Deutsche Bank von früheren Mitarbeitern im Fall Monte Paschi verklagt
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Von Adria Calatayud
DOW JONES--Vier ehemalige Mitarbeiter der Deutschen Bank fordern von dem Institut Schadensersatz im Zusammenhang mit einem lange zurückliegenden Fall um Geschäfte der Bank mit der italienischen Monte dei Paschi di Siena. Die vier ehemaligen Mitarbeiter haben vor englischen Gerichten Klagen eingereicht, wie aus dem Geschäftsbericht der Deutschen Bank hervorgeht. Sie fordern über 600 Millionen Pfund wegen Schäden, die ihren Karrieren durch das damalige italienische Strafverfahren und das erstinstanzliche Urteil entstanden seien.
"Die Deutsche Bank hält alle derartigen Klagen für unbegründet und wird sich entschieden gegen sie verteidigen, einschließlich der Anfechtung der überhöhten und unrealistischen behaupteten Verluste", heißt es im Geschäftsbericht der Bank.
Ein anderer früher Mitarbeiter hatte 2024 in Deutschland in einer Klage Schadensersatz in Höhe von etwa 152 Millionen Euro im Zusammenhang mit diesem Fall verlangt.
Ein sechster Mitarbeiter hatte am 30. September vor den englischen Gerichten eine Klage auf derselben Grundlage wie die anderen fünf Kläger sowie auf der Grundlage weiterer spezifischer Ansprüche eingereicht. Die Parteien haben diesen Rechtsstreit "einvernehmlich und vertraulich" beigelegt.
Die sechs ehemaligen Mitarbeiter waren vor einem Mailänder Gericht erster Instanz wegen Beihilfe zur Bilanzfälschung in Tateinheit mit Marktmanipulation verurteilt worden. Es ging dabei um Geschäfte, die die Bank mit Banca Monte dei Paschi di Siena abgeschlossen hat. Die Beklagten wurden später von sämtlichen Vorwürfen freigesprochen.
Die Deutsche Bank schreibt in ihrem Geschäftsbericht weiter, dass sie nicht offengelegt, ob sie für die Klagen der Ex-Mitarbeiter Rückstellungen gebildet hat. Denn eine solche Offenlegung könne den Ausgang der Verfahrens "erheblich beeinflussen".
Kontakt zum Autor: unternehmen.de@dowjones.com
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