China schiebt Anti-Dumping-Untersuchung gegen EU-Brandy hinaus
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Von Sherry Qin
DOW JONES--China hat eine Anti-Dumping-Untersuchung von Brandy-Importen aus der Europäischen Union erneut hinausgeschoben, noch vor der erwarteten Ankündigung neuer US-Zölle. Das chinesische Handelsministerium teilte mit, es werde die Untersuchung bis zum 5. Juli verlängern und begründete dies mit der Komplexität des Falles.
Der Schritt ist das jüngste Kapitel im handelspolitischen Tauziehen zwischen China und der EU, die ebenfalls mehrere Untersuchungen gegen chinesische Unternehmen wegen angeblich unlauteren Wettbewerbs mit Hilfe von staatlichen Subventionen eingeleitet hat.
Die Spannungen sind noch komplizierter geworden, da die Aussicht auf umfassende US-Zölle auf wichtige Handelspartner, darunter China und die EU, multilaterale Handelskonflikte auszulösen droht.
China leitete im Januar vergangenen Jahres eine Untersuchung zu in der EU hergestelltem Branntwein ein, verzichtete aber im August auf die Verhängung von Strafmaßnahmen, obwohl es nach eigenen Angaben Beweise für Dumping fand.
Nachdem die EU-Mitgliedstaaten im Oktober dafür gestimmt hatten, Zölle von bis zu 45 Prozent auf in China hergestellte Elektrofahrzeuge zu erheben - ein Schritt, mit dem die europäischen Automobilhersteller angesichts der zunehmenden Konkurrenz durch chinesische Unternehmen geschützt werden sollten -, reagierte Peking mit vorläufigen Zöllen auf Brandy-Einfuhren.
Die Untersuchung, die ursprünglich am 5. Januar dieses Jahres enden sollte, wurde erstmals im Dezember letzten Jahres um drei Monate verlängert.
Kontakt zum Autor: konjunktur.de@dowjones.com
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