Chart der Woche: Das Dillemma der Fed mit den Hyperscalern
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Das US-Finanzministerium steht bei dem Versuch, einen weiteren Anstieg der Anleiherenditen zu begrenzen, vor drei Herausforderungen:
1. Das Wirtschaftswachstum erscheint im Verhältnis zum aktuellen Leitzins sehr stark. Die derzeitigen Bedingungen sprechen im Grundsatz und entsprechend ähnlicher historischer Szenarien eher für eine Straffungsphase der US-Notenbank als für eine Lockerungsphase.
2. Die Haushaltsdefizite und die Staatsverschuldung der USA verschärfen sich trotz der wachsenden Wirtschaft weiter.
3. Die Hyperscaler begeben derart viele Anleihen, dass sie am langen Ende der Zinskurve möglicherweise ein Angebots-Nachfrage-Ungleichgewicht verursachen. Im bisherigen Jahresverlauf 2026 haben die fünf Hyperscaler sowie NVIDIA Schuldtitel im Volumen von rund 320 Mrd. $ emittiert. Darin enthalten sind auch Zweckgesellschaften, bei denen diese Unternehmen als Garantiegeber für Rechenzentrums-Leasingverträge auftreten.
Allein den langlaufenden Anteil der Emissionen im Jahr 2026 schätzt JPMorgan auf umgerechnet 310 Mrd. $ in zehnjährigen Anleihen. Das entspricht 50 % der diesjährigen langfristigen Nettokreditaufnahme des US-Finanzministeriums.
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