 auch bei einem leicht schwächeren vierten Quartal übertroffen. Obwohl der Umsatz wegen negativer Währungseffekte und rückläufiger Transportvolumina auf Routen in die USA im vergangenen Jahr um 1,6 Prozent auf 82,9 Milliarden Euro sank, gelang es dem Bonner Logistikkonzern, das operative Ergebnis (EBIT) um 3,7 Prozent auf 6,1 Milliarden Euro zu steigern. Das entspricht der Markterwartung, ist aber mehr als die mindestens 6 Milliarden Euro, die sich die DHL Group sich selbst als Ziel gesetzt hatte. Die EBIT-Marge stieg um 40 Basispunkte auf 7,4 Prozent, wie das Unternehmen mitteilte.
Zur Gewinnverbesserung trugen alle Geschäftsbereiche bei - mit Ausnahme von Global Forwarding, Freight. Das Speditionsgeschäft bekam an Land in Europa, vor allem aber in Deutschland, die schwache Konjunktur zu spüren und in der Luft und auf See niedrigere Frachtraten. Der Gewinn brach um 30 Prozent ein. Im deutschen Post & Paket-Geschäft stieg das Ergebnis dafür um ein Viertel, dort wurden 8.000 Stellen abgebaut.
"Dank aktivem Kapazitätsmanagement und strukturellen Kostenverbesserungen haben wir unsere Finanzziele übertroffen", sagte Vorstandschef Tobias Meyer. Die Schwankungen der Weltkonjunktur werden DHL aber auch im neuen Jahr begleiten, fügte er hinzu.
2026 soll das EBIT dennoch weiter steigen - dann auf über 6,2 Milliarden Euro. Helfen soll dabei auch das Effizienzprogramm "Fit for Growth", das etwa durch standardisierte und automatisierte Prozesse im vergangenen Jahr mehr als 600 Millionen Euro brutto zum operativen Gewinn beitrug, wie der Konzernchef sagte. Der Free Cashflow vor Portfolioveränderungen wird bei rund 3 Milliarden Euro gesehen. Er wäre damit rückläufig, nachdem er 2025 auf 3,2 (Vorjahr: 3,0) Milliarden Euro gestiegen war.
Unter dem Strich verdiente die DHL Group im vergangenen Jahr 3,5 Milliarden Euro - ein Plus von 5,1 Prozent oder 169 Millionen Euro verglichen mit dem Vorjahr. Im Schlussquartal sanken das EBIT um 1,3 Prozent und der Nettogewinn um 3,4 Prozent.
Die Dividende für das abgelaufene Geschäftsjahr soll steigen - um 5 Cent auf 1,90 Euro. Damit würden 2,1 Milliarden Euro oder 60,6 Prozent des Nettogewinns ausgeschüttet.
Kontakt zum Autor: olaf.ridder@wsj.com
DJG/rio/mgo
Copyright (c) 2026 Dow Jones & Company, Inc.
Passende Produkte
| WKN | Long/Short | KO | Hebel | Laufzeit | Bid | Ask |
|---|
