DAX fängt sich zum Wochenschluss – Notenbanken in der Zwickmühle
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Auf dem Börsenparkett war die Erleichterung über die ausgebliebene Überraschung bei der Veröffentlichung der US-Verbraucherpreise deutlich spürbar. Lediglich die Kernrate lag im August im Monatsvergleich mit einem Anstieg von 0,3 Prozent leicht über den erwarteten 0,2 Prozent. Die Wall Street eröffnete entsprechend fester und in diesem Fahrwasser konnte auch der DAX am Nachmittag die Marke von 25 500 Punkten zurückerobern. Jetzt verschiebt sich der Fokus der Investoren auf die Fed-Sitzung am kommenden Mittwoch.
Gleichzeitig bleiben die Energiepreise das Hauptthema an den Finanzmärkten. Insbesondere die Lieferkettenstörungen in Saudi-Arabien durch Angriffe der Huthi-Rebellen haben die Notierungen der Ölsorten in den vergangenen Tagen verteuert. Inflationssorgen und die Angst der Investoren vor einem Stagflationsszenario in Europa und den USA waren die Folge. Zum Wochenschluss gab es aber auch in diesem Punkt etwas Entspannung: Die Ölsorte Brent bewegt sich jetzt wieder von oben in Richtung 100 US-Dollar.
Die Notenbanken stecken in der Zwickmühle und müssen sehr vorsichtig agieren. Sie müssen entscheiden, ob sie entweder die Preissteigerungen mit geldpolitischen Straffungsmaßnahmen bekämpfen, damit aber das Risiko eingehen, das Wachstum zu bremsen. Oder aber sie fahren eine lockere Zinspolitik und fördern das Wirtschaftswachstum, einhergehend mit dem Risiko von weiter steigenden Preisen. Keine einfache Situation, die sich an den Anleihemärkten in steigenden Renditen und fallenden Anleihekursen äußert. Damit dürfte die kommende Woche mit gleich drei Notenbanksitzungen für viel Schwung sorgen und Märkte und Anleger gleichermaßen auf Trab halten.
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