Kommentar
16:00 Uhr, 02.03.2026

Big Tech unter Druck: Massive KI-Investitionen werfen neue Fragen auf

Große Technologiewerte mit hoher Marktkapitalisierung haben ihre Verluste in der vergangenen Woche ausgeweitet und damit den ohnehin schwachen Start ins Jahr 2026 weiter belastet.

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Vontobel Kolumne

Große Technologiewerte mit hoher Marktkapitalisierung haben ihre Verluste in der vergangenen Woche ausgeweitet und damit den ohnehin schwachen Start ins Jahr 2026 weiter belastet. Nach fast drei Jahren, in denen vor allem KI-getriebene Fantasie die Kurse dominierte, scheint die Dynamik rund um die „Magnificent Seven“ zumindest vorübergehend nachzulassen. Seit 2023 hatte der Optimismus im Zusammenhang mit Künstlicher Intelligenz die US-Aktienmärkte maßgeblich getragen. Zu Beginn dieses Jahres mehren sich jedoch Anzeichen für eine mögliche Verschiebung der Marktführerschaft. Substanzwerte (Value-Aktien) entwickeln sich zunehmend besser als Wachstumswerte, und die Marktbewegung verteilt sich breiter auf verschiedene Sektoren statt sich auf wenige Mega-Cap-Unternehmen zu konzentrieren.

Ein 650-Milliarden-Dollar-Investitionsschub in KI

Die jüngste Kursschwäche folgte auf eine Reihe von Ankündigungen zu Investitionsausgaben (Capex) von vier großen Technologieunternehmen, die außergewöhnlich hohe Investitionspläne für 2026 vorgestellt haben:

  • Amazon erwartet Investitionsausgaben von rund 200 Milliarden USD (Bloomberg, 06.02.2026).
  • Alphabet plant Ausgaben zwischen 175 und 185 Milliarden USD (Bloomberg, 05.02.2026).
  • Meta beabsichtigt Investitionen zwischen 115 und 135 Milliarden USD (Yahoo Finance, 29.01.2026).
  • Microsoft deutet mit seiner annualisierten Run-Rate auf etwa 145 Milliarden USD an Investitionsausgaben für sein Geschäftsjahr 2026 hin (Yahoo Finance, 06.02.2026).

Insgesamt summieren sich diese geplanten Investitionen auf nahezu 650 Milliarden USD, vor allem für KI-Chips, Rechenzentren und Cloud-Infrastruktur. Diese Beträge unterstreichen die strategische Bedeutung von Künstlicher Intelligenz, werfen jedoch auch zentrale Fragen auf. Investoren stellen sich zunehmend die Frage, ob die Unternehmen diese ambitionierten Pläne effizient umsetzen können und wie lange es dauern wird, bis sich die massiven Investitionen spürbar in höheren Gewinnen niederschlagen.

Starke Geschäftszahlen, verhaltene Reaktionen

Bemerkenswert ist, dass der jüngste Kursrückgang trotz solider operativer Ergebnisse erfolgte. Zum aktuellen Zeitpunkt der Berichtssaison für das vierte Quartal ist Nvidia das einzige Mitglied der „Magnificent Seven“, das noch keine Zahlen für das Dezemberquartal vorgelegt hat. Basierend auf den bereits veröffentlichten Ergebnissen der übrigen sechs Unternehmen sowie auf Schätzungen für Nvidia wird erwartet, dass die Gesamtgewinne der Gruppe im vierten Quartal im Jahresvergleich um rund 24 % steigen – bei einem Umsatzwachstum von knapp 19 %. Im dritten Quartal lag das Gewinnwachstum noch bei 28 %, bei einem Umsatzplus von 18 % (Yahoo Finance, 06.02.2026).

Der Einfluss dieser Unternehmen bleibt erheblich. Für 2026 wird erwartet, dass die „Magnificent Seven“ rund 26–27 % der gesamten Gewinne im S&P 500 erwirtschaften (Yahoo Finance, 07.02.2026), während sie gleichzeitig mehr als ein Drittel der gesamten Marktkapitalisierung des Index ausmachen. Dennoch zeigt sich die Anlegerstimmung vorsichtiger. Hohe Bewertungen in Kombination mit stark steigenden Investitionsausgaben führen dazu, dass die Märkte sensibler auf Hinweise reagieren, wonach die KI-Umsätze nicht schnell genug wachsen oder die Gewinnmargen unter Druck geraten könnten.

Beginn einer breiteren Marktrotation?

Ob der jüngste Rücksetzer lediglich eine Verschnaufpause im langfristigen KI-Wachstumstrend darstellt oder den Beginn einer breiteren Umschichtung hin zu Substanzwerten markiert, bleibt offen. Klar ist jedoch, dass Investoren zunehmend sowohl die starke Abhängigkeit des Marktes von einer kleinen Gruppe großer Technologieunternehmen als auch das enorme Ausmaß der Investitionen hinterfragen, das notwendig ist, um das KI-Wachstum weiter voranzutreiben.

Für Anleger, die sich angesichts der anhaltenden Volatilität im US-Technologiesektor positionieren möchten, bietet Vontobel verschiedene Hebelprodukte auf den NASDAQ-100 als Basiswert an. Diese ermöglichen – je nach individueller Markterwartung, sowohl Long, als auch Short-Positionierungen.

Turbo-Optionsscheine Open-End

WKN

Basiswert

Typ

Hebel

Knock-Out Barriere

VK3C8K Nasdaq-100 Index® Call 5,70 20.285,7032 USD
VH4A36 Nasdaq-100 Index® Put 4,21 30.419,4307 USD
VK64XP Nasdaq-100 Index® Call 13,90 22.824,647 USD
VH0767 Nasdaq-100 Index® Put 7,43 27.893,4354 USD

Stand: 02.03.2026 15:20 Uhr

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