Analyse

BITCOIN - Tesla hat doch nicht verkauft, Kurs erholt sich

Der Bitcoin hat sich noch weiter von den anderen großen Coins "abgeseilt" und fällt nach Monaten der Outperformance in 2020 nun durch massive relative Schwäche auf. Mit dem tiefsten Stand seit Anfang Februar erreicht die Schwächephase heute einen neuen Höhepunkt.

Erwähnte Instrumente

  • Bitcoin BTC/USD
    Kursstand: 45.290,00000 $ (Bitfinex) - Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung
  • Ethereum ETH/USD
    Kursstand: 3.500,90000 $ (Bitfinex) - Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung
  • Bitcoin BTC/USD - Kurs: 45.290,00000 $ (Bitfinex)
  • Ethereum ETH/USD - Kurs: 3.500,90000 $ (Bitfinex)
  • Litecoin LTC/USD - Kurs: 289,18000 $ (Bitfinex)

Der exzentrische Chef des Elektroautobauers Tesla Elon Musk bringt erneut Unruhe in den Kursverlauf des Bitcoins. Spekulationen um einen Ausstieg Teslas, das einen Teil seiner Barreserven in Bitcoin angelegt hat, führte zunächst zu einem Kursrutsch am Wochenende, bevor das Dementi Musks heute für eine Kurserholung sorgte. Die jüngsten Turbulenzen reihen sich problemlos in das charttechnische Geschehen rund um die Nummer 1 der größten Kryptowährungen ein, die bereits seit vielen Wochen in einer Konsolidierungsbewegung steckt. Mit dem Kursverlauf im Mai geht die Schere in der Performance der großen Coins weiter auseinander. Das Chartbild des Bitcoins trübt sich ein, doch es gibt auch einen guten Grund zur Hoffnung. Betrachten wir die Situation des Bitcoin sowie Ether und Litecoin unter der charttechnischen Lupe.

Gewaltige Unterschiede in der Performance

Werfen wir zunächst einen Blick auf die Performance einiger großer Coins im direkten Vergleichschart seit dem 19. März. Bitcoin ist in dieser Aufzählung der einzige Coin mit einer negativen Performance von rund -24 %. Alle anderen Coins notieren weit im Plus, einige sogar dreistellig.

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Bitcoin - EMA200 als Rettungsanker?

Im bisherigen heutigen Tief erreicht der Bitcoin den EMA200 und den horizontalen Unterstützungsbereich bei 42.000 - 43.000 USD. Den letzten Kontakt mit dem EMA200 hatte der Coin vor einem Jahr am 29. April 2020.

Der Preisbereich bei 42.000 - 43.000 USD stellt also eine kurzfristig zentrale Unterstützung dar. Von hier aus startet im besten Fall eine neue, große Rallybewegung in Richtung 100.000 USD. Wer es antizyklisch mag, könnte jetzt also Einstiegschancen wittern.

Ein solches bullisches Reversal mit Rallystart ist jedoch zum jetzigen Zeitpunkt sehr spekulativ. Deutlicher erhöht wären die Chancen dafür erst oberhalb von 54.000 USD. Nach wie vor besteht die Gefahr, dass der Bitcoin mit der jüngsten Schwächephase eine Topbildung (Rounding Top oder bärische SKKS) vollenden möchte, welche eine größere Abwärtskorrektur einleiten dürfte.

Rutscht Bitcoin auch nachhaltig unter 42.000 USD zurück, werden weiter fallende Kurse bis 37.500 - 38.620 und darunter 28.000 - 29.000 USD möglich. Diese Gefahr besteht, solange der Coin außerhalb des jüngst verlassenen, flachen Aufwärtstrendkanal der letzten Monate notiert.

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Ether - Verschnaufpause nach Monster-Rally

Ein Outperformer am Markt war in den vergangenen Wochen die Nummer 2 der größten Coins, Ether. In einer beschleunigten Rally erreichte er das erste Ziel der Big-Picture-Analyse aus dem Januar bei 4.000 USD und startete eine Konsolidierung. Im besten Fall bleibt Ether auf hohem Niveau und klettert in Kürze auf neue Hochs im Bereich bei 4.900 - 5.200 und später 6.200 - 6.600 USD.

Dabei könnte sich die laufende Korrektur sowohl zeitlich wie auch preislich etwas ausdehnen, Tests des EMA50 (aktuell 2.900 USD) oder sogar der Aufwärtstrendlinie (aktuell 2.350 USD) wären unproblematisch. Erst der Bruch der Aufwärtstrendlinie würde größeres Korrekturpotenzial in Richtung 1.930 - 1.950 oder zurück zum alten Allzeithoch bei 1.420 USD möglich machen.

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Litecoin - Primärziel erreicht und jetzt?

Der Litecoin ist ein Nachzügler am Kryptowährungsmarkt und hinkt vielen großen Coins weit hinterher. Im April 2019 war er noch die Nummer 4 der nach Marktkapitalisierung größten Coins, jetzt rangiert er nur noch auf Platz 12. Erst jetzt im Mai erreichte er wie in der Analyse im April erwartet sein Allzeithoch aus 2017 bei 420 USD, von wo aus es zu Gewinnmitnahmen kommt.

Mit dem jetzt erreichten EMA50 könnte die Korrektur auch enden. In den vergangenen Monaten starteten an dieser gleitenden Durchschnittslinie mehrfach neue Aufwärtsbewegungen. Bleibt er dem Muster treu, könnte auch jetzt ein neuer Angriff auf das Allzeithoch und ggf. sogar ein kleiner Ausbruch darüber folgen. Ob darüber hinaus der dominierende Aufwärtstrendkanal nach oben hin verlassen wird, ist offen. Eine Rallybeschleunigung in Richtung 1.000 USD könnte dann eingeleitet werden.

Zunächst bleibt die weitere, mittelfristige Marschrichtung recht unklar, was durch die gelben Tendenzpfeile ausgedrückt wird. Auch eine größere Zwischenkorrektur auf hohem Niveau unterhalb des Allzeithochs wäre gut denkbar. Erst unterhalb des EMA200 (aktuell 189 USD) droht eine größere Abwärtskorrektur.

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9 / 9 Kommentare

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  • vespa
    vespa

    Eine Korrektur auf 20.000$ würde ich begrüßen.

    Würde es doch viele der überhebelten Trader aus dem Markt drängen. Und das ist gut so.

    Hier würde ich auch nochmals nachkaufen. Anlagehorizont 3-5 Jahre. Solche Abverkäufe sind Kaufgelegenheiten wenn man Zeit hat.

    17:03 Uhr, 18.05.2021
    1 Antwort anzeigen
  • rex007
    rex007

    "Tesla hat doch nicht verkauft, Kurs erholt sich..." An wen erinnert mich das? A ja, Donald der Trump. Der hat seinerzeit gern die Aktienkurse hoch oder runtergetwittert. Der liebe Gott mochte das nicht, deswegwen schickte er uns das Virus. Da funktionierte dann das Hoch- und runtertwittern nicht mehr

    15:38 Uhr, 18.05.2021
  • mkgeld
    mkgeld

    Die SEC hat da nichts verloren. Kryptos sind nicht reguliert und hoffe das bleibt so. Man sollte auch die Stellungnahme von Musk richtig lesen. Er will die Bezahlung via Bitcoin nicht; das heißt nicht das er keine Bitcoins hält und weiter kaufen wird. Bitcoin ist eine Währung zum Parken von Geldern wie früher Festgeld oder auch heute Goldkonten da es keine Zinsen mehr gibt und alle FIAT Währungen abwerten. Für große Massen an Zahlungsabwicklung ist Bitcoin nicht geeignet sondern als Geldspeicher. Für die Zahlungsabwicklung gibt es bessere Coins. Den wesentliche Unterschied von Bitcoin zu andern Kryptos sollte doch jedem der damit handelt klar sein; zumindest ist es einem Elon Musk sehr klar.

    21:42 Uhr, 17.05.2021
    1 Antwort anzeigen
  • Dirk69
    Dirk69

    Ist das nicht schon Marktmanipulation vom Chef des Elektroautobauers Tesla Elon Musk?

    19:00 Uhr, 17.05.2021
    1 Antwort anzeigen
  • Dirk69
    Dirk69

    Das Argument von Elon Musk, er würde die Bezahlung mit Bitcoin bei Tesla aufgrund Umweltbedenken nicht mehr ermöglichen ist nachvollziehbar. Aber auch E-Autos sind für die Umwelt bedenklich. Wo kommt der Strom für die E-Autos her und die Akkus sind auch Sondermüll. Wer im Glashaus sitzt sollte nicht mit Steine werfen.

    21:05 Uhr, 17.05.2021
  • Zensiert
    Zensiert

    Rocco Gräfes Konsolidierungsziel liegt im Bitcoin bei 22000, also,halbiert sich der Bitcoin noch mittelfristig, viel Spaß 😁

    18:47 Uhr, 17.05.2021

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Über den Experten

André Rain
André Rain
Technischer Analyst und Trader

André Rain ist seit dem Jahr 2000 im Aktienhandel aktiv. Hier startete er bereits mit seiner autodidaktischen Ausbildung in Chartanalyse. Die Faszination für die Charttechnik führte ihn im Mai 2005 zu GodmodeTrader, dem Vorgänger-Portal von stock3.com, wo er als Technischer Analyst mit Schwerpunkten auf Aktien- und Indexanalysen tätig ist. Seit 2004 handelt er privat intensiv Aktien und Hebelzertifikate im kurzfristigen Zeitfenster von wenigen Minuten bis mehreren Stunden. Dabei hat er sich auf den Handelsstil des Ausbruchstradings spezialisiert, mit dem er an kurzen, dynamischen Marktbewegungen partizipiert. Seiner Meinung nach ist der Chart das beste Instrument zur Auswertung und Prognose von Bewegungen an den Finanzmärkten. Als Mitglied unseres Premium-Services PROmax handelt er im kurzfristig orientierten Bereich und kommentiert das tägliche Marktgeschehen durch die charttechnische Brille.

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