Kommentar
10:52 Uhr, 25.06.2026

Bitcoin fällt erstmals unter wichtige Power-Law-Marke

Der Krypto-Markt setzt seine Talfahrt fort. Erstmals in seiner Historie notiert Bitcoin unter der Power-Law-Support-Linie – ist das Modell jetzt kaputt?

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Der Krypto-Markt kommt weiter nicht vom Fleck. Bitcoin verliert in den vergangenen 24 Stunden rund 1,7 Prozent und fällt unter die Marke von 62.000 US-Dollar. Auf Wochensicht summiert sich das Minus auf knapp vier Prozent. Auch bei den Altcoins dominieren rote Vorzeichen: Ethereum verliert 1,5 Prozent und notiert nur noch bei rund 1.600 US-Dollar. XRP gibt um 1,4 Prozent nach, Solana hält sich mit einem Minus von 0,7 Prozent vergleichsweise stabil.

Die Gesamtmarktkapitalisierung sinkt um 1,7 Prozent auf 2,2 Billionen US-Dollar. Gleichzeitig bleibt die Stimmung äußerst angespannt. Der Fear and Greed Index signalisiert weiterhin “extreme Angst”.

Bitcoin unterschreitet historische Kursmarke

Für Diskussionen sorgt derzeit die sogenannte Bitbo Power Law Support Line. Der Bitcoin-Analyst Adam Livingston machte auf X darauf aufmerksam, dass der Kurs erstmals unter diese Trendlinie gefallen sei. Das Power Law zählt zu den bekanntesten und bullishsten Bitcoin-Kursmodellen, das den langfristigen Kursverlauf anhand historischer Daten beschreibt. Bislang war Bitcoin in keinem Bärenmarkt unter diese Linie gefallen.

Sollte Bitcoin die Trendlinie nicht zeitnah zurückerobern, könnte das die Aussagekraft des Modells deutlich schwächen. Viele Anleger nutzen das Power Law als Orientierung für die langfristige Kursentwicklung und leiten daraus auch ihre Erwartungen für die kommenden Jahre ab.

The Bitcoin Power Law fit has actually improved 243 days out of the 260 days since ATH.

This stretch of the fit declining has historically been associated with capitulation bottoms (2022 was worst ever).

Today, the power law fit is more accurate than it was back in October.… pic.twitter.com/vuiSV33Iyn

— Adam Livingston (@AdamBLiv) June 24, 2026

Darüber hinaus bleibt das Marktumfeld schwierig. Analysten der Deutschen Bank sehen weiterhin mehrere Belastungsfaktoren: anhaltende Kapitalabflüsse aus den US-Spot-Bitcoin-ETFs, die Aussicht auf eine straffere Geldpolitik der US-Notenbank sowie eine Umschichtung institutioneller Gelder in den boomenden KI-Sektor. Nach Einschätzung der Bank konkurrieren Bitcoin und KI-Investments zunehmend um dieselben Kapitalströme. Mehr dazu hier: Diese Faktoren belasten jetzt den Kurs

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