DAX kämpft mit der 25 000er-Marke – Bank of Japan erhöht Leitzinsen
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Die hohe Inflation hat eine weitere Notenbank zu einer Zinserhöhung veranlasst. Die Bank of Japan hat wie erwartet ihren Leitzins von 0,75 auf ein Prozent erhöht und weitere Schritte in diese Richtung nicht ausgeschlossen. Der Nikkei sprang in einer ersten Reaktion auf ein neues Rekordhoch über 70 000 Punkte, konnte die Marke im weiteren Handelsverlauf aber nicht halten. Dennoch bleibt die Stimmung an der Börse in Tokio optimistisch. Zum einen wurden im Notenbankgremium keine Stimmen laut, die eine noch restriktivere Geldpolitik und schnellere Zinserhöhungen empfehlen, und zum anderen liegen mit einem Prozent die Leitzinsen in Japan immer noch weit unter dem Niveau der anderen großen Wirtschaftszonen.
Aus China kamen zusätzliche Handelsimpulse durch eine leicht besser als erwartete Industrieproduktion, aber gleichzeitig schwächer als erwartete Einzelhandelsumsätze. Letztere sind im Mai zum ersten Mal seit mehr als drei Jahren überraschend deutlich zurückgegangen, und zwar um 0,6 Prozent. Erwartet wurde eine Stagnation auf dem jüngsten Niveau. Diese Entwicklung erhöht den Druck auf die Regierung, weitere Konjunkturmaßnahmen zur Ankurbelung des Konsums zu ergreifen. Für den Handel in Frankfurt spielen die Indikationen aus China eine wichtige Rolle, da die deutsche Wirtschaft eine sehr hohe Exportabhängigkeit vom Reich der Mitte hat.
In den USA gehen die Aktien von SpaceX weiter steil und legen am ersten Handelstag nach dem IPO auf über 190 US-Dollar zu. Der Umsatz des Konzerns lag im vergangenen Jahr bei 19 Milliarden Dollar, der Verlust gleichzeitig bei fünf Milliarden Dollar. Dennoch wird das Unternehmen mit einer Marktkapitalisierung von rund 2,5 Billionen Dollar bewertet. Es braucht also schon eine gehörige Portion Fantasie, um dieses Niveau rechtfertigen zu können.
Die Abstrahleffekte auf die deutschen Aktien dürften sich allerdings in Grenzen halten und somit sollte sich der DAX heute weiter mit der Marke von 25 000 Punkten beschäftigen.
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