DAX zurück über 24 000 Punkten – Zuversicht vor dem langen Wochenende
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Dem DAX ist kurz vor dem langen Wochenende doch noch der Sprung zurück über die Marke von 24 000 Punkten gelungen. Mit der positiven Handelseröffnung in New York hat sich auch die Stimmung in Frankfurt plötzlich aufgehellt. Die Ölpreisnotierungen fielen und auch der japanische Yen erlebte plötzlich eine unerwartete Unterstützung, sowohl zum US-Dollar als auch zum Euro. Mögliche Interventionen seitens der japanischen Notenbank sind derzeit im Gespräch.
Das führte zu einer freundlicheren Stimmung an den europäischen Aktienmärkten. Die Makrodaten aus Europa lagen größtenteils im Rahmen der Erwartungen. Auch die Entscheidung der Europäischen Zentralbank, den Leitzins unverändert zu lassen, überraschte nicht. Interessant war jedoch, dass die EZB eine ähnliche Tonalität wie die US-Notenbank in Bezug auf die Inflationserwartungen wählte. Sie sieht jedoch die europäische Konjunktur durch die Situation im Nahen Osten größeren Gefahren ausgesetzt. Auch die kurzfristige Inflationserwartung wurde etwas angezogen. Mittelfristig will die EZB jedoch keine Änderungen an ihrem Zinspfad vornehmen. Das wurde von den Investoren positiv aufgenommen.
Die vorgelegten US-Daten hingegen fielen relativ ambivalent aus. Die Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung lagen mit 189 000 unter den erwarteten 213 000, zeigen dennoch einen weiterhin stabilen Arbeitsmarkt in den USA auf. Der PCE-Preisindex lag mit 4,3 Prozent über den erhofften vier Prozent und auch das Wirtschaftswachstum in den USA im ersten Quartal lag mit lediglich zwei Prozent unter den erwarteten 2,3 Prozent. Insgesamt eine Entwicklung, die noch keinen Trend darstellt, aber beobachtet werden sollte. Denn dadurch rückt nun doch wieder ein potenzielles Stagflationsszenario in den USA ins Rampenlicht.
Der DAX wurde kurz vor dem Wochenende aus seiner Frühlingslethargie gerissen und sorgte für ordentlich Nervosität bei den Leerverkäufern. Viele von ihnen mussten ihre Positionen vor dem Wochenende doch wieder glattstellen und sorgten so für einen positiven Wochenschluss.
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