Dänemark will Militärpräsenz in Grönland verstärken
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Von Anita Hamilton
DOW JONES--US-Vizepräsident JD Vance und US-Außenminister Marco Rubio haben sich im Weißen Haus mit dem dänischen Außenminister Lars Løkke Rasmussen und der grönländischen Außenministerin Vivian Motzfeldt getroffen. Das Treffen dauerte etwa eine Stunde. Kurz zuvor hatten beide Seiten ihre unterschiedlichen Positionen zur Zukunft des dänischen Territoriums Grönland bekräftigt.
Das dänische Verteidigungsministerium teilte am Mittwoch mit, dass es eine erweiterte militärische Präsenz in und um Grönland geben werde, "in enger Zusammenarbeit mit den Nato-Verbündeten". Ziel sei es, die Präsenz der Nato in der Arktis zu trainieren und zu stärken.
Dänemark hatte erklärt, die USA hätten "keine rechtliche Grundlage", Grönland zu annektieren. US-Präsident Donald Trump hat argumentiert, dass die USA das Territorium aus Gründen der nationalen Sicherheit benötigten. Der Premierminister der Arktisinsel, Jens-Frederik Nielsen, sagte am Dienstag: "Wenn wir hier und jetzt zwischen den USA und Dänemark wählen müssen, wählen wir Dänemark."
Er fügte hinzu, der Zweck bestehe darin, "die Fähigkeit zu trainieren, unter den einzigartigen arktischen Bedingungen zu operieren, und den Fußabdruck des Bündnisses in der Arktis zu stärken, was sowohl der europäischen als auch der transatlantischen Sicherheit zugutekommt".
Am Mittwoch bestätigte Trump seine Sicht, dass die USA Grönland bekommen müssten. "Es ist lebenswichtig für den Golden Dome, den wir bauen", postete er am frühen Mittwoch auf Truth Social.
Der Golden Dome ist ein weltraumgestütztes Raketenabwehrsystem, das die USA schaffen wollen. Strategisch ist Grönland für Zwecke der nationalen Sicherheit gut gelegen, da die kürzeste Route für eine ballistische Rakete von Russland in die USA über Grönland führt.
Der US-Militärstützpunkt in Grönland, die Pituffik Space Base, wurde 2023 umbenannt, zum Teil, um den traditionellen grönländischen Namen für das Gebiet widerzuspiegeln, in dem sich der Stützpunkt befindet. Die US Space Force ist für den Schutz von Satelliten, Raketenwarnsystemen und anderen weltraumgestützten Operationen verantwortlich.
Kontakt zum Autor: konjunktur.de@dowjones.com
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