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17:49 Uhr, 19.02.2026

Anleger mit geopolitischem Gegenwind defensiver

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DJ XETRA-SCHLUSS/Anleger mit geopolitischem Gegenwind defensiver

DOW JONES--Der deutsche Aktienmarkt hat am Donnerstag nachgegeben. Der DAX schloss 0,9 Prozent tiefer bei 25.044 Punkten. Damit gab er nahezu alle am Vortag erzielten Gewinne her. Für Ungewissheit sorgte die Entwicklung im Nahen Osten, dorthin verlegen die USA große Teile ihrer Luftstreitmacht. Damit bündeln sie in der Region die schlagkräftigste Truppe seit der Invasion des Irak 2003. Mit dem Aufmarsch erhöhte US-Präsident Donald Trump den Druck auf den Iran bei den Atom- und Abrüstungsgesprächen. In Folge stiegen die Notierungen für Öl und Dollar, der Euro fiel auf 1,1760 Dollar. Risiko Assets wie Aktien wurden verkauft. Zudem setzte die Berichtssaison einmal mehr Akzente.

DAX-Schwergewicht Airbus mit Ausblick schwach

Die guten Geschäftszahlen von Airbus im Schlussquartal 2025 wurden vom Ausblick für 2026 überschattet. Der Konzern muss den Produktionshochlauf der Modellreihe A320 wegen Engpässen bei Triebwerkslieferungen drosseln. Der US-Hersteller Pratt & Whitney habe bisher keine feste Zusage für die von Airbus bestellten Triebwerke gemacht. Dies wirke sich negativ auf die Prognose für dieses Jahr und den Produktionsanstieg aus, hieß es. Der Aktienkurs verlor 6,7 Prozent.

Anleger stellten sich defensiver auf und kauften die Aktien der Immobilienunternehmen wie Vonovia (+1,6%), Aroundtown (+14,1%) oder TAG (+2,6%). Aber auch in die Aktien der Rüstungsunternehmen floss Geld, Rheinmetall (+2,9%) und Hensoldt (+1,5%) schlossen im Plus. Bei Hochtief gab es nach erwartet guten Geschäftszahlen kleine Gewinnmitnahmen, der Wert schloss knapp 3 Prozent tiefer.

Geschäftszahlen legten auch Knorr-Bremse (+4,1%) und Krones (-7,1%) vor. Insgesamt verzeichnete Knorr im vierten Quartal und für das Gesamtjahr 2025 gegenüber dem Vorjahr eine gute Entwicklung bei den wichtigsten Eckdaten, wie die DZ Bank anmerkte. Krones habe solide Geschäftszahlen für 2025 vorgelegt, so MWB unter Verweis auf das Umsatzwachstum von 7 Prozent, das im Rahmen der Erwartungen gelegen habe. Allerdings normalisiere sich die Wachstumsdynamik, merkten die Analysten an.

Im MDAX lieferten die Analysten der UBS die Impulse, nach einer Kaufempfehlung stiegen DWS um 0,7 Prozent, nach einer Abstufung auf "Sell" notierten Freenet 8,2 Prozent im Minus. Der Telekommunikationsunternehmen weise nur geringe Wachstumsaussichten auf, die Aktie sei aber hoch bewertet, stellte die UBS fest.

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INDEX            zuletzt  +/- %  +/- % YTD 
DAX            25.043,57  -0,9%      +3,2% 
DAX-Future     25.051,00  -1,0%      +2,2% 
XDAX           25.012,09  -0,9%      +2,5% 
MDAX           31.479,01  -0,8%      +3,7% 
TecDAX          3.698,20  -0,6%      +2,7% 
SDAX           17.983,05  -0,6%      +5,3% 
zuletzt                 +/- Ticks 
Bund-Future      129,26     -1 
YTD - bezogen auf Schlusskurs Vortag 
 
Index        Gewinner  Verlierer  unv.   Umsatz  Aktien  Umsatz Vortag  Aktien Vortag 
DAX                14         26     0  3.984,9    57,7        4.618,6           67,6 
MDAX               17         32     1    624,9    26,3          667,0           30,6 
TecDAX              6         24     0    972,2    19,2        1.077,4           23,7 
SDAX               18         48     4    118,3     6,8          133,6            8,4 
Umsätze in Millionen Euro bzw. Stück 
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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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