DAX noch unentschlossen – KI-Euphorie trifft auf fallende Energiepreise
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Die positive Stimmung an der Wall Street dürfte den DAX auch zum heutigen Handelsstart stützen. Nach einem fulminanten Wochenauftakt in den USA sprang der Funke auch auf die asiatischen Börsen über. Vor allem Technologie- und Halbleiteraktien waren dort gefragt. Die Anleger können vom KI-Sektor weiterhin kaum genug bekommen und folgen den Käufern in New York, wo gestern insbesondere Meta Platforms und AMD mit zweistelligen Kursgewinnen für Euphorie sorgten.
Unterstützung kommt gleichzeitig von den weiter rückläufigen Energiepreisen. Die Hoffnung auf eine diplomatische Entspannung im Iran-Krieg nimmt den Druck vom Ölmarkt und damit auch von den Inflationserwartungen. Die Rechnung der Anleger ist derzeit denkbar einfach: Steigende Energiepreise treiben die Inflation, höhere Inflation zwingt die Notenbanken zum Handeln und höhere Zinsen belasten wiederum die Anleihemärkte. Wegen der hohen Staatsverschuldung wirkt dieser Mechanismus derzeit wie ein zusätzlicher Verstärker auf die Renditen.
Entsprechend dankbar nehmen die Aktienmärkte jeden weiteren Rückgang der Energiepreise auf. Je länger Öl und Gas nachgeben, desto größer wird die Hoffnung, dass die Notenbanken bei der Inflationsbekämpfung nicht noch stärker auf die Bremse treten müssen. Fallende Energiepreise sind damit derzeit nicht nur eine Entlastung für Unternehmen und Verbraucher, sondern auch ein Beruhigungsmittel für die Anleihemärkte.
Neben dem Treffen zwischen den USA und China richtet sich der Blick heute auf die ADP-Arbeitsmarktdaten und den Richmond-Fed-Index. Die Anleger wünschen sich dabei eine weiterhin robuste US-Konjunktur und einen stabilen Arbeitsmarkt. Solange die Wirtschaft stark genug bleibt, lassen sich weitere Zinserhöhungen der Fed an den Börsen leichter verkraften. Aus technischer Sicht zeichnet sich für den DAX heute eine Handelsspanne zwischen 25 450 und 25 700 Punkten ab.
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