Analyse
14:39 Uhr, 02.08.2022

Boeing nach der größten Krise der Geschichte ein Kauf?

Boeing versucht sich nach der größten Krise der Unternehmensgeschichte am Turnaround. Ist die Aktie ein Kauf?

Die Pandemie hat jeden Flugzeugbauer und jede Airline hart getroffen. Die Pandemie allein war eine große und historische Krise. Bei Boeing kam im Gegensatz zu Airbus noch ein hausgemachtes Problem hinzu. Das Grounding der 737 Max nach Abstürzen stürzte auch Boeing in eine tiefe Krise. Global galt das Grounding von März 2019 bis Dezember 2020. In einigen Ländern durfte die 737 Max auch darüber hinaus nicht fliegen. Da dieser Flugzeugtyp ein Bestseller war und das Geschäft wegbrach, führten die Probleme zu einem historischen Umsatzeinbruch. Vor Beginn der Krise erhielt Boeing über 700 Bestellung pro Jahr und lieferte 2018 über 250 Maschinen des Typs aus. 2019 und 2020 wurden fast 700 Bestellungen netto storniert (Neubestellungen minus Stornierungen). Die Auslieferungen fielen 2020 auf 27. Der Umsatz brach entsprechend ein. 2018, dem bisher besten Jahr für Boeing, schrieb der Konzern einen Umsatz von 101 Mrd. 2020 erreichte der Umsatz nur noch 58 Mrd. (Grafik 1).

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Über den Experten

Clemens Schmale
Clemens Schmale
Finanzmarktanalyst

Clemens Schmale hat seinen persönlichen Handelsstil seit den 1990er Jahren an der Börse entwickelt.

Dieser gründet auf zwei Säulen: ein anderer Analyseansatz und andere Basiswerte. Mit anders ist vor allem die Kombination aus Global Makro, fundamentaler Analyse und Chartanalyse sowie Zukunftstrends gemeint. Während Fundamentaldaten und Makrotrends bestimmen, was konkret gehandelt wird, verlässt sich Schmale beim Timing auf die Chartanalyse. Er handelt alle Anlageklassen, wobei er sich größtenteils auf Werte konzentriert, die nicht „Mainstream“ sind. Diese Märkte sind weniger effizient als andere und ermöglichen so hohes Renditepotenzial. Sie sind damit allerdings auch spekulativer als hochliquide Märkte. Die Haltedauer einzelner Positionen variiert nach Anlageklasse, beträgt jedoch meist mehrere Tage, oft auch Wochen oder Monate.

Rohstoffe, Währungen und Volatilität handelt er aktiv, in Aktien und Anleihen investiert er eher langfristig. Die Basiswerte werden direkt – auch über Futures – oder über CFDs gehandelt, in Ausnahmefällen über Optionen und Zertifikate.

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