Daniel kauft SpaceX-Zulieferer, Big Tech Earnings, neue Kryptosteuer & Novo vs Eli Lilly
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In der aktuellen Ausgabe des Podcasts “Aktientalk” sprechen unser Goldesel Michael Flender und Daniel von Investflow über die Quartalszahlen von Apple, Amazon und Meta sowie deren Marktstellung.
Außerdem blicken unsere Experten für euch auf die Zahlen von Eli Lilly und die in diesem Zusammenhang etwas stärkere Performance der Novo Nordisk Aktie.
Zudem hat Daniel eine Aktie gekauft, die als Zulieferer für SpaceX profitieren könnte und die beiden Podcast-Hosts blicken auf den Sektor der Speicherchip-Hersteller.
Welche Aktie Daniel gekauft hat, wie die Zahlen von Amazon, Alphabet und Meta ausgefallen sind und warum ein Einstieg bei Sandisk oder Micron Technologie aktuell ein Problem sein könnte, das und vieles mehr erfahrt ihr in der aktuellen Podcast-Episode bei Apple Podcast, Spotify oder direkt bei Youtube.
Big Tech Earnings: Erwartungen geschlagen, Kursreaktion gemischt
Die Berichtssaison der großen Techkonzerne war im Kern stark. Das Entscheidende war diesmal aber nicht nur, ob die Erwartungen geschlagen wurden, sondern wie der Markt die Qualität dieser Zahlen und vor allem die Investitionen in KI bewertet.
Meta ist dafür das beste Beispiel. Operativ waren die Zahlen bombastisch. Trotzdem geriet die Aktie deutlich unter Druck. Der Grund: noch höhere Capex-Ausgaben. Statt ohnehin schon gewaltiger Summen stehen jetzt 125 bis 145 Milliarden Dollar an Investitionen im Raum.
Der Markt unterscheidet aktuell sehr genau zwischen verschiedenen Arten von KI-Ausgaben:
- Amazon und Alphabet investieren massiv, bauen Rechenleistung auf und monetarisieren diese direkt über Cloud-Angebote.
- Meta investiert ebenfalls gewaltig, nutzt die Kapazitäten aber stärker intern. Das macht die Rendite auf diese Ausgaben schwerer greifbar.
Genau darin liegt der Unterschied. Wenn Amazon oder Google neue Kapazitäten online bringen, kommt in vielen Fällen relativ direkt Umsatz herein. Bei Meta ist stärker offen, ob daraus mittelfristig wirklich ein ähnlich klarer Return entsteht oder ob man irgendwann wieder auf ein zweites Metaverse-Desaster schaut. Das Unternehmen kann sich diese Wetten leisten, keine Frage. Aber der Markt ist nach den Erfahrungen der letzten Jahre vorsichtiger geworden.
Amazon bleibt einer der spannendsten KI-Gewinner
Amazon gehört für Michael weiter zu den Unternehmen, die im aktuellen Umfeld am besten aufgestellt sind. Vor allem AWS hat gezeigt, warum der Konzern im KI-Zeitalter eine zentrale Rolle spielt.
Das AWS-Wachstum hat sich auf 28 Prozent beschleunigt. Die Nachfrage nach Chips und Rechenleistung ist riesig. Gerade bei den eigenen Trainium-Chips ist die Nachfrage so hoch, dass man praktisch von Auslastung am Anschlag sprechen kann. Das Management hat noch einmal betont, dass der Auftragsbestand enorm ist und neu geschaffene Kapazitäten im Prinzip direkt absorbiert werden.
Wichtig ist dabei auch: Amazon wächst nicht nur mit AWS, sondern weiterhin zweistellig in mehreren Segmenten, inklusive Werbegeschäft. Das Unternehmen investiert zwar gewaltig, aber hier ist die Story relativ klar. KI ist kein Experiment am Rand, sondern ein Treiber für Cloud-Umsätze, Infrastruktur und Produktivität.
Beim Gewinn pro Aktie gab es auch einen sehr starken Beat, der aber durch die Neubewertung von Beteiligungen wie Anthropic verzerrt war. Man sollte also nicht jede Schlagzeilenzahl eins zu eins als operative Stärke lesen. Trotzdem bleibt der Gesamteindruck stark. Amazon wirkt wie ein Konzern, der im KI-Umbau der Wirtschaft nicht nur mitläuft, sondern direkt an der Infrastruktur verdient.
Alphabet ist für Michael aktuell das beste Unternehmen der Welt
Das ist eine steile Aussage, aber im Gesamtkontext absolut vertretbar: Alphabet ist aktuell aus Michaels Sicht das beste Unternehmen der Welt.
Warum? Weil Alphabet in einer Breite aufgestellt ist, die kaum ein anderer Konzern bietet, und gleichzeitig in fast jedem Bereich hochprofitabel arbeitet. Suche, YouTube, Cloud, eigene Chips, Beteiligungen, autonome Mobilität, KI-Modelle, Infrastruktur, Werbung. Das alles greift ineinander.
Die Zahlen waren schlicht überragend:
- Umsatzwachstum: plus 22 Prozent
- Nettogewinn: rund 62 bis 63 Milliarden Dollar im Quartal
- Google Cloud: über 60 Prozent Wachstum
- Operatives Ergebnis Cloud: von 2,1 auf 6,5 Milliarden Dollar fast verdreifacht
- YouTube: wieder zweistellig gewachsen
- Google Suche: ebenfalls zweistellig gewachsen
Besonders spannend ist, wie sich das Narrativ zur Google-Suche komplett gedreht hat. Noch vor nicht allzu langer Zeit wurde überall erzählt, die Suche sei durch KI praktisch tot. Mittlerweile zeigt sich eher das Gegenteil: Durch die Integration von KI in die Suche wird das Produkt noch stärker genutzt. Die Dampfmaschinen-Analogie passt hier ganz gut. Bessere Effizienz führt nicht zwingend zu weniger Nutzung, sondern oft zu mehr.
Dazu kommt ein riesiger struktureller Vorteil: Alphabet besitzt mit den TPUs eigene Chips für Training und Inferenz. Dadurch muss man die Margen nicht in derselben Form mit externen Chip-Lieferanten teilen wie viele andere Unternehmen. Gleichzeitig verfügt Google über etwas, das in der KI-Welt kaum zu überschätzen ist: Daten. Und zwar in einer Tiefe und Breite, die praktisch kein anderer Konzern besitzt.
Auch die optionalen Wetten werden langsam greifbarer. Waymo kommt mittlerweile auf rund eine halbe Million Fahrten pro Woche. Das ist nicht der zentrale Kurstreiber, zeigt aber, wie viele zusätzliche Werttreiber Alphabet neben dem Kerngeschäft besitzt.
Wenn ich mir anschaue, wie breit die Monetarisierung aufgestellt ist und wie stark die operative Hebelwirkung gerade in der Cloud inzwischen wird, halte ich es für absolut möglich, dass Alphabet Nvidia bei der Marktkapitalisierung überholt. Nvidia bleibt ein Monster. Aber Alphabet wirkt auf Sicht nachhaltiger und robuster aufgestellt.
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Apple schockt den Markt positiv
Apple war für viele eher die mögliche Enttäuschung in dieser Berichtssaison. Kein großes neues Produkt, viel Spott rund um Siri und KI, dazu Zweifel am Wachstum. Und dann liefert der Konzern plötzlich ein Quartal, das den Markt positiv überrascht.
Die wichtigsten Punkte:
- Umsatz: von 95 auf über 111 Milliarden Dollar gestiegen
- Bruttomarge in Dollar: von 45 auf 55 Milliarden Dollar erhöht
- Net Income: von 24,8 auf 29,6 Milliarden Dollar gewachsen
- China: von 16 auf 20,5 Milliarden Dollar Umsatz gestiegen
- Ausblick Q3: erwartetes Umsatzwachstum zwischen 14 und 17 Prozent
Gerade China war dabei ein echter Aha-Moment. Viele hatten eher mit Gegenwind gerechnet, stattdessen zeigt Apple dort plötzlich wieder richtig Stärke. Das iPhone zieht weiter, das Service-Geschäft läuft ohnehin und insgesamt zeigt sich einmal mehr: Das angeblich langweilige Stammgeschäft ist bei Apple oft immer noch stärker als die Schlagzeilen rundherum.
Natürlich sollte man auch Währungseffekte im Hinterkopf behalten. Der Dollar hat vielen US-Konzernen Rückenwind gegeben. Das gilt nicht nur für Apple. Trotzdem bleibt festzuhalten: Die Zahlen waren deutlich besser, als viele gedacht hatten.
Fed-Sitzung und der Blick auf die Konjunktur
Auch die Aussagen der US-Notenbank wurden vom Markt insgesamt ordentlich aufgenommen. Jerome Powell betonte, dass der Arbeitsmarkt stabil sei. Zudem zeigt sich der US-Konsument bislang robuster, als viele erwarten. Genau das ist ein entscheidender Unterschied zu Europa.
Während in den USA große Konzerne weiter Rekordquartale melden und der Konsum nicht kollabiert, ist die Stimmung in Europa deutlich verhaltener. Wachstumserwartungen wurden mehrfach gesenkt. Vieles deutet eher auf sehr schwache Zuwächse hin als auf einen echten Aufschwung.
Und das merkt man auch im Alltag. Höhere Energiepreise, teurere Lebensmittel, Unsicherheit durch geopolitische Spannungen. Viele Verbraucher treten auf die Bremse. Das ist nicht nur ein Gefühl, das sieht man an Umfragen und in vielen Unternehmenskommentaren.
Neue Kryptosteuer? Haltefrist steht auf der Kippe
Politisch wurde es ebenfalls unerquicklich. In Deutschland verdichten sich die Hinweise, dass die steuerliche Behandlung von Kryptowährungen verschärft werden könnte. Konkret geht es um die bisherige Haltefrist, nach der Gewinne bei einer Haltedauer von mehr als einem Jahr bislang steuerfrei sein können.
Die Rhetorik aus der Politik ist relativ eindeutig. Wenn davon gesprochen wird, Krypto-Gewinne künftig anders besteuern zu wollen, dann gehen bei vielen zurecht die Alarmglocken an.
Noch ist nicht klar, wie eine mögliche Neuregelung konkret aussehen würde. Offene Fragen sind unter anderem:
- Gilt eine neue Steuerregelung nur für zukünftige Käufe?
- Gibt es eine Stichtagsregelung?
- Wie werden bereits bestehende Bestände behandelt?
- Wird die bisherige Einjahresfrist komplett gestrichen?
Die politische Stoßrichtung ist allerdings klar. In einem Land, in dem nahezu alles besteuert wird, war es fast nur eine Frage der Zeit, bis auch diese Sonderstellung angegriffen wird. Das Problem ist dabei weniger nur die Maßnahme selbst, sondern das größere Muster dahinter: Immer neue Abgaben, immer neue Belastungen, während strukturelle Einsparungen und echte Reformen ausbleiben.
Ob der Fiskus damit am Ende wirklich die erhofften Mehreinnahmen erzielt, ist fraglich. Erfahrungen aus anderen Ländern zeigen oft, dass die Realität weit hinter den theoretischen Erwartungen zurückbleibt. Wer wirklich große Vermögen in Krypto hält, hat in der Regel genug Möglichkeiten, flexibel zu reagieren.
Daniel kauft mit Filtronic einen SpaceX-Zulieferer
Spannend war auch ein neuer Kauf im Depot: Filtronic PLC. Das Unternehmen ist kein großer Name, sondern eher ein Spezialwert mit einer Marktkapitalisierung von deutlich unter einer Milliarde. Gerade das macht die Story interessant.
Filtronic baut vereinfacht gesagt Hardware, die für hochfrequente Funkverbindungen entscheidend ist. Dazu gehören Filter, Antennen und Verstärker, die bei anspruchsvollen Kommunikationssystemen dafür sorgen, dass Daten schneller, sauberer und zuverlässiger übertragen werden.
Wenn man sich das Internet als Autobahn vorstellt, liefert Filtronic sozusagen Technik, die diese Autobahn breiter und störungsfreier macht. Und das nicht im Konsumentenbereich, sondern dort, wo normale Technik oft nicht mehr ausreicht.
Ein wichtiger Kunde ist SpaceX, insbesondere im Umfeld von Starlink. Das ist natürlich zugleich Chance und Risiko. Chance, weil Starlink in den kommenden Jahren weiter massiv ausgebaut werden dürfte. Risiko, weil eine starke Abhängigkeit von einem einzelnen Großkunden immer ein Klumpenrisiko ist.
Zusätzlich wird die Technologie aber auch im Verteidigungsbereich immer relevanter. Gerade im Bereich Raumfahrt, Sensorik und militärischer Kommunikation gab es zuletzt neue Aufträge, auch aus Europa, dem Vereinigten Königreich und den USA. Für ein kleines Unternehmen mit Spezial-Know-how ist das eine interessante Kombination aus Wachstum, strategischer Relevanz und möglicher Übernahmefantasie.
Falls SpaceX tatsächlich mit einer Billionenbewertung an die Börse marschiert, könnten auch einige Zulieferer stärker in den Fokus rücken. Filtronic ist dafür ein gutes Beispiel.
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Novo Nordisk und Eli Lilly: starke Woche, aber sehr unterschiedliche Dynamik
Bei den Abnehmmedikamenten bleibt das Duell zwischen Novo Nordisk und Eli Lilly eines der spannendsten Themen im Gesundheitssektor. Die Woche war für Novo Nordisk an der Börse gut, auch weil Eli Lilly starke Zahlen geliefert hat. Die entscheidende Frage ist aber, ob das automatisch auch für Novo Nordisk spricht. Und da sollte man nach den Enttäuschungen der Vergangenheit etwas vorsichtiger sein.
Eli Lilly hat im ersten Quartal die Erwartungen klar übertroffen:
- Umsatz: 19,8 Milliarden Dollar statt erwarteter 17,6 Milliarden
- Umsatzwachstum: 56 Prozent
- Ausblick: angehoben
Das ist enorm stark. Gleichzeitig gab es Hinweise, dass der Start der Abnehmpille von Eli Lilly schwächer war als der damalige Start des vergleichbaren Novo-Nordisk-Produkts.
Allerdings wirkt die aktuelle Stärke von Eli Lilly eher wie ein Hinweis darauf, dass Novo Nordisk gerade Marktanteile verliert. Novo Nordisk hatte bei den Erwartungen zuletzt eher enttäuscht und die Dynamik wirkte deutlich schwächer. Das Problem scheint also nicht der Gesamtmarkt zu sein, sondern eher die Positionierung im Wettbewerb.
Deshalb wird das nächste Quartal von Novo Nordisk extrem spannend. Die Hoffnungen sind jetzt wieder gestiegen, weil Eli Lilly so stark geliefert hat. Genau das erhöht aber auch das Enttäuschungspotenzial. Wenn der Markt einen klaren Beat einpreist und der dann ausbleibt, kann es schnell wieder ungemütlich werden.
Mastercard: starke Zahlen, trotzdem fällt die Aktie
Mastercard ist ein gutes Beispiel dafür, wie selektiv der Markt aktuell hinschaut. Die Zahlen waren eigentlich stark:
- Net Revenue: plus 16 Prozent
- Operating Income: plus 18 Prozent
- Net Income: plus 18 Prozent
Und trotzdem reagierte die Aktie negativ. Der Knackpunkt war das Cross Border Volume, also grenzüberschreitende Zahlungsvolumen. Nominal lag das Wachstum hier bei 13 Prozent, währungsbereinigt aber nur noch bei 9 Prozent. Genau dort schauen viele Anleger gerade besonders genau hin.
Warum? Weil geopolitische Spannungen, steigende Betriebskosten und Belastungen im Reiseverkehr genau diese hochmargigen internationalen Zahlungsströme treffen können. Mastercard bleibt operativ stark, aber der Markt preist bereits mögliche Bremsspuren für die kommenden Quartale ein.
Trotzdem gilt wie so oft bei Visa und Mastercard: Schwächephasen waren historisch oft eher Gelegenheiten zur genaueren Prüfung als Gründe für Panik.
Software-Aktien feiern ein kleines Comeback
Ein besonders spannender Teil der Woche kam aus dem Software-Sektor. Dort war in den vergangenen Monaten die große Angst, dass KI viele klassische Softwaremodelle unter Druck setzen könnte. Vor allem Unternehmen mit Sitzlizenzen und Team-Software standen unter Beobachtung.
Jetzt kamen aber einige starke Signale:
- Atlassian meldete rund 32 Prozent Umsatzwachstum und starke Cloud-Zahlen
- Twilio und Reddit überzeugten ebenfalls
- Auch Namen wie ServiceNow, HubSpot, Snowflake, Workday, Figma, Asana und Monday.com profitierten im Kursumfeld
Bei Atlassian war besonders wichtig, dass das Management keine Anzeichen für eine breite Nutzerkompression sieht. Also nicht das befürchtete Bild, dass massenhaft Lizenzen wegfallen, weil KI-Agenten Jobs ersetzen. Im Gegenteil: Der Bedarf an Kontext, Struktur und teamübergreifender Zusammenarbeit könnte in einer Welt mit KI-Agenten sogar noch wichtiger werden.
Genau das ist ein interessanter Gedanke. Wenn Menschen künftig nicht weniger, sondern anders arbeiten und dabei Teams von KI-Agenten steuern, dann wird die saubere Organisation von Daten, Prozessen und Kontext noch wertvoller. Für viele Softwareunternehmen könnte KI also eher Rückenwind als Disruption bedeuten.
Ein absurder Sonderfall: Speicheraktien wie SanDisk eskalieren komplett
Was im Speichersektor passiert, ist derzeit fast schon surreal. Unternehmen, die auf den ersten Blick Massenware herstellen, erzielen plötzlich Margen und Wachstumsraten, die man eher von den heißesten Softwarefirmen erwarten würde.
SanDisk ist dafür das Extrembeispiel. Das Unternehmen meldete:
- Umsatzwachstum: rund 250 Prozent
- Umsatz: 6 Milliarden Dollar statt erwarteter 4,7 Milliarden
- Gewinn je Aktie: 23,41 Dollar statt erwarteter 14,42
- Ausblick: nochmals deutlich über den Erwartungen
Die Ursache ist das extreme Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage bei bestimmten Speicherlösungen. KI-Infrastruktur frisst Speicher, und wenn Engpässe entstehen, explodieren die Preise. Das führt dazu, dass selbst klassische Hardwareanbieter plötzlich absurd hohe Margen erzielen.
Natürlich ist der Speichermarkt traditionell stark zyklisch. Genau deshalb ist die Situation so verrückt. Denn normalerweise folgen auf hohe Preise irgendwann Überkapazitäten und Margendruck. Aktuell aber scheint der Engpass so massiv, dass selbst nach enormen Kursanstiegen viele dieser Aktien nicht einmal offensichtlich überteuert wirken. Das Risiko liegt eher darin, den Zyklus falsch zu timen.
Offenlegung wegen möglicher Interessenkonflikte
Der Autor ist in den folgenden besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Analyse investiert: .
