BofA Fondsmanager-Survey: Die Euphorie kühlt ab – und das ist gut so
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Die jüngste BofA Fund Manager Survey liefert ein interessantes Signal: Die Profis bleiben optimistisch, treten aber erstmals etwas auf die Bremse. Der Stimmungsindikator fiel von 8,0 auf 7,0, die durchschnittliche Cashquote sprang von 3,5 auf 3,9 %. Noch liegt sie damit im „Sell“-Bereich der BofA-Regel, doch die extreme Sorglosigkeit des Sommers beginnt zu schwinden. Erst bei 4 bis 5 % Cash sieht BofA wieder eine neutralere Ausgangslage für höhere Aktienquoten.
Fundamental bleibt das Bild dagegen erstaunlich robust. 55 % der Fondsmanager erwarten überhaupt keine konjunkturelle Landung, weitere 38 % nur ein Soft Landing. Lediglich 2 % rechnen mit einer harten Landung. Gleichzeitig ist die Erwartung zweistelliger Gewinnzuwächse so verbreitet wie seit 2021 nicht mehr.
Der neuralgische Punkt verschiebt sich jedoch von der Konjunktur zu den Zinsen und KI-Investitionen. 33 % nennen einen ungeordneten Renditeanstieg bei Anleihen als größtes Marktrisiko, noch vor einer KI-Blase mit 28 %. Gleichzeitig glauben 79 %, dass die Hyperscaler ihre KI-Investitionen 2026 nicht kürzen werden. Doch genau diese Investitionswelle wird von 42 % als wahrscheinlichste Quelle eines möglichen Kreditereignisses gesehen.
Besonders auffällig: 53 % sehen „Long Halbleiter“ inzwischen als überfülltesten Trade. Die Hausse bleibt fundamental intakt, aber die Luft wird dünner. Für Anleger heißt das: Aktien weiter laufen lassen, Euphorie jedoch nicht hinterherlaufen – und Rücksetzer für selektive Käufe nutzen.
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