Kommentar
10:44 Uhr, 16.02.2026

Binance-Gründer warnt: Transparenz bremst Krypto-Adoption

Ohne Datenschutz keine Massenadoption? Binance-Gründer Changpeng Chao fordert mehr Privatsphäre bei Krypto-Transaktionen.

  • Die fehlende Privatsphäre bei Onchain-Transaktionen ist nach Ansicht von Changpeng Zhao ein zentrales Hindernis für die Verbreitung von Kryptowährungen als Zahlungsmittel. Der Binance-Mitgründer sieht darin einen strukturellen Bremsfaktor für die Adoption im Unternehmensumfeld.
  • “Mangelnde Privatsphäre könnte das fehlende Glied bei der Einführung von Krypto-Zahlungen sein”, schrieb Changpeng Zhao auf der Plattform X. “Stellen Sie sich vor, ein Unternehmen bezahlt seine Mitarbeiter in Kryptowährung über die Blockchain. Beim aktuellen Stand der Kryptowährungen kann man ziemlich genau sehen, wie viel jeder im Unternehmen verdient”.

(Lack of) Privacy may the missing link for crypto payments adoption.

Imagine, a company pays employees in crypto on-chain. With the current state of crypto, you can pretty much see how much everyone in the company is paid (by clicking the from address). 🤷‍♂️ https://t.co/LRmuPHuMMf

— CZ 🔶 BNB (@cz_binance) February 15, 2026

  • In einem früheren Gespräch mit Investor Chamath Palihapitiya verwies Zhao zudem auf physische Sicherheitsaspekte. Wer Vermögenswerte öffentlich einsehbar mache, setze sich potenziell zusätzlichen Risiken aus.
  • Finanzielle Transaktionen sind weit mehr als bloße Geldbewegungen. Sie geben Aufschluss über Lebensgewohnheiten, politische Einstellungen, soziale Beziehungen und wirtschaftliche Abhängigkeiten. In einer zunehmend digitalisierten Finanzwelt werden diese Daten dauerhaft gespeichert, ausgewertet und miteinander verknüpft.
  • Vor diesem Hintergrund rückten Privacy Coins wie Zcash und Monero wieder stärker in den Fokus. Sie ermöglichen Transaktionen, ohne dass jede Zahlung öffentlich einsehbar ist. Der Anwendungsfall beschränkt sich dabei nicht auf Gesetzesumgehung, sondern zielt auf Schutz vor permanenter Beobachtung. Für Menschen in politisch instabilen Regionen, für Journalisten, Aktivisten oder Unternehmer kann finanzielle Privatsphäre entscheidend für Sicherheit und Handlungsfreiheit sein.
  • Ob in Privacy Coins jedoch ein Schlüssel zur Massenadoption liegt, lässt sich bezweifeln. Faktisch sind Privacy Coins auch besser für kriminelle Aktivitäten geeignet als klassische Kryptowährungen oder Banküberweisungen. Geldwäsche, Steuerhinterziehung oder illegale Märkte profitieren von schwer nachvollziehbaren Zahlungsströmen. Mehr dazu hier: Kriminell oder notwendig? Was Privacy Coins wirklich leisten

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