Kommentar
15:00 Uhr, 09.03.2026

Crash oder Rücksetzer?

Die Eskalationsspirale hat Fahrt aufgenommen und es gibt die ersten Anzeichen von Panik. Die Erfahrung aus den vergangenen Jahren sagt, dass es jetzt darum geht, die Angst-Spitzen auszuloten. Als Indikatoren sind die Volatilitäts-Indizes VIX für den S&P500 bzw hierzulande der VDAX erprobt. Sie gelten zu Recht als Fieberthermometer an den Börsen. Darüber hinaus hat sich der Fear&Greed Index als Angstbarometer bewährt.

Wir schauen heute auf Volatilität und Angst nach der Eskalation am Wochenende und ordnen die aktuellen Stände beiderseits des Atlantiks in den historischen Kontext ein.

Der DAX eröffnete heute unter der 23.000 Punkte Marke und stabilisierte sich im Laufe des Vormittags über der runden Make. Der VDAX startete über 30 in die Woche. Zum Vergleich: Das letzte Mal, als der DAX die 23.000 Punkte Marke erreichte, lag der VDAX bei 25, das war im November letzten Jahres. Im Hinblick auf die Angst, haben wir dieses Niveau also schon überschritten.

Ein noch höheres Niveau erreichte der VDAX in der ersten Aprilwoche letzten Jahres mit knapp 45. Das war der Trump-Zoll-Crash. Dieses Niveau haben wir bisher nicht erreicht. Der DAX hatte damals rund 20% vom Top verloren, bisher sind es 11%. Wir befinden uns also aktuell im DAX relativ genau zwischen den beiden letzten Rücksetzern aus April und November 2025. Bleibt es dabei, kann man für das deutsche Börsenbarometer einen Seitwärtstrendkanal zwischen 23K und 25,5K konstatieren. Das setzt aber voraus, dass eine weitere Eskalation ausbleibt und das wird nicht hierzulande entschieden, sondern in den USA.

Das ist ein Auszug aus dem Bernecker Börsenkompass. Wenn Sie sich einen Überblick verschaffen wollen, dann klicken Sie hier.

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