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Kommentar
08:30 Uhr, 18.06.2026

DAX zwischen Geo- und Geldpolitik – US-Notenbank restriktiver als erwartet

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    Aktueller Kursstand:   (XETRA)

Auch wenn der Weg zu einem dauerhaften Frieden im Nahen Osten noch weit ist, rückt allein durch die Unterzeichnung eines Rahmenabkommens zur Beendigung des Krieges das Thema an der Börse in den Hintergrund und macht Platz für andere Schauplätze.

Der neue Fed-Vorsitzende Kevin Warsh hat gestern zumindest mal die meisten Marktteilnehmer überrascht, wenn nicht sogar viele von ihnen auf dem falschen Fuß erwischt. Zwar beließ die Fed wie erwartet die Zinsen, wo sie sind, aber im geldpolitischen Gremium macht man sich doch mehr Sorgen um die Inflation als gedacht.

Die Hälfte der Abstimmungsberechtigten erwartet noch in diesem Jahr mindestens eine Zinserhöhung. Sechs Notenbanker können sich sogar eine noch weitreichendere Straffung vorstellen. Nur ein einziges Mitglied erwartet eine Senkung der Zinsen im laufenden Jahr. Dieses Ergebnis hat auch noch die letzte Zinssenkungshoffnung aus dem Markt gewischt und für etwas Ernüchterung gesorgt.

Der Handel in Asien wurde weitgehend von der geopolitischen Entspannung in Nahost beflügelt, sowohl der Nikkei als auch der Kospi erreichten neue Allzeithochs. Weniger freundlich war die Stimmung in China. Hier zeigen sich die Konjunkturindikatoren weiterhin schwach und die Investoren schichten tendenziell in Finanzmärkte um, die mehr Kurspotenzial bieten.

Heute stehen die Notenbanksitzungen der Bank of England und der Schweizer Nationalbank auf der Agenda. Außerdem werden die Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung und der Philly-Fed-Index in den USA veröffentlicht. Aus technischer Sicht könnte sich der DAX in einer Handelsspanne zwischen 24 700 und 25 050 Punkten bewegen.

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