DAX® - Bewegungspotenzial staut sich auf
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Bewegungspotenzial staut sich auf
Der DAX® startete relativ ruhig mit einer Hoch-Tief-Spanne von lediglich gut 200 Punkten in die neue Handelswoche. Im Vergleich zum Vortagesschluss ergibt sich zudem nur eine geringe Veränderung. Per Saldo ergibt sich ein sog. Innenstab – und zwar exakt im Bereich der 50-Tage-Linie (akt. bei 24.602 Punkten). Die angeführte Glättung stellt eine erste Unterstützung dar. Übergeordnet ist derzeit bei den deutschen Standardwerten eine gewisse Lethargie festzustellen. Aufgrund der aktuellen Bewegungsarmut staut sich ein gewisses Bewegungspotenzial auf. Damit sich dieses entlädt, sind zwei Zonen entscheidend. Zum einen dient die Kombination aus dem unteren Bollinger Band und der 200-Tage-Glättung (akt. bei 24.254/24.243 Punkten) als großer Taktgeber auf der Unterseite. Zum anderen definieren die Hochs bei 25.500 Punkten die entscheidende Hürden, um ein neues Aufwärtsmomentum zu entfachen. Seit dem Allzeithoch von Mitte Januar bei 25.508 Punkten haben die deutschen Standardwerte auf diesem Niveau mehrfach nach unten gedreht. Da auch der Monatschart die Bedeutung dieser Signalmarke unterstreicht, handelt es sich um ein Signallevel von hoher Relevanz.
DAX® (Daily)
Quelle: LSEG, tradesignal² / 5-Jahreschart im Anhang
5-Jahreschart DAX®
Quelle: LSEG, tradesignal²
Endlich wieder einen Blick wert?
Keine Frage: Die Aktie von Kraft Heinz gehört derzeit zu den eher ungeliebten, antizyklischen Tradingkandidaten. Doch möglicherweise ändert sich das gerade. Schließlich hat der Kursverfall der letzten vier Jahre den Titel von 45 USD bis auf 21 USD gedrückt: Langfristig fällt die Baisse sogar noch deutlich dramatischer aus, denn noch 2017 notierte das Papier bei knapp 100 USD. Per Saldo nähert sich das Papier dem Coronatief aus dem Jahr 2020 bei 19,99 USD. Auf dieser Basis bildet der Nahrungsmittelkonzern nun aber eine mögliche, inverse Schulter-Kopf-Schulter-Formation aus (siehe Chart). Die aktuellen Trendwendeambitionen werden durch den Monatschart untermauert, denn die Mehrzahl der jüngsten Monatskerzen verfügt über markante Lunten. Der größte Abverkaufsdruck scheint also überstanden zu sein. Was aus charttechnischer Sicht für einen Befreiungsschlag noch fehlt, ist ein Spurt über die fallende Nackenlinie der unteren Umkehrformation (akt. bei 24,51 USD). Gelingt der Ausbruch, dann eröffnet sich ein rechnerisches Erholungspotenzial von gut 4 USD bzw. ein Kursziel im Bereich von 28,50 USD. Die o. g. Haltezone ist indes als engmaschige Absicherung prädestiniert.
Kraft Heinz (Weekly)
Quelle: LSEG, tradesignal² / 5-Jahreschart im Anhang
5-Jahreschart Kraft Heinz
Quelle: LSEG, tradesignal²
Kernunterstützung als Sprungbrett?
Haltezonen, die über einen langen Zeitraum bestehen und dabei vor allem einigen Stresstests standgehalten haben, besitzen für technisch motivierte Anlegerinnen und Anleger eine besondere Anziehungskraft. Die Veeva-Aktie verdeutlicht das auf eindrucksvolle Weise: Bei rund 150 USD besteht eine Kernunterstützung, die in den vergangenen vier Jahren mehrfach als verlässlicher Support fungierte. Das erhöht die Relevanz dieser Zone deutlich: Solange sie verteidigt wird, bleibt die Wahrscheinlichkeit einer Bodenbildung erhöht. Charttechnisch ergibt sich zudem die Chance auf die Ausprägung eines klassischen Doppelbodens – definiert durch die Tiefs bei 148,05/150,39 USD (siehe Chart). Auf der Indikatorenseite lieferte der MACD zuletzt ein neues Kaufsignal, während im Verlauf der Relativen Stärke (Levy) der Bruch des Abwärtstrends seit Juni 2025 die aktuellen Trendwendeambitionen unterstreicht. Auf der Oberseite befindet sich ein naheliegendes Erholungsziel im Bereich der 200 Wochen Linie (akt. bei 207,86 USD) – insbesondere, wenn mit einem Spurt über die Marke von 192 USD der Abschluss der diskutierten Bodenbildung endgültig gelingt. Rein rechnerisch ergibt sich dann sogar ein kalkulatorisches Kursziel im Bereich von 230 USD, wohingegen die Bastion bei 150 USD als strategische Absicherung prädestiniert ist.
VEEVA SYSTEMS (Weekly)
Quelle: LSEG, tradesignal² / 5-Jahreschart im Anhang
5-Jahreschart VEEVA SYSTEMS
Quelle: LSEG, tradesignal²
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Autor: Jörg Scherer






