Bitcoin-Kurs fällt unter 59.000 US-Dollar, ETFs erleiden Rekordabflüsse – was nun?
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Das Narrativ der smarten Bitcoin-ETF-Investoren, die die Ruhe bewahren und sich nicht von der Emotionalität des klassischen Krypto-Marktes mitreißen lassen, bekommt immer größere Risse. Statt die günstigen BTC-Kurs für einen antizyklischen Einstieg zu nutzen, trennen sich immer mehr US-amerikanische ETF-Anleger von ihren Anteilen. Alleine am gestrigen Donnerstag flossen 696,3 Millionen US-Dollar aus den Bitcoin-Indexfonds von BlackRock, Fidelity und Co., wie Daten von Farside Investors bestätigen.
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Dabei handelt es sich um den bisher größten Kapitalabfluss im Monat Juni, der insgesamt durch Nettoabflüsse in Höhe von 3,61 Milliarden US-Dollar geprägt ist. Für den ohnehin angeschlagenen Bitcoin-Kurs bedeutet dieser anhaltende Negativtrend eine zusätzliche Belastung. Zusammengerechnet halten die US Spot ETFs nun noch 1,239 Millionen BTC im Wert von 74 Milliarden US-Dollar. Das entspricht weiterhin beachtlichen 6,17 Prozent aller zirkulierenden Coins.
Düstere Wolken über dem Bitcoin-Sommer
Auf eine nachhaltige Trendwende deutet derzeit kaum etwas hin, stattdessen könnte sich die ETF-Negativserie im Bitcoin-Bärenmarkt noch länger fortsetzen. “BlackRock hat 2.700 BTC (161 Millionen US-Dollar) und 41.996 ETH (65,16 Millionen US-Dollar) bei Coinbase eingezahlt und wird voraussichtlich weitere Einzahlungen vornehmen”, warnte die Blockchain-Analysefirma Onchain Lens erst vor wenigen Stunden. Aller Voraussicht nach dürfte daher auch der fünfte Handelstag der laufenden Handelswoche mit einem negativen Ergebnis enden.
Wirkten sie im Bullenmarkt noch als Kurstreiber, bedeuten die Indexfonds in der aktuell schwachen Marktphase eine zusätzliche Belastung. Gleiches gilt wohl für die einst gefeierten Treasury-Firmen Strategy, Metaplanet, Strive und Co., deren drastisch gefallene Aktienkurse das ausgeprägte Misstrauen vieler Anleger verdeutlichen. Insbesondere Michael Saylor, jahrelang eine Lichtgestalt der Szene, verhedderte sich zuletzt in widersprüchliche Aussagen, stempelte Kritiker pauschal als “Twitter-Trolle” ab und sorgte mit seinem Bitcoin-Verkauf für einen Tabubruch. Mehr dazu in diesem Artikel: “Hört auf, Bitcoin zu kaufen”: Warnung an Michael Saylor.
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