China: Ausländische Direktinvestitionen (FDI) geben weiter nach
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Peking (BoerseGo.de) – Die ausländischen Direktinvestitionen (FDI) in China sind im Februar den vierten Monat in Folge gefallen. Dabei belastete in Folge der europäischen Staatsschuldenkrise besonders ein starker Rückgang der Direktinvestitionen aus der Europäischen Union (EU).
Die FDI sanken im Februar um 0,9 Prozent im Jahresvergleich auf 7,7 Milliarden Dollar, wie das chinesische Handelsministerium am heutigen Donnerstag in einer Erklärung mitteilt. Die Geldzuflüsse aus der Europäischen Union (EU) brachen im Februar im Jahresvergleich um 33,32 Prozent auf 906 Millionen Dollar ein, während die Investitionen aus den USA um 0,87 Prozent auf 525 Millionen Dollar zulegen konnten. In der Periode von Januar bis Februar 2012 wurde ein FDI-Rückgang von 0,56 Prozent im Jahresvergleich auf 17,7 Milliarden Dollar notiert. Im Gesamtjahr 2011 zog China Direktinvestitionen aus dem Ausland im Volumen von 116 Milliarden Dollar an, was einem Anstieg um 9,7 Prozent im Jahresvergleich entspricht.
Außerdem teilt Shen Danyang, der Sprecher des chinesischen Handelsministeriums, heute mit, dass das jüngste Handelsdefizit nicht nachhaltig sein wird und das Land im Gesamtjahr 2012 einen Handelsüberschuss erwartet. China hatte für den Februar 2012 ein deutliches Handelsdefizit von 31,48 Milliarden Dollar ausgewiesen, nach einem Handelsüberschuss von 27,28 Milliarden Dollar im Januar. Der Februar wies das größte Handelsdefizit für einen Einzelmonat in den vergangenen 12 Jahren aus.
Das Handelsdefizit im Februar begründete Shen hauptsächlich mit saisonalen Faktoren. „Unsere Einschätzung ist, dass ein nachhaltiges Handelsdefizit sehr unwahrscheinlich ist“, so Shen.
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