DAX entwickelt am Nachmittag Dynamik – Japanischer Yen unter Beobachtung
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Mit einer positiven Wall Street im Rücken konnte sich der DAX am Nachmittag an die Marke von 26 000 Punkten heranpirschen. Mit für die Börse guten Arbeitsmarktdaten morgen Nachmittag aus den USA könnte der Index die psychologische Barriere vielleicht wieder mit ins Wochenende nehmen. Das wäre aus technischer Sicht ein sehr starkes Signal. Allein die Tatsache, dass nach dem Rutsch unter 26 000 Zählern größere Verkäufe ausblieben, macht Hoffnung auf einen gar nicht so statistisch schlechten Börsenmonat September, der zumindest mal holprig gestartet ist.
Die heute vorgelegten europäischen Einkaufsmanagerindizes zeigen eine heterogene Gemengelage in Europa. Für Deutschland geht der Aufwärtstrend weiter, jedoch ist der Wirtschaft noch nicht der Sprung in die Expansionsphase gelungen. Für einen erkennbaren Dämpfer sorgten dagegen die Erzeugerpreise. Die Anstiege fielen jeweils 0,2 Prozentpunkte höher als befürchtet aus und zeigen die Folgen der gestiegenen Energiepreise.
Die US‑Arbeitsmarktdaten und die Handelsbilanz fielen leicht besser als erwartet aus und verhelfen den Indizes in den USA zu Kursgewinnen. Aussagen des US‑Notenbankmitglieds Waller stützen zusätzlich. Er plädiert für eine Zinspause im September, da eine anstehende Revision der Teuerungsrate durch die Neuberechnung des PCE-Deflators bevorstehe.
Für Aufsehen sorgen derzeit die Bewegungen des japanischen Yen zum US-Dollar und zum Euro. Die Investoren fühlen sich an die Zeit von vor zwei Jahren zurückerinnert, wobei es nach Interventionen über eine Zinserhöhung der Bank of Japan zu Turbulenzen an den internationalen Finanzmärkten kam. Der japanische Yen wird für sogenannte Carry-Trades genutzt, bei denen sich die Investoren im Yen verschulden und die Gelder in US- und europäische Anlagen investieren.
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