Kommentar
09:50 Uhr, 24.03.2026

Auf TACO-Trump ist Verlass

Erwähnte Instrumente

  • ISIN: DE0008469008Kopiert
    Aktueller Kursstand:   (XETRA)
  • ISIN: EU0009658145Kopiert
    Aktueller Kursstand:   (TTMzero Indikation)

Der Druck der Märkte wurde zu groß

Irgendwann wird Trump der Druck der Märkte zu viel: Das ist die Logik hinter dem Akronym "TACO"; Trump always chickens out, Trump kneift immer. Kursverluste an den Aktienmärkten, Spekulationen über steigende Leitzinsen an den Geldmärkten, sowie die steigenden Ölnotierungen, die unvermeidlich hohe Benzinpreise an den Zapfsäulen mit sich bringen - das alles ließ den US-Präsidenten sein am Wochenende verkündetes Ultimatum zur Öffnung der Straße von Hormus noch einmal überdenken: Diese Frist wäre in der Nacht zum Dienstag abgelaufen, dann hätte das US-Militär Trump zufolge iranische Kraftwerke und Energieinfrastruktur angegriffen. Nun also die Kehrtwende: Um die (europäische) Mittagszeit setzte Trump via eigenem Truth-Social-Kanal einen Post ab, in dem er verkündete, in den nächsten fünf Tagen keine solche Angriffe fliegen zu wollen. Dies sei das Ergebnis "sehr guter und produktiver Gespräche über eine vollständige und endgültige Beilegung unserer Feindseligkeiten" in den vergangenen beiden Tagen, so Trump. Innerhalb von 20 Minuten legte der DAX satte 1.300 Punkte zu, und der Preis für ein Barrel Brent fiel unter die Marke von 100 US-Dollar, nachdem im frühen Handel ein Zwischenhoch von 114 USD erreicht wurde. Zudem wurden die Zinserhöhungserwartungen wieder zurechtgestutzt: Statt 3 bis 4 Zinserhöhungen durch die EZB im weiteren Jahresverlauf sind es nun noch ca. 2 bis 3, die an den Geldmärkten eingepreist sind.

Rätselraten über Verhandlungspartner

Trump erläuterte später gegenüber der Presse, US-Gesandter Steve Witkoff und sein Schwiegersohn Jared Kushner hätten große Fortschritte in den Verhandlungen mit Iran gemacht. Man sei sich in insgesamt 15 Punkten einig, und man habe mit einem "respektierten" Vertreter Teherans gesprochen, dessen Identität allerdings nicht gelüftet wurde. Der neue oberste Führer Chamenei selbst sei es jedoch nicht gewesen. Das Nachrichtenportal "Politico" mutmaßte über Irans Parlamentspräsidenten Ghalibaf als Verhandlungspartner. Die iranischen Nachrichtenagenturen Fars und Tasnim, die der Revolutionsgarde nahestehen, erklärten jedoch, es gebe keinerlei direkte Kontakte zu den Vereinigten Staaten, auch nicht über Mittelsmänner. Die iranische Führung feierte die Ankündigung Trumps als Erfolg. "US-Präsident macht nach Irans deutlicher Warnung einen Rückzieher", so war es via Staatsfernsehen zu vernehmen. Derweil geht der gegenseitige Beschuss unvermindert weiter.

Neues Handelsabkommen der EU

Die Europäische Union und Australien haben nach langjährigen Verhandlungen ein Handelsabkommen unterzeichnet. In Canberra setzten EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und der australische Premierminister Anthony Albanese ihre Unterschrift unter das Abkommen, mit dem sich die EU Zugang zu strategisch wichtigen Rohstoffen wie Lithium sichern möchte. Es sieht den Abbau von Zöllen auf beiden Seiten vor und soll den Handel mit Dienstleistungen sowie wechselseitige Investitionen erleichtern.

Zum PDF-Download


Wichtige Hinweise


Diese Publikation richtet sich ausschließlich an Empfänger in der EU, Schweiz und Liechtenstein. Diese Publikation wird von der LBBW nicht an Personen in den USA vertrieben und die LBBW beabsichtigt nicht, Personen in den USA anzusprechen.

Aufsichtsbehörden der LBBW: Europäische Zentralbank (EZB), Sonnemannstraße 22, 60314 Frankfurt am Main und Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), Graurheindorfer Str. 108, 53117 Bonn / Marie-Curie-Str. 24-28, 60439 Frankfurt.

Diese Publikation beruht auf von uns nicht überprüfbaren, allgemein zugänglichen Quellen, die wir für zuverlässig halten, für deren Richtigkeit und Vollständigkeit wir jedoch keine Gewähr übernehmen können. Sie gibt unsere unverbindliche Auffassung über den Markt und die Produkte zum Zeitpunkt des Redaktionsschlusses wieder, ungeachtet etwaiger Eigenbestände in diesen Produkten. Diese Publikation ersetzt nicht die persönliche Beratung. Sie dient nur zu Informationszwecken und gilt nicht als Angebot oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf. Für weitere zeitnähere Informationen über konkrete Anlagemöglichkeiten und zum Zwecke einer individuellen Anlageberatung wenden Sie sich bitte an Ihre Anlageberaterin oder -berater. Wir behalten uns vor, unsere hier geäußerte Meinung jederzeit und ohne Vorankündigung zu ändern.

Wir behalten uns des Weiteren vor, ohne weitere Vorankündigung Aktualisierungen dieser Information nicht vorzunehmen oder völlig einzustellen. Die in dieser Ausarbeitung abgebildeten oder beschriebenen früheren Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen stellen keinen verlässlichen Indikator für die künftige Wertentwicklung dar.

Herausgeber


Landesbank Baden-Württemberg
Am Hauptbahnhof 2
70173 Stuttgart