Kommentar
06:30 Uhr, 16.06.2026

Coinbase-CEO Brian Armstrong: Hat Bitcoin hier schon die Schmerzgrenze erreicht?

Hat Bitcoin die schlimmste Phase der Korrektur bereits hinter sich? Coinbase-Chef Brian Armstrong hält einen Boden bei 60.000 US-Dollar für möglich.

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Coinbase-CEO Brian Armstrong hält es für möglich, dass Bitcoin seinen jüngsten Tiefpunkt bereits erreicht hat. In einem am gestrigen 15. Juni veröffentlichten Video erklärt der Chef der größten US-Krypto-Börse: “Mein Instinkt sagt mir, dass wir wahrscheinlich bereits den Tiefpunkt gesehen haben, vielleicht bei der Marke von 60.000 US-Dollar. Aber sicher sagen kann das niemand”, so Armstrong. Trotz der jüngsten Kursverluste bleibe er langfristig optimistisch. Bitcoin sei für ihn das “neue digitale Gold”.

Bitcoin erholt sich nach Kursrutsch

Bitcoin notierte am Montag wieder über 66.000 US-Dollar und legte binnen 24 Stunden knapp drei Prozent zu. Anfang Juni war die Kryptowährung zeitweise auf rund 59.743 US-Dollar gefallen. Es war der niedrigste Stand seit Oktober 2024.

I’m as bullish as ever on Bitcoin, and still long (as always).

It’s never as good or bad as it seems. pic.twitter.com/AeRmUJsNt3

— Brian Armstrong (@brian_armstrong) June 15, 2026

Als Orientierung verweist Armstrong auf den bekannten Vierjahreszyklus von Bitcoin. Die regelmäßig stattfindenden Halvings hätten in der Vergangenheit häufig mit Wechseln zwischen Bullen- und Bärenmärkten zusammengefallen. Vom Allzeithoch bei knapp 126.000 US-Dollar im Oktober 2025 liegt Bitcoin derzeit rund 50 Prozent entfernt.

Daten senden gemischte Signale

Bereits Anfang Juni hatte Armstrong argumentiert, dass der Bitcoin-Kurs nicht das gesamte Bild des Krypto-Marktes widerspiegele. Derivate, Stablecoins und Prognosemärkte würden weiterhin Wachstum zeigen.

Ob die Marke von 60.000 US-Dollar tatsächlich einen nachhaltigen Boden darstellt, bleibt jedoch offen. Zwar befindet sich Bitcoin laut Onchain-Daten zuletzt in einer historischen Bewertungszone nahe des Realized Price von rund 53.600 US-Dollar. Gleichzeitig bleibt die Nachfrage schwach und auch die Kapitalzuflüsse in Spot-ETFs haben sich bislang nicht stabilisiert. Ein möglicher Boden und eine bestätigte Trendwende sind daher nicht zwangsläufig dasselbe.

Weshalb die Gefahr einer andauernden Schwächephase noch nicht gebannt ist, lest ihr hier: Bitcoin-Analyse: Steht die finale Kapitulation noch bevor?

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