Analyse
12:45 Uhr, 13.02.2026

DEUTSCHE BÖRSE - Deshalb wird die Börse nicht disruptiert!

Die große Disruptionsfrage hing wie ein Schatten über diesem Call: Was passiert, wenn künstliche Intelligenz Daten, Analysen und sogar ganze Softwareprozesse billiger und schneller repliziert als etablierte Anbieter sie verkaufen können?

Die Deutsche Börse kontert das Narrativ offensiv. Weniger als 5 % der Erlöse seien überhaupt potenziell betroffen, betonte CEO Stephan Leithner, weil AI weder regulierte, systemkritische Marktinfrastruktur noch die qualitätsgesicherten Prozessketten ersetze, auf denen das Geschäft beruht. Der Unterton war klar: Disruption ja, aber eher als Produktivitätshebel und als Zusatzmodul auf einer bewährten Plattform. Dass Leithner das Thema so früh und so ernsthaft adressierte, zeigt allerdings auch, wie wichtig der Konzern die Debatte nimmt.

Gleichzeitig lieferte das Zahlenwerk für 2025 wenig Angriffsfläche. Die Nettoerlöse ohne Treasury-Ergebnis stiegen um 9 % auf 5,2 Mrd. EUR, das EBITDA ohne Treasury legte dank operativem Hebel um 14 % zu. Die Kosten wuchsen lediglich um 3 %. Im Schlussquartal standen 1,6 Mrd. EUR Umsatz und knapp 900 Mio. EUR EBITDA, jeweils mit 7 % beziehungsweise 10 % Wachstum ohne Treasury. CFO Jens Schulte sprach von "Qualität der Erträge“, weil strukturelle Wachstumstreiber Schwächen in zyklischeren Bereichen überkompensierten. Der Cash-Gewinn je Aktie lag bei 11,65 EUR. Dazu kommt die Ausschüttung: Dividende plus 5 % auf 4,20 EUR je Aktie und ein Aktienrückkauf über 500 Mio. EUR, der "beschleunigt“ starten soll.

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