DAX rutscht weiter ab – Anleger schalten ruckartig in den Risk-off-Modus
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So wie der DAX in den vergangenen Monaten der erhofften konjunkturellen Belebung vorausgeeilt ist, so schwer fällt es den Anlegern, bei jetzt überraschend positiven Indikatoren wie den heute gemeldeten Auftragseingängen noch nachzukaufen. Dabei könnte die deutsche Industrie mit dem größten monatlichen Auftragsplus seit zwei Jahren die Talsohle endlich hinter sich gelassen haben.
Das Sondervermögen der Bundesregierung scheint endlich seine Wirkung zu entfalten. Während andere Indikatoren in den vergangenen Wochen noch widersprüchliche Signale sendeten, ist der Blick in die vollen Auftragsbücher der Industrie eindeutig. Nun müssen diese Aufträge nur noch abgearbeitet werden und der Konjunkturmotor kann einen Gang höher schalten.
Dass Börse und Wirtschaft allerdings nicht immer in die gleiche Richtung laufen, kennen wir bereits aus den vergangenen, eher konjunkturtrüben zwei Jahren. Während die Wirtschaft am Boden lag, erreichte der DAX ein Rekordhoch nach dem anderen. Jetzt ist es genau andersherum. Während sich die Stimmung aufhellt, kippt der Aktienmarkt weg.
Weil an der Wall Street der Druck auf die einstigen Favoriten vor allem bei den hoch gewichteten Magnificent Seven steigt und eigentlich gute Quartalsbilanzen aus Angst vor zu hohen Investitionen in die KI-Zukunft, die sich nicht schnell genug monetarisieren lassen, zu ruckartigen Verkäufen führen. Alles, was Risiko beinhaltet, wie der Markt für Kryptowährungen, und hier allen voran der Bitcoin, beschleunigt in diesen Tagen seine Talfahrt und dreht so die Spirale von Liquidationen immer schneller nach unten.
Dem Abwärtssog kann sich auch der Dax nicht entziehen und muss die noch am Dienstag noch übersprungene 25.000er Marke als kurzfristiges Ziel zumindest aufgeben. Der klare Fehlausbruch stellt sich im Nachhinein als klassische Bullenfalle heraus, das noch junge Börsenjahr 2026 steht jetzt vor seiner ersten ernsthaften Bewährungsprobe. Können sich die Märkte in den kommenden Tagen nicht zumindest stabilisieren, dürften auch die ersten langfristig orientierten Anleger das Handtuch werfen.
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