Kommentar
16:49 Uhr, 10.05.2026

Avalanche-Gründer: Bitcoin-Mining könnte kollabieren

Avalanche-Gründer Emin Gün Sirer warnt vor einer existenziellen Bitcoin-Krise. Das größte Risiko sieht er jedoch nicht bei Quantencomputern.

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Könnte die Anreizstruktur des Bitcoin-Mining auf lange Sicht zu einem Problem für die Sicherheit des Netzwerks werden? Vor diesem Szenario warnt Avalanche-Gründer Emin Gün Sirer auf der Plattform X. Die langfristig sinkenden Mining-Belohnungen stellen nach Ansicht des Informatikers sogar ein höheres Risiko dar als die Gefahren, die von Quantencomputern ausgehen.

Hintergrund sind die durch das Halving konstant sinkenden Blockbelohnungen für Miner. Etwa alle vier Jahre halbiert sich die pro Block ausgegebene Bitcoin-Vergütung. Die Rentabilität von Minern ist dadurch zunehmend von Gebühren abhängig. Das, so die Befürchtung, könnte langfristig zu einem Exodus von Bitcoin-Minern führen, durch den das Netzwerk anfälliger für Angriffe wird.

After the quantum hoopla is over, and turns out to be kind of like Y2K, Bitcoin will have a problem with its mining rewards being insufficient. At that point, it will benefit from a pre-consensus layer based on Avalanche. https://t.co/UbRyRwxJAx

— Emin Gün Sirer🔺⚔️ (@el33th4xor) May 10, 2026

“Wenn der ganze Quanten-Hype vorbei ist und sich herausstellt, dass es sich dabei um so etwas wie das Y2K-Problem handelt, wird Bitcoin mit dem Problem zu kämpfen haben, dass die Mining-Belohnungen nicht mehr ausreichen”, so Sirer. Als möglichen Lösungsansatz brachte der Avalanche-Gründer eine zusätzliche sogenannte “Pre-Consensus”-Ebene ins Spiel, über die Teile der Transaktionsvalidierung auf Avalanche ausgelagert werden könnten. In der Bitcoin-Community dürfte dieser Vorschlag allerdings auf Widerstand stoßen.

Bitcoin-Belohnungen sinken stetig

Seit dem Halving am 20. April 2024 liegt die Block Subsidy im Bitcoin-Netzwerk bei 3,125 BTC. Ab dem übernächsten Halving, voraussichtlich im Jahr 2032, fällt sie erstmals unter einen Bitcoin pro Block. Langfristig muss daher ein immer größerer Teil der Miner-Erlöse aus Transaktionsgebühren stammen. Andernfalls geraten die ökonomischen Anreize für Miner – und damit die Sicherheit des Netzwerks – zunehmend unter Druck.

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Ob diese Entwicklung die Mining-Industrie in eine existenzielle Krise stürzt, ist unter Experten jedoch umstritten. Bitcoin-Core-Entwickler James O’Beirne etwa warnt, dass womöglich nur noch zwei Halvings bleiben, bevor das Problem akut wird. Bitcoin-Maximalisten zeigen sich bislang aber unbeeindruckt und preisen bereits steigende Gebühren und eine deutliche Wertsteigerung der Kryptowährung ein.

Welche Risiken und Angriffsflächen bei zu niedrigen Gebühren drohen und welche kontroversen Reformvorschläge die Community spalten, lest ihr in diesem Artikel von BTC-ECHO: Warum bereits in zwei Halvings die 21-Millionen-Grenze aufgehoben werden könnte

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