DAX verzweifelt an der 25 000er-Marke – Hoffnungsschimmer für deutsche Wirtschaft
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Dem DAX fällt es weiter schwer, die Marke von 25 000 Punkten zu halten. Immer wenn die Anleger darauf hoffen, dass der Weg jetzt frei sein und der deutsche Leitindex nachhaltig über die runde Marke springen könnte, ziehen aus einer Richtung dunkle Wolken auf.
Heute kam der kalte Regenschauer in Form der ADP-Daten aus den USA. Es wurden nur 98 000 neue Stellen geschaffen, was deutlich hinter den erwarteten 122 000 Stellen zurückblieb. Die Investoren gingen in den vergangenen Wochen davon aus, dass sich der positive Trend am Arbeitsmarkt beschleunigen würde, und wurden heute eines Besseren belehrt. Die Wall Street verabschiedete sich daraufhin ins Minus und in diesem Fahrwasser musste dann auch der DAX in Frankfurt einen Teil seiner Tagesgewinne wieder abgeben.
Immerhin gibt es einen Hoffnungsschimmer für die deutsche Wirtschaft. Die Stimmung in den Unternehmen stabilisiert sich, wenn auch auf niedrigem Niveau. Der Einkaufsmanagerindex lag im Juni bei 50,3 Punkten und damit zum einen in der erwarteten Expansionszone und zum anderen leicht über den erwarteten 50,1 Punkten. Und die Preise stiegen im Juni mit 2,8 Prozent weniger stark als die erwarteten drei Prozent und sorgen somit für einen etwas nachlassenden Inflationsdruck. Maßgeblich für diese positive Entwicklung waren die stark gefallenen Energiepreise.
Die Investoren nahmen die Zahlen heute zum Anlass, um sich wieder verstärkt in DAX-Schwergewichten zu positionieren. So führen die Aktien der Deutschen Telekom, von Airbus, SAP und Rheinmetall die Gewinnerliste an. Insgesamt aber werden die Anleger zu Beginn des zweiten Halbjahres vorsichtiger. In Anbetracht der Unwägbarkeiten der ersten sechs Monate durch den Krieg im Iran und der daraus resultierenden Folgen für die Weltwirtschaft positionieren sich viele wesentlich defensiver. Auch die Euphorie-Welle im Halbleiter- und KI-Sektor hinterlässt bei vielen ein ungutes Gefühl. Es dürfte nur eine Frage der Zeit sein, bis die hohen Markterwartungen nicht mehr erfüllt werden können.
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