DAX legt Rückwärtsgang ein – Angst vor Enttäuschungen der Favoriten
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Wirkte die Marke von 25 000 Punkten bis zum Mittag noch wie ein Magnet, der den DAX nicht weiter als 100 Zähler davoneilen ließ, kam dann doch Bewegung in den Markt, und zwar nach unten. Eine schwächere Wall Street sorgte für eine Fortsetzung der bereits in den vergangenen Tagen zu beobachtenden Gewinnmitnahmen in Frankfurt.
Am Aktienmarkt lassen sich zunehmend Ermüdungserscheinungen feststellen und zumindest die positive Dynamik des ersten Halbjahres geht erst einmal raus. Die Frage der Fortsetzung des Halbleiterzyklus bleibt unbeantwortet und die Nervosität entsprechend hoch. In den kommenden Tagen werden einige Technologie- und Halbleiterunternehmen ihre Quartalszahlen präsentieren. Bereits kleine Enttäuschungen eines Unternehmens dürften ausreichen, um die gesamte Branche unter Druck zu setzen. Daher positionieren sich die Anleger weiter sehr vorsichtig und an den Seitenlinien.
Die US-Arbeitsmarktdaten fielen weitestgehend im Rahmen der Erwartungen aus und signalisieren einen robusten Arbeitsmarkt. Die Einzelhandelsumsätze lagen teilweise unter den Erwartungen und deuten auf eine anhaltende Konsumzurückhaltung hin. Der Philadelphia-Fed-Index allerdings sprang deutlich an und lag mit 41,4 weit über den erwarteten 12,5 Punkten. Gerade die letzte Zahl unterstützt die positive konjunkturelle Tendenz in den USA, die gestern durch den Empire-State-Index aufgezeigt wurde.
Noch gibt es nicht wenige Optimisten, die auf eine Konjunkturerholung setzen, angetrieben durch gute Indikatoren aus den USA und China. Auf der anderen Seite aber stehen die Pessimisten, die auf die am Horizont auftauchenden Inflationsgefahren verweisen. Die Notenbanken versuchen sich passend dazu durch elegante Verbalinterventionen neutral zu positionieren. Auch von geldpolitischer Seite kommen damit derzeit keine Impulse, die die Anleger aus ihrer Sommer- in eine Kauflaune versetzen könnten.
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