DEUTSCHE ROHSTOFF - Management äußert sich nach Ölpreis-Rückgang
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Das Unternehmen aus Mannheim, bislang eher als Spezialwert für rohstoffaffine Nebenwerteinvestoren wahrgenommen, präsentiert sich inzwischen mit Rekordgewinnen, einer starken Bilanz, ambitionierten Bohrprogrammen in den USA und einer Beteiligung, die den Blick auf die Bewertung grundlegend verändert. Vorstandschef Jan-Philipp Weitz nutzte den Auftritt beim Deutsche-Börse-Scale-Summit, um genau diese Botschaft zu setzen: Deutsche Rohstoff ist nicht mehr nur ein kleiner Öl- und Gasproduzent, sondern ein Unternehmen mit erheblicher Vermögensbasis und hoher operativer Dynamik.
Der Kern des Geschäfts bleibt unverändert das Öl- und Gasgeschäft in den USA. Weitz bezeichnete es als das "bread-and-butter business" des Konzerns. Sämtliche Umsätze stammen aus diesem Bereich, und auch der größte Teil der operativen Profitabilität wird dort erwirtschaftet. Für 2026 erwartet Deutsche Rohstoff bei einem angenommenen WTI-Ölpreis von 75 USD je Barrel einen Umsatz von 260 bis 280 Mio. EUR. Bei einem Ölpreis von 85 USD wären 290 bis 300 Mio. EUR möglich. Das EBITDA soll im laufenden Jahr rund 300 Mio. EUR erreichen, wobei ein erheblicher Sonderbeitrag aus der Beteiligung an Almonty Industries enthalten ist. Für 2027 stellt das Unternehmen erneut knapp 300 Mio. EUR Umsatz und ein EBITDA von 210 bis 230 Mio. EUR in Aussicht, dann im Wesentlichen getragen vom Öl- und Gasgeschäft.
Noch 2021 lag der Umsatz bei 73 Mio. EUR. Inzwischen peilt Deutsche Rohstoff eine tägliche Produktion von rund 17.000 Barrel Öläquivalent im laufenden Jahr an, nach etwa 7.000 Barrel im Jahr 2021. In der zweiten Jahreshälfte soll die Produktion sogar auf mehr als 20.000 Barrel Öläquivalent pro Tag steigen. Damit wächst das Unternehmen in eine Größenordnung hinein, die den bisherigen Nebenwertecharakter zunehmend relativiert.
