DAX® - Sentiment: Euphorie weiter Fehlanzeige
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Sentiment: Euphorie weiter Fehlanzeige
Gerade einmal 125 Punkte lagen gestern beim DAX® zwischen Tageshoch und -tief. Diese unterdurchschnittliche Handelsspanne zeugt davon, dass die deutschen „blue chips“ keine großen Anschlussverkäufe nach dem Scheitern an der Marke von 26.500 Punkten mehr belasteten. Dennoch gilt es, die zuletzt immer wieder angeführten Unterstützungen bei 25.900 Punkten sowie die deutlich wichtigere Bastion in Form der großen Ausbruchszone des Jahres 2026 bei rund 25.500 Punkten unbedingt zu verteidigen. In die zuletzt genannte Haltezone fällt mittlerweile auch die 50-Tage-Linie (akt. bei 25.379 Punkten). Zum Abschluss – wie so oft am Donnerstag – noch ein Blick auf die Börsenstimmung. Gemäß der jüngsten Sentimentumfrage der American Association of Individual Investors (AAII) ist sowohl der Bullen- (35,5 %) als auch der Bärenanteil (39,9 %) unter den amerikanischen Privatanlegern im Vergleich zur Vorwoche leicht gestiegen. Da die Pessimisten aber weiterhin in der Überzahl sind, kann nicht von einer euphorischen Grundstimmung gesprochen werden. Letztlich ist das Sentiment also ein unterstützender Faktor.
DAX® (Daily)
Quelle: LSEG, tradesignal² / 5-Jahreschart im Anhang
5-Jahreschart DAX®
Quelle: LSEG, tradesignal²
Höchster Stand seit 2007!
Die 30-jährige Rendite USA sendet aus technischer Sicht ein deutliches Signal: Der jüngste Zinsanstieg ist gleichbedeutend mit dem höchsten Stand seit dem Jahr 2007! Es wird also fast ein 20-Jahres-Hoch erreicht. Noch dramatischer sind allerdings die charttechnischen Auswirkungen, denn mit dem Sprung über die Hochs aus den Jahren 2023, 2025 und dem Frühjahr 2026 hat das Zinsbarometer den ultimativen Deckel bei gut 5 % gelüftet. Dank dieser Weichenstellung liegt ein aufsteigendes Dreieck – also ein klassisches, trendbestätigendes Muster vor. Der Aufwärtsdruck bei den Renditen dürfte also anhalten, und zwar solange, wie der Ausbruch über die Schlüsselmarke von 5 % Bestand hat. Rein rechnerisch ergibt sich aus der aufsteigenden Dreiecksformation ein Kursziel von gut 6,5 %. Diverse alte Hoch- und Tiefpunkte bei 5,90 % definieren auf dem Weg dorthin ein wichtiges Zwischenziel. Per Saldo bleibt die Zinsentwicklung ein Risikofaktor für risikotragende Assets, zumal die Renditen auf breiter Basis steigen. Besonders auffällig ist der Zinsanstieg in Frankreich, wo die „10-jährige“ über der 4 %-Marke notiert.
30-jährige Rendite USA (Monthly)
Quelle: LSEG, tradesignal² / 5-Jahreschart im Anhang
5-Jahreschart 30-jährige Rendite USA
Quelle: LSEG, tradesignal²
Die Mutter aller Aufwärtsgaps
Die Moderna-Aktie entwickelt sich in diesem Jahr zu einem echten Dauerbrenner an dieser Stelle (siehe „HSBC Daily Trading“ vom 12. und 21. Januar sowie vom 24. Juni bzw. 9. Juli). Gleich zu Beginn des Jahres hatten wir die sich abzeichnende Bodenbildung nach fünf Jahren Abwärtstrend diskutiert. Im weiteren Jahresverlauf haben wir dann den Bruch des besagten Baissetrends seit August 2021 (akt. bei 70,97 USD) mehrfach als wichtigen Katalysator definiert. Gestern war es soweit: Mit einer selten erlebten Aufwärtskurslücke (64,46 USD zu 114,46 USD) gelang der finale Trendbruch. Im gleichen Aufwasch wurden die charttechnischen Hürden bei 100/114 USD aus dem Weg geräumt. Auf diesem Niveau hatte die Moderna-Aktie im Jahr 2024 ebenfalls eine wichtige Kurslücke gerissen. Damit bietet sich dieses Level als strategische Absicherung und zur Gewinnsicherung an. Auf der Oberseite markieren indes das 2024er-Hoch (170,47 USD) bzw. die horizontalen Barrieren bei rund 200 USD die nächsten Anlaufziele. Letztlich ist die Entwicklung der Aktie ein Lehrbuchbeispiel wie aus einer frühen Positionierung dank einer erfolgreichen Umkehr ein strategisches, trendfolgendes Investment werden kann.
Moderna (Monthly)
Quelle: LSEG, tradesignal² / 5-Jahreschart im Anhang
5-Jahreschart Moderna
Quelle: LSEG, tradesignal²
Keilformation als Katalysator
Seit März hat die Agnico Eagle-Aktie eine scharfe Preiskorrektur durchlaufen: Von 255 USD fiel der Goldtitel auf 135 USD zurück. Im Verlauf dieses Rücksetzers wurden „überhitzte Erwartungen“ abgebaut und es hat technisch eine Bereinigung stattgefunden. Charttechnisch vollzog sich die beschriebene Korrektur in Form einer klassischen Keilformation. Genau diese Konstellation gilt häufig als Vorbote für eine Trendfortsetzung, welche dank des erfolgten Ausbruchs jetzt deutlich an Konturen gewinnt. Vermutlich sogar mehr als das, denn aktuell spricht der Ausbruch aus dem Keil dafür, dass die Aktie wieder in die Erfolgsspur zurückkehrt. Vor diesem Hintergrund definieren wir einen Anstieg über die 50 Wochen Linie (akt. bei 180,84 USD) als wichtigen Katalysator in Richtung Norden, zumal der trendfolgende MACD auf Wochenbasis auf historisch niedrigem Niveau gerade ein neues Einstiegssignal geliefert hat (siehe Chart). Die jüngsten Aufwärtsgaps auf Tagesbasis unterstreichen die Ambitionen der Bullen zusätzlich. Das Aprilhoch bei 224,35 USD definiert das nächste Anlaufziel, ehe das Allzeithoch bei 255,24 USD wieder auf die Agenda rückt. Die Kurslücke im Tagesbereich bei 196,10/189,69 USD kann indes als Absicherung herangezogen werden.
Agnico-Eagle Mines (Weekly)
Quelle: LSEG, tradesignal² / 5-Jahreschart im Anhang
5-Jahreschart Agnico-Eagle Mines
Quelle: LSEG, tradesignal²
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