Deutsche Börse einigt sich mit Allfunds auf Übernahme für rund 5,3 Mrd Euro
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DOW JONES--Die Deutsche will das europäische Fonds-Technologieunternehmens Allfunds zu einem Transaktionswert von 5,3 Milliarden Euro übernehmen. Im Rahmen der Kaufvereinbarung will die Deutsche Börse nach eigenen Angaben 6,00 Euro je Allfunds-Aktie in bar zahlen. Zudem sollen die Aktionäre 0,0122 Deutsche-Börse-Aktien je Allfunds-Aktie, entsprechend 2,60 Euro je Allfunds-Aktie (berechnet auf Grundlage des volumengewichteten Durchschnittskurses von 213,40 je Deutsche-Börse-Aktie für den Zehn-Tages-Zeitraum bis zum 26. November 2025) bekommen. Desweiteren bietet die Deutsche Börse eine Bardividende von bis zu 0,20 Euro je Allfunds-Aktie (mit Ausnahme eigener Aktien) für das Geschäftsjahr 2025, auszuzahlen durch Allfunds im Mai 2026.
Wenn die Akquisition wirksam werde, erhielten die Allfunds-Aktionäre etwa 7,3 Millionen Deutsche-Börse-Aktien, entsprechend rund 3,85 Prozent des derzeit ausgegebenen Grundkapitals, wie die Deutsche Börse weiter mitteilte. Die Direktoren von Allfunds unterstützen die Akquisition einstimmig und werden den Aktionären empfehlen, für die Akquisition zu stimmen. Deutsche Börse hat bereits Verpflichtungserklärungen zur Unterstützung der Akquisition in Bezug auf insgesamt 292.376.083 Allfunds-Aktien, was rund 48,9 Prozent des ausgegebenen Aktienkapitals von Allfunds zum 20. Januar 2026 entspricht.
Die Deutsche Börse geht davon aus, dass die kombinierte Gruppe jährliche Run-Rate-Kostensynergien vor Steuern von etwa 60 Millionen Euro erzielen könnte, was etwa 15 Prozent der erwarteten kombinierten Kostenbasis von Allfunds und dem Clearstream Fund Services Segment der Deutsche Börse Group entspricht. Zudem sieht die Deutsche Börse jährliche laufende Einsparungen bei den Investitionsausgaben (Capex) von etwa 30 Millionen Euro. Die Deutsche Börse Group rechnet damit, bis Ende 2028 etwa 50 Prozent der gesamten Synergien auf jährlicher Run-Rate-Basis, einschließlich sowohl Kostensynergien als auch Einsparungen bei den Investitionsausgaben, zu realisieren.
Die Frankfurter erwarten zudem, dass die Akquisition im ersten abgeschlossenen Jahr nach Vollzug inklusive der vollständigen jährlichen Synergien zu einer Steigerung der Cash Earnings per Share im hohen einstelligen Prozentbereich führt. Die Deutsche Börse hatte Ende November bekannt gegeben, sich in exklusiven Gesprächen mit Allfunds über einen möglichen Erwerb sämtlicher Aktien der Gruppe zu befinden.
Kontakt zum Autor: unternehmen.de@dowjones.com
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