DAX trotz geo- und geldpolitischer Sorgen weiter auf Rekordkurs
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Der deutsche Aktienmarkt schüttelt die Entwicklung im Nahen Osten und die Angst vor Zinserhöhungen in den USA ab und dürfte nur mit einem leichten Minus in die neue Handelswoche starten.
In Asien dagegen setzten sich auch heute die Gewinnmitnahmen insbesondere bei den Technologieaktien fort. Ein Trend, der bereits in der vergangenen Woche zu beobachten war, nur kurz unterbrochen durch die Euphorie nach den Nvidia-Zahlen. Zudem sorgten die Konjunkturdaten aus China für etwas Verdruss. Der Einkaufsmanagerindex konnte sich zwar etwas verbessern, lag mit 49,80 Punkten jedoch im Kontraktionsbereich unterhalb der 50er‑Marke. Die Investoren hatten mit mehr Schwung bei der wirtschaftlichen Erholung in China gerechnet.
Die Rede des Fed-Chefs Kevin Warsh in Jackson Hole hielt für die Investoren zumindest in der Hinsicht eine Überraschung parat, dass sie ihre Annahme, die Notenbank würde sich mit Zinserhöhungen noch Zeit lassen, überdenken mussten. Dies führte zu einer Aufwertung des US‑Dollars und einer sprunghaft steigenden Wahrscheinlichkeit einer geldpolitischen Straffung bereits im September auf fast 60 Prozent, von zuvor 35 Prozent.
In Frankfurt hat man sich aber scheinbar darauf geeinigt, den DAX, komme was wolle, in dieser Woche auf neue Rekorde heben zu wollen. Die Eskalation im Nahen Osten und daraufhin wieder steigende Ölpreise unterstützen dieses Vorhaben zwar nicht, aber die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. So spricht aus technischer Sicht viel für eine Handelsspanne im DAX am heutigen Montag zwischen 26 400 und 26 600 Punkten.
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