DAX startet mit Plus in dritte Kriegswoche – UniCredit macht Ernst bei der Commerzbank
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Einer, wenn auch nur leichten, Entspannung bei den Ölpreisen und weitestgehend ausbleibenden, negativen Nachrichten aus dem Nahen Osten folgte zum Start in die dritte Kriegswoche zur Abwechslung mal eine Erholung am Aktienmarkt. Dennoch bleibt der Handel an der Frankfurter Börse nervös und von den immer noch hohen Energiepreisen beeinflusst. Die Anleger können zum jetzigen Zeitpunkt nicht abschätzen, wie stark die Auswirkungen auf die einzelnen Branchen sein werden.
Zudem steht am Freitag der große Verfallstermin an den Terminmärkten an. Bis dahin müssen sich viele Investoren entscheiden, ob sie weiterhin in den Aktien investiert bleiben und die Absicherungsgeschäfte über den Verfalltermin rollen oder netto Aktienbestände reduzieren und dadurch Risiko abbauen. Noch ist die Situation relativ entspannt, da viele Investoren ihre Aktienbestände abgesichert haben.
Spätestens am Freitag aber dürften die Karten neu gemischt werden. Für die zyklischen Branchen, insbesondere im Chemie-, Luftfahrt- und Autosektor, könnten sich in den kommenden Quartalen massive Bremsspuren in den Bilanzen zeigen. Ob es dann noch Sinn ergibt, in den Sektoren investiert zu bleiben, ist die Frage der Stunde.
Gewinner des heutigen Handelstages ist mit weitem Abstand die Aktie der Commerzbank. Die UniCredit hat mit dem nun vorgelegten Übernahmeangebot ihr weiteres Interesse an dem Zusammenschluss beider Institute bekräftigt. Da jedoch eine gehörige politische Komponente mit berücksichtigt werden muss, entscheidet sich die Unicredit für eine eher vorsichtigere Gangart und versucht mit dem derzeitigen Vorgehen, mehr Mitspracherechte zu bekommen. Die Sache ist damit nicht vom Tisch und auch das inzwischen höhere Kursniveau der Commerzbank schreckt die Italiener offensichtlich nicht ab. Es ist zu vermuten, dass jetzt auf politischer Ebene verstärkt interagiert werden muss und wird, um eine europäische Lösung zu finden.
Der veröffentlichte Empire-State-Index aus den USA ist erneut hinter den Erwartungen zurückgeblieben und deutet auf eine Abkühlung der Wirtschaftsaktivität im Großraum New York hin. Dadurch könnte das Zinssenkungsthema grundsätzlich wieder etwas mehr Fantasie bekommen.
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