AUTODESK: Jahresprognose angehoben
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Autodesk übertrifft im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2027 sowohl beim Umsatz als auch beim bereinigten Gewinn die Erwartungen und hebt gleichzeitig die Jahresprognose an. Wer genauer hinschaut, erkennt aber: Die Wachstumsrate selbst beschleunigt sich dabei nicht.
Auf einen Blick
- Autodesk steigert den Umsatz im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2027 um 16 % auf 2,046 Mrd. USD und übertrifft damit den Analystenkonsens von 2,01 Mrd. USD.
- Das bereinigte EPS steigt um 0,68 USD auf 3,30 USD und liegt über der durchschnittlichen Schätzung von 3,12 USD.
- Die bereinigte operative Marge steigt um 2 Prozentpunkte auf 41 %, der freie Cashflow wächst um 24 % auf 561 Mio. USD.
- Autodesk hebt die Umsatzprognose für das Gesamtjahr auf 8,295–8,345 Mrd. USD an, unter anderem wegen der MaintainX-Übernahme.
- Die Guidance für das dritte Quartal von 2,125 bis 2,140 Mrd. USD entspricht einer impliziten Wachstumsrate von rund 15 %, auf dem Niveau der Vorquartale von 16 bis 18 %.
Autodesk meldet für das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2027 einen Umsatz von 2,046 Mrd. USD, ein Plus von 16 % gegenüber dem Vorjahresquartal und damit über der durchschnittlichen Analystenschätzung von 2,01 Mrd. USD. Währungsbereinigt lag das Wachstum bei 14 %. Das bereinigte EPS (Non-GAAP EPS) steigt um 0,68 USD auf 3,30 USD und übertrifft den Konsens von 3,12 USD deutlich. Auf GAAP-Basis wächst das verwässerte EPS von 1,46 USD auf 2,33 USD, der Nettogewinn steigt von 313 Mio. USD auf 492 Mio. USD.
Die operative Marge entwickelt sich auf beiden Rechnungslegungsbasen positiv: Die GAAP-Marge klettert um 4 Prozentpunkte auf 29 %, die bereinigte operative Marge (Non-GAAP Operating Margin) steigt um 2 Prozentpunkte auf 41 %. Der freie Cashflow legt um 24 % auf 561 Mio. USD zu. Damit liefert Autodesk ein Quartal, in dem sowohl die Top-Line als auch die Profitabilität sauber über den Erwartungen liegen, ohne erkennbare Sondereffekte, die dieses Bild verzerren würden.
Kennzahlen des Quartals im Überblick: Ergebnis, Umsatz und Umsatzverteilung von Autodesk. (Quelle: Unternehmensangaben)
Design bleibt der Motor, Make wächst schneller
Das Design-Segment, zu dem unter anderem AutoCAD zählt, steuert mit 1,708 Mrd. USD den Löwenanteil des Umsatzes bei und wächst um 16 % (währungsbereinigt 14 %). Deutlich dynamischer entwickelt sich das kleinere Make-Segment mit einem Plus von 26 % auf 244 Mio. USD. Nach Produktfamilien betrachtet bleibt der Baubereich AECO mit 1,029 Mrd. USD und einem Wachstum von 17 % das größte Standbein, während das klassische AutoCAD-Geschäft mit 14 % moderater, aber weiterhin solide zulegt.
Regional zieht EMEA mit 19 % Wachstum am stärksten an, wenngleich der Effekt zu einem guten Teil währungsgetrieben ist: Bereinigt um Wechselkurse bleiben es 13 %. Auffällig ist die Entwicklung der Auftragsbestände: Die kurzfristige Restperformance-Verpflichtung (Current RPO) wächst um 12 %, während die gesamte Kennzahl RPO wegen eines bewussten Rückbaus mehrjähriger Rabattprogramme nur um 2 % zulegt. Das Unternehmen begründet dies mit einer laufenden Preisdisziplin-Initiative, die kurzfristig auf das unfakturierte Auftragsvolumen drückt, langfristig aber die Preisrealisierung verbessern soll. Diese Umstellung ist ein bewusster strategischer Trade-off und keine Nachfrageschwäche, verzerrt aber die reine RPO-Kennzahl als Frühindikator.
Umsatz und Ergebnis je Aktie im Quartalsverlauf inkl. Analystenschätzungen. (Quelle: Unternehmensangaben)
Ausblick
Autodesk hebt die Umsatzprognose für das Gesamtjahr 2027 von zuvor 8,155 bis 8,215 Mrd. USD auf 8,295 bis 8,345 Mrd. USD an und begründet dies explizit mit einer höheren zugrunde liegenden Wachstumserwartung sowie dem zusätzlichen Beitrag der Übernahme von MaintainX. Die Non-GAAP-EPS-Prognose wird ebenfalls leicht angehoben, von 12,40 bis 12,65 USD auf 12,52 bis 12,60 USD, während die freie Cashflow-Spanne von 2,725 bis 2,800 Mrd. USD auf 2,725 bis 2,750 Mrd. USD eingeengt wird. CFO Janesh Moorjani erklärt dazu, die operativen und Finanzierungskosten der MaintainX-Übernahme sowie rund 45 Mio. USD an Transaktionskosten würden die stärkere zugrunde liegende Erwartung teilweise auffressen. Die bereinigte operative Marge für das Gesamtjahr bleibt mit rund 39 % unverändert, da die Margenverwässerung durch die Akquisition die Vorteile aus operativer Hebelwirkung und Vertriebsoptimierung ausgleicht.
Für das dritte Quartal stellt Autodesk einen Umsatz von 2,125 bis 2,140 Mrd. USD in Aussicht. Das entspricht einer impliziten Wachstumsrate von rund 15 % gegenüber dem Vorjahresquartal und liegt damit über dem Analystenkonsens von 2,08 Mrd. USD für dasselbe Quartal, aber im Rahmen des bisherigen Tempos, das in den vergangenen Quartalen zwischen 16 % und rund 18 % lag. Die Prognose signalisiert damit keine Beschleunigung, sondern die Fortschreibung eines soliden, aber nicht mehr zunehmenden Wachstumstempos. Für die Anlagethese heißt das: Die operative Qualität stimmt, doch der Wachstumsmotor selbst legt keinen höheren Gang ein.
Tagesschlusskurse der Autodesk-Aktie über ein Jahr. (Quelle: stock3)
Kennzahlen im Überblick
| Kennzahl | 2026 | 2027e | 2028e |
|---|---|---|---|
| Umsatz | 7,21 Mrd. USD | 8,21 Mrd. USD | 9,05 Mrd. USD |
| EPS | 5,23 USD | 12,58 USD | 14,17 USD |
*e = erwartet (Analystenkonsens, bei US-Unternehmen auf Non-GAAP-Basis); Ist-Jahr 2026 wie berichtet (GAAP)
Fazit: Ein Quartal mit übertroffenem Umsatz und Gewinn sowie einer angehobenen Jahresprognose ist zunächst ein klar positiver Befund, den die Zahlen auch ohne Einschränkung tragen. Die Abwägung liegt im Detail: Die Anhebung der Prognose speist sich auch aus dem MaintainX-Zukauf, und die implizite Wachstumsrate für das dritte Quartal bleibt auf dem Niveau der Vorquartale, statt zuzulegen. Auf Basis der Gewinnschätzungen sinkt das KGV von aktuell 24,3 auf 21,5 für das laufende und 19,1 für das kommende Geschäftsjahr, bei einem erwarteten EPS-Wachstum von 13 % im Jahr 2028. Das ordnet das derzeitige Bewertungsniveau stärker in den Kontext des erwarteten Gewinnpfads ein, ohne dass sich daraus ein klares Bewertungsurteil ableiten lässt. Die Zahlen untermauern die Investmentstory eines soliden, margenstarken Wachstumsunternehmens, ohne dass sich daraus ein neuer Kurstreiber ergibt.
Dieser Beitrag ist unter Einsatz Künstlicher Intelligenz entstanden.
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